Fernverkehr

A61 Sperrung: Teil-Öffnung bei Kerpen – wichtige Erleichterung für Anwohner

Im Hintergrund Stau auf der Autobahn A61 und links unten im Vordergrund ein Baustellenschild. (IDZRW-Montage)
+
Die A61 im Rheinland wird Richtung Venlo saniert – und dafür monatelang gesperrt. (IDZRW-Montage)
  • Oliver Schmitz
    VonOliver Schmitz
    schließen

Die A61 ist zwischen Dreieck Erfttal und Bergheim-Süd in Richtung Venlo für mehrere Monate. Für Anwohner gibt es aber eine Teil-Öffnung. Alle Infos im Überblick.

Erftstadt/Kerpen/Bergheim – Auch schon vor der Flutkatastrophe in NRW war die Autobahn A61 sanierungsfähig. Doch durch das Hochwasser in der Region mussten die Bauarbeiten erstmal verschoben werden. Seit dem Sommer 2022 wird die Sanierung der A61 nun nachgeholt. Zuerst ist die Strecke Richtung Venlo betroffen.

Bundesautobahn 61
AbkürzungA61
Verkehr60.000 Fahrzeugen pro Tag
Länge319,7 km
StartKaldenkirchen bei Venlo
EndeAutobahndreieck Hockenheim
BundesländerNordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

Sperrung A61: Ort, Länge, Umleitung – alle Infos im Überblick

  • Wo wird gesperrt? Die A61 ist zwischen dem Dreieck Erfttal und Bergheim-Süd in Richtung Venlo gesperrt. Seit Ende Juli und Anfang August gibt es weitere Sperrungen. Ab Mitte August gibt es für den Regional-Verkehr eine Teil-Öffnung bei Kerpen, aber für den Fernverkehr bleibt es bei der Vollsperrung.
  • Wann hat die erste Sperrung begonnen? Am Samstag, 2. Juli 2022
  • Wann endet die letzt Sperrung? Circa Ende November 2022
  • Warum wird gesperrt? Komplette Sanierung der Fahrbahn
  • Wie wird umgeleitet? Umleitungen sind jeweils mit rotem Punkt ausgeschildert. Für die Dauersperrung führen sie über fünf verschiedene Routen um die Baustelle herum (siehe unten). Zudem wird der Verkehr im weiteren Umfeld bereits über die Bundesstraßen B264/B477 und B477 geführt.

Die zweite Phase der Sanierung der A61 hatte am 4. Juli 2022 begonnen. Aufgrund der Sanierung ist die Strecke im Rhein-Erft-Kreis jetzt für mehrere Monate lang Richtung Venlo komplett gesperrt, jedoch gibt es ab Mitte August einige Ausnahmen für den Regionalverkehr. Dabei kann der Verkehr nicht auf die Gegenfahrbahn ausgelagert werden, teilte die zuständige Autobahn GmbH mit. Grund sei die „geringe Leistungsfähigkeit“. Zuletzt war die A61 im Rheinland im April gesperrt.

Die Sperrung soll voraussichtlich bis Ende November 2022 andauern. Danach ist aber für zwei Wochen erstmal nur eine Fahrspur Richtung Venlo geöffnet. Demnach wird die A61 Richtung Venlo im Bestfall wohl erst ganz zum Ende des Jahres 2022 wieder komplett befahrbar sein.

A61: Teil-Öffnung bei Kerpen – weitere Sperrung bei Bergheim

A61-Sperrung in Richtung Venlo

Vom 7. August bis voraussichtlich November 2022: Vollsperrung der A61 zwischen den Anschlussstellen Bergheim-Süd und Bergheim in Richtung Venlo.  

Vom 15. August bis voraussichtlich November 2022: Teil-Öffnung der A61 zwischen der Anschlussstelle Türnich und dem Autobahnkreuz Kerpen. Der regionale Verkehr kann die Autobahn-Strecke ab dann einspurig befahren. Zudem sind zwischen den Anschlussstellen Gymnich und Türnich in Fahrtrichtung Venlo zwei Spuren frei. Für den Fernverkehr bleibt es bei der Vollsperrung ab dem Dreieck Erfttal.

Ende Juli wurde die dritte Bauphase der A61-Sanierung erreicht. Diese bringt neue beziehungsweise weitere Sperrungen und Einschränkungen mit sich. Seit dem ist auch der Bereich bis zur Anschlussstelle Bergeim-Süd betroffen. Zeitweise gab es auch Sperrungen auf der Autobahn A4 in Richtung Aachen.

A61 Sperrung: Diese Autobahn-Umleitungen gibt es

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Umleitungs-Routen, je nach Richtung aus der man kommt.

So sehen die fünf Umleitungs-Routen für die A61 Sperrung aus.

Umleitung A61 Sperrung: Von Süden kommend (Route 1)

  • Ab Kreuz Koblenz A61 auf die A48 in Richtung Dernbach 
  • Ab Dreieck Dernbach auf die A3 in Richtung Köln 
  • Ab Kreuz Ratingen-Ost auf die A44 in Richtung Mönchengladbach
  • Ab Kreuz Neersen auf die A52 in Richtung Roermond (NL) 
  • Ab Kreuz Mönchengladbach auf die A61 in Richtung Venlo (NL)

Umleitung A61 Sperrung: Ab Dreieck Erfttal/Kölner Ring mit Ziel Venlo (Route 2)

  • Ab Dreieck Erfttal auf die A1 in Richtung Dortmund
  • Ab Kreuz Köln-Nord auf die A57 in Richtung Krefeld
  • Ab Kreuz Meerbusch auf die A52 in Richtung Mönchengladbach
  • Ab Kreuz Mönchengladbach auf die A61 in Richtung Venlo 

Umleitung A61 Sperrung: Über Aachen und Düsseldorf mit Ziel Venlo (Route 3)

  • Ab Kreuz Kerpen auf die A4 in Richtung Aachen 
  • Ab Kreuz Aachen auf die A44 in Richtung Düsseldorf
  • Ab Kreuz Holz auf die A46 in Richtung Heinsberg 
  • Ab Kreuz Mönchengladbach-Wanlo auf die A61 in Richtung Venlo 

 Umleitung A61 Sperrung: Ab Kerpen mit Ziel Venlo (Route 4)

  • Ab Kreuz Kerpen auf die A4 in Richtung Aachen
  • Ab Kreuz Aachen auf die A4 in Richtung Heerlen (NL) 
  • Ab Grenzübergang Vetschau auf die A76 (NL), dann auf die A2 (NL) und dann auf die A73 (NL) 

Umleitung A61 Sperrung: Von Süden/Kreuz Meckenheim kommend (Route 5)

  • Ab Kreuz Meckenheim A61 auf die A565 in Richtung Bonn
  • Ab Kreuz Bonn-Nordost auf die A59 in Richtung Köln
  • Ab Kreuz Köln-Porz auf die A3 in Richtung Oberhausen
  • Ab Kreuz Ratingen-Ost auf die A44 in Richtung Mönchengladbach
  • Ab Kreuz Neersen auf die A52 in Richtung Roermond
  • Ab Kreuz Mönchengladbach auf die A61 in Richtung Venlo 

Sperrung A61: Auch Fahrbahn Richtung Koblenz betroffen

Im letzten Schritt der A61-Sanierung im Rheinland wird auch die Fahrbahn Richtung Koblenz betroffen sein. Die Bauarbeiten der Strecke zwischen den Anschlussstellen Bergheim-Süd und Autobahndreieck Erfttal werden laut Autobahn GmbH im „kommenden Jahr“ – also 2023 – stattfinden. Eine Vollsperrung wird dabei aber nicht nötig sein. Nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 war die Autobahn A61 im Rheinland bereits mehrfach gesperrt.

A61-Sanierung – die wichtigsten Fakten

Gesamtlänge: ca. 13 km

Bauzeit: fünf Monate

Baubeginn: Juli 2022

Bauende: vorraussichtlich Ende November 2022

A61-Sperrung: Region kämpft gegen Dauerbaustelle

Vor allem für die Anwohner, Pendler und den Lieferverkehr der Region im Rhein-Erft-Kreis bringt die Vollsperrung der A61 große Probleme. In mehreren Städten regte sich daher auch Widerstand gegen das Projekt. Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler beispielsweise, sprach von einer „Hiobsbotschaft“.

„Ich stelle mir die Frage, ob es keine Alternative zu einer 5-monatigen Vollsperrung auf einer derart langen Strecke gibt“, betonte Mießeler noch im Juni. Er wolle sich „vehement gegen die Dauer und den Umfang der Vollsperrung“ wehren. Auch in Erftstadt. Kerpen und Bedburg hatten die Stadträte versucht, die geplante Vollsperrung zu verhindern. Der Wunsch: Die Autobahn GmbH solle auf Teilsperrungen ausweichen. Dem wurde zumindest etwas nachgekommen: Nach wochenlanger Vollsperrung gibt es eine Teil-Öffnung ab Mitte August. (os) Tipp: Fair und verlässlich informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Hinweis: Dieser Artikel wurde zuletzt am 12. August aktualisiert.

Mehr zum Thema

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion