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Neue Preise im VRS: Welche Tickets ab sofort teurer sind

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Von: Jonah Reule

Ein Passagier entwertet ein Viererticket der VRS an einem Bahnhof
Der VRS erhöht zum 1. Januar 2023 wieder die Preise für Fahrkarten © Oliver Berg/dpa

Bahnkunden müssen sich 2023 im VRS-Gebiet auf eine Preiserhöhung einstellen. Für Nutzer des „JobTicketLight“ hat der VRS aber eine frohe Botschaft.

Köln – Bus und Bahnfahren wird 2023 wieder teurer. Der Verkehrsverbund Rhein-Sieg (VRS) erhöht ab Januar seine Ticketpreise. Betroffen davon sind nahezu alle von der VRS angebotenen Fahrkarten, wie der Verkehrsverbund mitteilte. Neben den Preiserhöhungen wurde auch angekündigt, das begehrte „JobTicketLight“ in den Regelbetrieb aufzunehmen.

VRS erhöht 2023 die Preise

► Zum 1. Januar 2023 erhöht die Preise.

► Die Preise steigen im Durchschnitt um 3,5 Prozent an.

► Kunden können Tickets an allen Standorten von Verkehrsunternehmen im VRS Gebiet kaufen, wie zum Beispiel bei der KVB.

VRS: Preiserhöhung wegen steigender Kosten

Die Erhöhung der Fahrpreise gilt als unpopuläre Maßnahme, sei aber unausweichlich, sagte der VRS. „Diese Kosten steigen von Jahr zu Jahr. Um weiterhin das Ver­kehrs­an­ge­bot aufrechter­hal­ten sowie investieren zu können, ist es nötig, die höheren Kosten aufzufangen“, erklärte der Verkehrsverbund. Als steigende Kostenpunkte gelten unter anderem Fahrstrom, Kraftstoffe, Personalgehälter und Material- und Reparaturkosten.

Um sicher planen können, benötige der VRS eine verlässliche Prognose zu den Fahrgeldeinnahmen. Mit der Preisanpassung könne eine verlässliche Planung für die nächsten Jahre gewährleistet werden, so der Verkehrsverbund. Wenn das 49-Euro-Ticket eingeführt werde, sollen die Tarife trotzdem weiter gelten. Diese seien vor allem für Gelegenheitsfahrer von großer Bedeutung, erklärte der VRS. Handytickets bleiben auch in 2023 ein wenig günstiger.

Für Kunden, die nach der Einführung des 49-Euro-Tickets gerne auf den national einheitlichen Preis für den ÖPNV umsteigen wollen, hat der VRS bereits erste Informationen veröffentlicht. Mit dem Deutschlandticket können bundesweit alle Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr genutzt werden.

VRS: Was kosten Fahrkarten ab 2023?

„Zum 1. Januar 2023 werden die Preise im Durchschnitt um 3,5 Prozent erhöht“, heißt es beim VRS. Einzeltickets auf der Kurzstrecke werden um 10 Cent teurer und kosten ab 2023 dann 2,10 Euro. Der Preis für das Viererticket für Erwachsene erhöht sich von 8 Euro auf 8,40 Euro. Mit Kurzstrecken-Tickets können vier Haltestellen gefahren werden.

Preisstufen des VRS im Überblick

Kurzstrecke: Gilt nur, wenn maximal 4 Haltestellen gefahren werden. Einzeltickets kosten künftig 2,10 Euro. Vierertickets 8,40 Euro.

Preisstufe 1a: Gilt innerhalb einer Stadt. Einzeltickets kosten 2,60 Euro, Viererkarten 10,40 Euro. Das Monatsticket kostet 84,40 Euro.

Preisstufe 1b: Gilt innerhalb einer Stadt. Einzeltickets kosten ab 2023 3,20 Euro, vier Personen fahren für 12,80 Euro. Das Monatsticket kostet 114 Euro.

Preisstufe 2a: Gilt zwischen zwei angrenzenden Städten. Einzeltickets kosten künftig 3,20 Euro, Vierertickets 12,80 Euro. Das Monatsticket kostet 114 Euro.

Preisstufe 2b: Gilt zwischen zwei angrenzenden Städten. Einzeltickets kosten künftig 4,20 Euro, Vierertickets 16,80 Euro. Das Monatsticket kostet 143,70 Euro.

Preisstufe 3: Gilt für mehrere Städte und Gemeinden. Einzeltickets kosten ab 2023 5,60 Euro, Vierertickets 22,40 Euro. Das Monatsticket kostet 173,60 Euro.

Preisstufe 4: Gilt für mehrere Städte und Gemeinden. Einzeltickets kosten ab 2023 8,60 Euro, Vierertickets 34,40 Euro. Das Monatsticket kostet 259,30 Euro.

Im Einzelnen ergeben sich folgende neuen Preise:

VRS-Preiserhöhungen bei Preisstufe 1a:

Preiserhöhungen in den VRS-Preisstufen 1b, 2a, und 2b:

Preiserhöhung in den Preisstufen 3, 4, 5, 6 und 7:

Zeitkarten: Tagestickets teils günstiger – Wochen- und Monatsticket kosten mehr

Für Menschen, die innerhalb eines Tages öfter die Busse und Bahnen des Verkehrsverbunds Rhein-Sieg nutzen möchten, lohnt sich womöglich ein 24-Stunden-Ticket. Für Einzelpersonen senkt der VRS sogar die Preise. Das Tagesticket für Gruppen wird dagegen teurer. Konkret bedeutet das folgendes:

VRS-Preise für 24-Stunden-Tickets:

Kunden, die Zeitkarten nutzen möchten, trifft die Preisanpassung 2023 ebenso. Für Wochen- und Monatstickets ergeben sich im Einzelnen folgende Preise:

VRS-Preisanpassung bei Wochen- und Monatskarten:

VRS nimmt „JobTicketLight“ in den Regelbetrieb auf

Firmen und Arbeitnehmer können sich trotz der bevorstehenden Preiserhöhung der VRS auf das neue Jahr freuen. „Aufgrund der guten Resonanz geht das JobTicketLight zum 01. Januar 2023 in den Regelbetrieb über“, erklärte der VRS. Bis zum Herbst hatten 75 Unternehmen in der Region einen „JobTicketLight“-Vertrag abgeschlossen. Als Bedingung für die Teilnahme am Programm hatte der VRS im Mai 2021 festgelegt, dass Unternehmen mindestens 10 Verträge abschließen müssen.

So funktioniert das „JobTicketlight“

► Arbeitnehmer können das Ticket über ihren Arbeitgeber beantragen.

► Die Finanzierung teilen sich Arbeitgeber, Arbeitnehmer und VRS auf.

► Der Arbeitgeber zahlt den Arbeitgeberzuschuss. Die Höhe des Beitrags richtet sich nach der ausgewählten Preisstufe.

► Der VRS zahlt pro Ticket einen Zuschuss von 17,70 Euro und 30,40 Euro. Die Höhe des Rabatts ist ebenso von der Preisstufe abhängig.

► Für Arbeitnehmer bleibt ein Restbetrag zu zahlen. Je nach Preisstufe liegt dieser bei 53,10 Euro bis 245,80 Euro im Monat.

► Der Restbetrag wird über den Arbeitgeber an den Verkehrsverbund Rhein-Sieg überwiesen.

► Um am „JobTicketLight“-Programm teilnehmen zu können, müssen Arbeitgeber mindestens 10 Verträge mit dem VRS abschließen.

Das „JobTicketLight“ setzt sich aus drei Komponenten zusammen: dem Arbeitgeberzuschuss, dem VRS-Rabatt und dem Nutzerpreis. Beim Arbeitgeberzuschuss zahlt der Arbeitgeber einen Teil der Kosten des Tickets. Die Höhe sei abhängig von der gewählten Preisstufe, so der VRS. Für die Preisstufen 1a und 2a liegt der Anteil bei mindestens 30 Euro pro Monat. In den Presistufen 1a bis 7, bei mindestens 40 Euro jeden Monat.

Pro Ticket gewährt der Verkehrsverbund Rhein-Sieg einen Rabatt. Dieser ist ebenfalls von der Preisstufe abhängig und liegt zwischen 17,70 Euro in der Stufe 1a und 30,40 Euro in Preisstufe 7. Für die Arbeitnehmer bleibt dann noch der Restpreis übrig. Je nach Preisstufe liegt der Nutzerpreis zwischen 53,10 Euro und 245,80 Euro. Der Betrag wird laut VRS vom Arbeitgeber überwiesen. (jr) Fair und unabhängig informiert, was in NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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