1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Verkehr

Flughafen-Streiks in Osterferien abgewendet: Was die Einigung für Urlauber bedeutet

Erstellt: Aktualisiert:

Von: Max Müller

Eine Passagiermaschine startet vor der untergehenden Sonne vom Flughafen Frankfurt.
Endlich in die Sonne: Am streikenden Flughafen-Personal sollte das nicht mehr scheitern. © Boris Roessler/dpa

Streiks an Flughäfen sind vorerst abgewendet. Am Montag konnten alle Urlauber aufatmen – seit klar ist, dass sich die Tarifparteien geeinigt haben.

Köln – Die mutmaßlich größte Reisewelle seit Corona-Beginn steht bevor und an den Flughäfen in NRW wird in den Osterferien gestreikt: Es war ein Chaos-Szenario für deutsche Urlauber. Die Betonung liegt auf war, denn seit Montag (28. März) ist klar, dass es keine Streiks geben wird. Die Tarifparteien, die Gewerkschaft Verdi und der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS), haben sich geeinigt.

Streiks an Flughäfen: Verdi und Arbeitgeber einigen sich

„Nach langen Diskussionen über die Umsetzbarkeit der Anpassungsschritte und Höhen, sind wir uns nun aber doch noch einig geworden, wie wir diesen großen Schritt für die Branche bewältigen können“, so Rainer Friebertshäuser, Verhandlungsführer des BDLS. „Die Arbeitgeber haben endlich ein annehmbares Angebot vorgelegt“, ergänzt Verdi-Verhandlugnsführer Wolfgang Pieper. Ein zentrales Ergebnis: Ab dem 1. Januar 2024 sollen alle Angestellten in Ost- und Westdeutschland den gleichen Lohn erhalten.

Vorausgegangen waren massive Flugausfälle nach Streiks, unter anderem in Düsseldorf und in Köln/Bonn. In der sechsten Verhandlungsrunde konnte nun eine Einigung für die 25.000 Sicherheitskräfte erzielt werden. Innerhalb der nächsten 24 Monate sollen die Löhne schrittweise erhöht werden.

Flughafen Köln/Bonn und Düsseldorf: Kein Streik, trotzdem Chaos möglich

Zwar sind Streiks damit abgewendet – es bleibt aber dennoch abzuwarten, ob ein möglicher Ansturm an Ostern zum Beispiel am Flughafen Köln/Bonn und am Flughafen Düsseldorf wirklich so reibungslos abgewickelt werden kann. Denn durch die Corona-Pandemie sind viele Flughäfen personell unterbesetzt und neue Mitarbeiter können aufgrund einer aufwendigen Sicherheitsprüfung nicht kurzfristig eingestellt werden. Das könnte zur Folge haben, dass sich lange Schlangen an den Sicherheitsbereichen bilden. Deswegen empfiehlt die Lufthansa allen Reisenden, rechtzeitig da zu sein und Wartezeit einzuplanen.

So sieht die Lohnerhöhung für Beschäftigte am Flughafen konkret aus

(mm) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in Köln und NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant