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Passagiere wollten Geld zurück – jetzt dürfen sie nicht mehr mit Ryanair fliegen

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Von: Jana Wehmann

Ein Flieger der Airline Ryanair hebt ab.
Ryanair blockiert Passagiere, die sich das Geld für nicht angetretene Flüge zurückholen (Symbolbild). © Nicolas Economou/IMAGO

Ryanair nimmt Passagiere nicht mit, die sich zuvor das Geld für nicht angetretene Flüge zurückgeholt haben. Die Reisenden können zwar buchen, aber nicht mitfliegen.

Köln – Flug buchen, einchecken und fliegen – so einfach könnte es sein. Einige Ryanair-Kunden erleben derzeit jedoch anderes und stellen beim Einchecken fest, dass die Airline sie nicht mitnehmen wird. Der Grund: Sie haben sich bei Flügen, die wegen der Corona-Pandemie nicht angetreten wurden, das Geld zurückgeholt – und werden nun von Ryanair blockiert. Was ist passiert?

Ryanair
BrancheBilligfluggesellschaft
Gründung1984
SitzDublin (Irland)

Ryanair blockiert Passagiere: Flüge wegen Corona nicht angetreten – was ist passiert?

Einige Ryanair-Kunden befinden sich in einem Dilemma. Denn im Corona-Jahr 2020 sind wegen der Pandemie nicht nur einige geplante Flüge ausgefallen, auch haben sich viele Passagiere wegen einer Reisewarnung gegen den Flug entschieden. Obwohl viele Betroffene das Geld zurückgefordert haben, weigerte sich Ryanair zu zahlen. Wie die Airline betonte, müsse sie nach den Geschäftsbedingungen in solchen Fällen keine Erstattungen erbringen, heißt es in einem Medienbericht des Portals Moneysavingexpert.

Da aber einige Reisende aus Großbritannien auf ihr Geld bestanden haben, sollen sie sich die Kosten über ihre Kreditkartenfirma zurückgeholt haben. Das hat sich Ryanair offenbar gemerkt – und transportiert die Betroffenen nicht mehr. Das Problem: Die Fluggäste wussten davon bislang nichts, konnten die Flüge aber wie gewohnt buchen. Erst nachdem sie einchecken oder ihre Buchung ändern wollten, sei die Blockierung ersichtlich geworden. Das berichteten drei betroffene Passagiere gegenüber Moneysavingexpert.

Ryanair-Flüge nicht bezahlt – Gesetzesgrundlage unklar

Wer hat nun recht – die Passagiere oder Ryanair? Wirklich eindeutig ist die Situation nicht. Denn in den allgemeinen Geschäftsbedingungen der Airline steht, dass Ryanair Kunden die Mitnahme verweigern kann, wenn vorherige Flüge nicht bezahlt worden sind. Zudem betone die irische Fluggesellschaft, dass die Kosten für Flüge, die planmäßig durchgeführt werden, nicht erstattet werden. So stehe es in den Geschäftsbedingungen, die zumal jeder Passagier beim Kauf der Reisetickets einwilligen muss.

Auch die Gesetzeslage scheint nicht klar zu sein: Denn auch die britische Markt- und Wettbewerbsbehörde stellte die Ermittlungen gegen Ryanair bereits ein, so berichtet es auch das Luftfahrtnews-Portal Aerotelegraph. Ob Ryanair die Zahlungen rückerstatten müsse oder nicht, sei nicht eindeutig.

Wer nun in den kommenden Wochen mit der Fluggesellschaft verreist, sollte aufpassen und vorab den Status der Buchung überprüfen. In Nordrhein-Westfalen fliegt Ryanair vor allem vom Flughafen Weeze, Flughafen Dortmund, Flughafen Düsseldorf und Flughafen Köln/Bonn. (jaw) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren

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