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VRS erhöht Preise: Bus und Bahn werden teurer – 20 Cent mehr für die Einzelfahrt

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Von: Nina Büchs

Eine KVB-Bahn der Linie 1 steht auf der Aachener Straße in Köln.
Wer in Köln mit der KVB unterwegs ist, muss bald mehr für Tickets bezahlen, der VRS erhöht die Preise. © Christoph Hardt/Panama Pictures/Imago

Wer in Köln oder Bonn mit Bus und Bahn unterwegs ist, zahlt bald mehr: Der VRS erhöht zum 1. Januar 2023 die Preise. Die Preise steigen deutlich.

Köln – Wer im kommenden Jahr ein Ticket im VRS (Verkehrsverbund Rhein-Sieg) kaufen will, muss ab Januar 2023 tiefer in die Tasche greifen. Mit Bus und Bahn im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) fahren, wird dann spürbar teurer. Der Ticket-Preis steigt 2023 um durchschnittlich 5,44 Prozent.

VRS erhöht Preise: Tickets werden teurer – Erhöhung im Überblick

Die Preiserhöhung wird in zwei Stufen umgesetzt.

Preiserhöhung im VRS: Wie teuer werden die Tickets ab 1. Januar 2023

Aktuell kostet die Fahrt in der Preisstufe 1a noch 2,50 Euro – ab Januar 2023 zahlen Kunden 10 Cent mehr. Wer zum Beispiel mit einer Einzelfahrtkarte durch Köln fährt, zahlt aktuell noch 3 Euro am Fahrkartenautomat. Ab 2023 werden dann 3,20 Euro fällig. Eine Der Preis steigt damit um 20 Cent.

Die Preise werden für Einzelfahrten sowie für Wochen- und Monatsticket. Die aktuellen Preise der VRS und die Preisänderung im Vergleich, in Klammern die Preise für das Jahr 2022 (Auszug):

Kurzstrecke1a1b2a2b
Einzelfahrt2,10 € (2 €)2,60 € (2,50 €)3,20 € (3 €)3,20 € (3 €)4,20 € (4 €)
Einzelfahrt Kinder1 € (1 €)1,40 € (1,30 €)1,70 € (1,60 €)1,70 € (1,60 €)2,10 € (2 €)
4erTicket Erwachse8,40 € (8 €)10,40 € (10 €)12,80 € (12 €)12,80 € (12 €)16,80 € (16 €)
4erTicket Kinder4,00 € (4 €)5,60 € (5,20 €)6,80 € (6,40 €)6,80 € (6,40 €)8,40 € (8 €)
24StundenTicket 1 Person6,30 € (7,50 €)7,70 € (9,10 €)7,70 € (9,10 €)10,10 € (11,40 €)
24StundenTicket 5 Personen11,60 € (10,60 €)15,20 € (13,80 €)15,20 € (13,80 €)19,10 € (17,40 €)

KVB, SWB: Wie steigen Preise in Köln, Bonn und Leverkusen?

Zum Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) gehören die Städte Köln, Bonn, Leverkusen, Monheim und die Landkreise Rhein-Erft-Kreis, Rhein-Sieg-Kreis, Rheinisch-Bergischer Kreis, Oberbergischer Kreis und Kreis Euskirchen. Es gelten in dieser Region also einheitliche Tickets und Preise. Das bedeutet, dass unter anderem auch bei den Kölner Verkehrsbetrieben (KVB) und den Stadtwerken Bonn (SWB) die Tarife angehoben werden.

VRS: Warum werden die Preise erhöht?

Hintergrund für die Preiserhöhung sei die dramatische Kostenentwicklung für Energie, Material und Personal, so werden für 2023 zwischen 13 und 17 Prozent Mehrkosten für die Verkehrsunternehmen prognostiziert, teilt der VRS mit. Hinzu kämen immer noch zu erwartende coronabedingte Einnahmeausfälle, die aktuell etwa minus 20 Prozent betragen, heißt es.

VRS – der Verkehrsverbund Rhein-Sieg

Der VRS ist der Verbund für den öffentlichen Personennahverkehr in der Region Köln/Bonn. Im Norden grenzt der VRS an den VRR Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (Düsseldorf, Ruhrgebiet), im Osten an den Westfalentarif, im Süden an den Verkehrsverbund Rhein Mosel. Etwa 3,5 Millionen Menschen leben im Tarifgebiet des VRS.

Zuletzt hatte auch der VRR eine Preiserhöhung angekündigt: Um durchschnittlich 3,9 Prozent werden die Tickets im Bereich des VRR teurer. (nb) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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