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Ryanair: Was Sie über Flugplan, Check-in, Handgepäck, Erstattung und Corona wissen müssen

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Maschinen des irischen Billigfliegers Ryanair stehen vor dem Passagierterminal des Flughafens Hahn
Ryanair ist ein günstiger Anbieter, der seinen Sitz in Dublin, der Hauptstadt der Republik Irland, hat © picture alliance/dpa | Thomas Frey

Die Fluggesellschaft Ryanair gehört zu den Billiganbietern. Im Jahr 2017 war das Unternehmen nach Passagierzahlen die zweitgrößte Gesellschaft in Europa, mehr Fluggäste transportierte nur die Lufthansa Group.

Dublin – Ryanair hat so großen Erfolg, weil die Fluggesellschaft möglichst alle Kosten, die sich reduzieren lassen, einspart. Dazu nutzt das Unternehmen folgende Konzepte:

Ryanair: Der Flugplan der günstigen Fluggesellschaft

Die Fluggesellschaft Ryanair ist seit dem Sprung auf den Kontinent massiv gewachsen. Vor der Corona-Pandemie bediente das Unternehmen in fast allen europäischen Staaten Flughäfen und bot auch Flugreisen nach Vorderasien, Marokko und in den Kaukasus an. Im Jahr 2016 hatten Kunden die Wahl zwischen rund 200 verschiedenen Zielen. Allein in Deutschland startete Ryanair bis zur Corona-Krise von diesen Flughäfen aus:

Linz und Salzburg gehören zu den genutzten Flughäfen in Österreich. Kunden aus der Schweiz, dem Elsass und Südbaden können Ryanair über den französischen Flughafen Basel-Mühlhausen nutzen. Der Hauptsitz ist in Dublin.

Die Fluggesellschaft setzt auf einen Flugplan, bei dem auf jedem Flughafen mindestens ein Flugzeug der Flotte fest stationiert ist. Der Ablauf ist minutiös getaktet, im Idealfall heben die Flieger schon 25 Minuten nach der Landung wieder ab. So reduziert Ryanair die Standzeiten auf dem Boden und stellt sicher, dass an jedem Tag auf jedem Flughafen ein Flugzeug für den ersten Start des Tages bereitsteht.

Ryanair: Der Check-in

Ryanair bemüht sich, keine vermeidbaren Kosten für das Unternehmen zu verursachen. Daher sind die Kunden angehalten, den Check-in selbst online oder mit der Ryanair App vorzunehmen und die Bordkarten eigenhändig auszudrucken. Der selbstständige Check-in ist kostenlos, die Fluggesellschaft bietet dazu verschiedene Zeitfenster an:

Das Prozedere ist einfach. Während des Check-ins gibt der Fluggast an, unter welchem Namen er einchecken und mit welchem Dokument (Personalausweis oder Reisepass) er sich ausweisen möchte. Ryanair benötigt unter anderem die Pass- oder Ausweisnummer, das Land der Ausstellung der Papiere sowie die Gültigkeitsdauer. Nach der Wahl eines Sitzplatzes folgt das Ausdrucken der Bordkarte und der Check-in ist beendet.

Bei Bedarf ist der Check-in direkt am Flughafen möglich. Allerdings erhebt die Fluggesellschaft dafür bei den meisten Ticketarten Gebühren in Höhe von 55 Euro. Fehlt nur die Bordkarte, werden 20 Euro fällig.

Fluggesellschaft Ryanair: Das Handgepäck

Ryanair erlaubt pro Fluggast ein Stück Handgepäck, ohne extra Gebühren zu erheben. Das Handgepäck muss unter den Sitzplatz vor dem eigenen passen und darf folgende Maße nicht überschreiten:

Das bedeutet, dass die Fluggesellschaft eine etwas größere Handtasche, eine Laptoptasche oder einen kleinen Rucksack kostenlos in der Kabine transportiert.

Genügt das als Reisegepäck nicht, bietet die Fluggesellschaft die Option „Priority & zwei Handgepäckstücke“ gegen einen Aufpreis an. In diesem Fall gehen die Fluggäste über die Priority-Warteschlange an Bord und dürfen ein Handgepäckstück, das unter den Sitz passt, sowie ein größeres Gepäckstück, das im Gepäckfach verstaut wird, mit an Bord nehmen. Das zweite Gepäckstück (z. B. ein Rollkoffer) muss in den Gepäckchecker passen (max. 55 x 40 x 20 cm) und darf nicht mehr als zehn Kilogramm wiegen. Grundsätzlich sind Duty-free-Tüten zusätzlich zum Handgepäck in der Kabine erlaubt.

Fluggäste, die mehr als nur Handgepäck mitnehmen möchten, können dieses gegen eine Gebühr aufgeben. Das gilt auch für Sportgeräte oder Musikinstrumente. Ryanair rät, das Gepäck möglichst frühzeitig aufzugeben, die Schalter öffnen zwei Stunden vor dem Start und schließen 40 Minuten vor dem Abflug.

Ryanair: Erstattung von Tickets

Wenn Reisende ihren Flug nicht antreten können, zahlt Ryanair den Flugpreis in wenigen Fällen zurück. Eine Erstattung ist in folgenden Fällen möglich:

In allen anderen Fällen ermöglicht Ryanair lediglich die Erstattung der Steuern, die auf den Ticketpreis anfallen. Für diesen Service erhebt die Fluggesellschaft eine Gebühr.

Ryanair: Die Corona-Regeln der Fluggesellschaft

Zu den Corona-Regeln von Ryanair gehört das verpflichtende Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes auf dem gesamten Flughafen und an Bord des Flugzeugs. Die Flieger der Fluggesellschaft sind mit leistungsstarken HEPA-Filtern ausgestattet, die auch Viren und Bakterien zurückhalten. Trotzdem darf der Mund-Nasen-Schutz am Sitzplatz nicht abgenommen werden.

Ryanair weist seine Fluggäste darauf hin, dass sie eventuell weitere Reisedokumente ausfüllen müssen oder dass vor dem Boarding die Temperatur gemessen wird. Bei Fieber ist ein Flug nicht möglich. Die Fluggesellschaft fordert die Kunden auf, sich darüber zu informieren, welche Regeln für das geplante Flugziel gelten und ob eine Quarantäne erforderlich ist. Auf der Homepage leitet Ryanair Interessierte auf die Informationsseiten verschiedener Länder weiter. Dort finden sich die aktuellen Corona-Regeln, die für Einreisende an den jeweiligen Zielen gelten. Sollten die Informationen veraltet sein, übernimmt Ryanair dafür keine Haftung – die Fluggäste sind verpflichtet, sich den nötigen Überblick zu verschaffen.

Erstattungen im Rahmen der Corona-Regeln

Sofern Ryanair einen Flug gemäß Flugplan durchführt, haben Fluggäste kein Recht auf Erstattung des Ticketpreises, falls sie aufgrund von Fieber oder der am Zielort geltenden Corona-Bestimmungen nicht mitfliegen dürfen.

Allerdings bietet das Unternehmen unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, Flüge kostenlos umzubuchen. Die Umbuchungsgebühr entfällt, Fluggäste zahlen lediglich die Differenz beim Flugpreis.

Für Flüge, die am 1. oder 2. September gebucht wurden, erhebt Ryanair dagegen Umbuchungsgebühren.

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