1. 24RHEIN
  2. Leben im Westen
  3. Verkehr

9-Euro-Ticket: Darf ich meinen Hund im Zug mitnehmen?

Erstellt:

Von: Max Müller

Eine Frau hat in der einen Hand ihren Hund und in der anderen ein Kind, während sie sich auf die Rolltreppe im Hauptbahnhof Berlin begibt.
Katzengroße Hunde dürfen kostenlos mitfahren. © Annette Riedl/dpa

Mit dem 9-Euro-Ticket können Reisende ab 1. Juni quer durch Deutschland fahren. Wer seinen Hund mitnehmen möchte, sollte jedoch das Kleingedruckte beachten.

Köln – Am 1. Juni startet das 9-Euro-Ticket. Der Sommerurlaub an der Küste oder am Bodensee kann mit dem 9-Euro-Ticket günstig werden – zumindest in puncto Anfahrt. Für viele Menschen bleibt allerdings ein Problem: wohin mit meinem Hund? Die einfachste Möglichkeit: einfach mitnehmen. Doch wie funktioniert das überhaupt in den Zügen des Nahverkehrs? Nicht nur in jedem Bundesland gelten unterschiedliche Konditionen für die Hundemitnahme, auch in den teilweise verschiedenen Verkehrsverbänden der Bundesländer gibt es keine einheitliche Regelung.

Dabei sollte das 9-Euro-Ticket gerade nicht kompliziert sein. Die Idee: Für 9 Euro dürfen Bürger im Nahverkehr 30 Tage quer durch Deutschland fahren. Erst im zweiten Moment stellen Urlauber die Frage: Gilt das Ticket dann auch für meinen Hund?

9-Euro-Ticket: Wann der Hund gratis mit darf, hängt vom Bundesland ab

Die Antwort lautet: Ob das 9-Euro-Ticket die Mitnahme eines Hundes abdeckt, hängt von zwei Faktoren ab. Die haben per se gar nichts mit dem 9-Euro-Ticket zu tun, denn es gibt bestehende Regeln, wie und zu welchem Preis Hunde Zügen mitfahren dürfen. Relevant sind:

  1. Größe des Hundes: Sofern der Hund in einer verschließbaren Box transportiert wird, ist die Mitnahme kostenlos. Ist er dafür zu groß, kann es sein, dass ein Extra-Ticket fällig wird.
  2. Route: Das hängt wiederum davon ab, wo man mit dem Zug fährt. Man sollte sich seine Route nämlich sehr genau anschauen. Durch welche Bundesländer führt sie? Welche Verkehrsverbünde werden genutzt? Denn: die Mitnahme eines Hundes ist zum Beispiel im VRS in Nordrhein-Westfalen kostenlos, in vielen anderen Tarifgebieten muss eine Kinderfahrkarte zusätzlich gelöst werden.

9-Euro-Ticket: Hunde müssen in einer Transportbox reisen oder angeleint sein

Im Zug gilt: Hunde müssen immer vor, unter oder neben dem eigenen Platz sitzen oder liegen. Sofern der Hund nicht in einer Transportbox reist, muss er angeleint sein und einen Maulkorb tragen, betont die Deutsche Bahn auf ihrer Homepage. Eine Kapazitätsgrenze gibt es – im Gegensatz zur Mitnahme von Fahrrädern – nicht.

Übrigens: Durch das 9-Euro-Ticket werden Länder-Tickets zwischen Juni und Ende August zwar obsolet. Wenn man sie danach allerdings wieder eines kauft („Quer-durchs-Land-Ticket“), sollte man beachten, dass ein Hund wie ein erwachsener Mitfahrer zählt. Wer zum Beispiel mit drei Personen und einem Hund unterwegs ist, muss ein Ticket für vier Personen kaufen. Auch dem Ticket müssen die Namen eingetragen werden, in einer der Zeilen sollte dann bei „Name“ der Begriff „Hund“ stehen.

Hundemitnahme im Fernverkehr

Wer mit ICE, EC oder IC unterwegs ist und seinen Hund mitnehmen möchte, muss wie im Nahverkehr auch, die Größe des Hundes beachten. Ist er kleiner als eine Hauskatze, fährt er kostenlos mit. Ist er größer, muss man den Preis in Höhe einer Kinderfahrkarte bezahlen.

Bei der Buchung sollte man beachten: Tickets für Hunde können zwar online gekauft werden, müssen aber per Post verschickt werden. Deswegen sollte man drei bis fünf Tage Vorlauf einplanen. Die schnellere Alternativ ist, die Fahrkarte in einem DB-Reisezentrum oder an einem Automaten zu lösen. Im Zug gilt: Hunde müssen immer vor/unter/neben dem eigenen Sitzplatz sitzen oder liegen. Deswegen benötigen sie auch keine eine Sitzplatzreservierung.

9-Euro-Ticket: Die wichtigsten Infos im Überblick

(mm) Fair und unabhängig informiert, was in NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

Auch interessant