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Nebenkosten in NRW sind besonders teuer – Überraschend, in welchen Städten am meisten geblecht werden muss

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Von: Nina Büchs

Blick in eine Straße mit Wohnhäusern in Nordrhein-Westfalen.
In NRW sind die Wohnnebenkosten besonders teuer © Marcel Kusch/dpa

Hohe Mietkosten sind in Deutschland ein leidiges Thema. Aus einer neuen Studie geht nun hervor, dass es auch erhebliche regionale Unterschiede bei den Wohnnebenkosten gibt.

Köln – Der Wohnungsmarkt ist in vielen Städten und Ballungsräumen ein Albtraum. Über viel zu hohe Mieten für zu wenige Quadratmeter wurde in den vergangenen Jahren schon häufig berichtet. Eine neue Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) zeigt nun: Auch die Nebenkosten fallen je nach Region besonders hoch aus. So zum Beispiel auch in Nordrhein-Westfalen.

Wohnnebenkosten in NRW besonders teuer – Was wird in den Nebenkosten berechnet?

In Deutschland wurde im Jahr 2018 durchschnittlich 2,70 Euro pro Quadratmeter für die monatlichen Nebenkosten gezahlt, geht aus der im Dezember veröffentlichten Studie hervor. Davon werden im Schnitt 1,40 Euro pro Quadratmeter für die warmen Nebenkosten und 1,30 Euro für die kalten Nebenkosten berechnet.

Warme Nebenkosten beinhalten zum Beispiel Heiz- und Wasserkosten und machen fast die Hälfte der gesamten gezahlten Nebenkosten aus.

Zu den kalten Nebenkosten zählt unter anderem die Grundsteuer, aber auch die Gebäudereinigung und Müll- oder Abwassergebühren.

Ranking: NRW schneidet bei kalten Nebenkosten besonders schlecht ab – und es wird noch teurer!

Der Studie liegt ein Ranking zugrunde, dass die regionalen Unterschiede der Nebenkosten in den verschiedenen Bundesländern zeigt. Daraus geht hervor, dass die kalten Nebenkosten in Nordrhein-Westfalen im Vergleich zum Bundesdurchschnitt besonders hoch sind. Besonders viel müssen Mieter dafür in Bonn, Leverkusen und Düsseldorf blechen. Dort werden Kosten in Höhe von 1,94 bis 1,98 Euro pro Quadratmeter fällig. Aber nicht nur die Großstädte, sondern auch einige weitere Kreise des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen zeichnen sich durch besonders hohe, kalte Betriebskosten aus.

Während die Menschen in NRW bei den kalten Betriebskosten jedoch verhältnismäßig viel zahlen müssen, ist es bei den warmen Betriebskosten das günstigste Bundesland. Stattdessen zahlen die Deutschen im Osten und in der Nähe der Alpen am meisten für die warmen Nebenkosten.

Nebenkosten im Vergleich: Warum sind die kalten Betriebskosten in NRW besonders hoch?

„NRW fällt bei den Müllgebühren und der Grundsteuer auf“, erklärt Michael Voigtländer, Leiter des Kompetenzfelds Immobilienmärkte am IW Köln gegenüber dem Kölner Stadt-Anzeiger. Zuletzt berichteten verschiedene Medien über einen Anstieg der Müllgebühren in verschiedenen Städten in NRW. So sollen die Kosten für die Abfallentsorgung unter anderem in Düsseldorf, Mönchengladbach, Langenfeld, Monheim steigen. Laut einer Studie des Eigentümerverbands Haus- und Grund, die im Jahr 2019 veröffentlicht wurde, sind NRW-Städte bei der Müllentsorgung generell eher teurer. Am meisten müsse für die Abfallversorgung in Leverkusen, Moers und Bergisch Gladbach gezahlt werden. (nb)

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