Alle besiegt, dann pünktlich in die Schule: 11-jähriger Deutscher wird Pokémon-Europameister

Aktualisiert:

Von: Noah Struthoff

Der 11-jährige Fabian Musikant krönt sich zum Pokémon-Europameister! Der Deutsche lieferte vor tausenden Fans ab und musste dann pünktlich zur Schule.

Pokémon hat nach London zur Europameisterschaft eingeladen und einer der kleinsten Gäste war am Ende einer der größten Stars auf der Bühne. Der 11-jährige Fabian aus Deutschland lieferte nämlich am Sonntagabend vor tausenden Fans in London so richtig ab und krönte sich zum Pokémon-Europameister, genauer gesagt zum Europe VG Junior Champion.

11-Jähriger besiegt alle auf der großen Bühne – krönt sich zum Pokémon-Europameister

Alle Gegner bei einem der größten Turniere besiegen, auf der Bühne vor tausenden Fans abliefern, den Europameister-Titel einsacken und das auch noch mit gerade mal 11 Jahren. Genau das erlebte jetzt Fabian Musikant aus Deutschland. Er spielt hobbymäßig Pokémon auf der Nintendo Switch und trat damit bei den Pokémon-Europameisterschaften in London an.

Jährlich veranstaltet Pokémon große Turniere überall auf der Welt – sogenannte Internationalmeisterschaften. Neben dem Turnier in Europa finden auch Wettbewerbe in Nord- und Südamerika statt. Wer hier gewinnt oder zumindest weit kommt, der sammelt wichtige Turnierpunkte, um am Ende dann bei der großen Weltmeisterschaft anzutreten.

Genau bei dieser Internationalmeisterschaft in London räumte Fabian so richtig ab. Er setzte sich in den Vorrunden gegen alle seine Gegner durch und stand dann am Sonntagabend auf der ganz großen Bühne in London. Dort trat er gegen den Franzosen Ismael Hoggui an und setzte sich durch. Damit ist er in Europa der VG Junior Champion – also der Europameister in der Junior-Klasse.

Fabian Musikant auf der Pokémon-Bühne mit geballten Fäusten.
Der 11-jährige Fabian Musikant feiert seinen Sieg bei der Pokémon-Europameisterschaft. © Pokémon

Sieg bei der Pokémon Europameisterschaft – aber lieber Schulbank statt Titel-Feier

Nach dem Sieg stand Fabian zunächst etwas ungläubig auf der Bühne, während seine Eltern schon stolz von unten zujubelten. Neben den Eltern waren tausende Pokémon-Fans, die den Sieg von Fabian ebenfalls lautstark feierten. Im anschließenden Interview auf der Bühne wirkte der 11-Jährige nach seinem dominanten Sieg etwas schüchterner, womit er dann die letzten Herzen in der Arena eroberte. Er freue sich über seinen Sieg und lobte auch seinen Gegner – sie sind laut eigenen Aussagen befreundet und da mache das gegeneinander spielen dann gleich doppelt Spaß.

Wir von IPPEN.MEDIA trafen Fabian nach seinem Sieg dann noch für ein kurzes Interview. Dort erzählte er, dass er vor etwa 3 Jahren mit dem Pokémon spielen angefangen hat. Sein Bruder motivierte ihn zu diesem Schritt. Nachdem er online alle Gegner besiegt hatte, merkte er schnell, dass er auf der Bühne stehen möchte. Sein großes Ziel: Einmal Pokémon-Weltmeister zu werden. Ob er denn schon in diesem Jahr bei der Weltmeisterschaft im kalifornischen Anaheim sein Glück probieren möchte? Es folgte ein zögerlicher Blick zu seiner Mama, denn Fabian erklärte, dass so eine Reise ja schon ganz schön teuer sei. Sie stimmte aber zu, immerhin unterstützt Pokémon einige Spieler bei den Reisekosten – so auch den frisch gebackenen Europameister Fabian.

Fabian Musikant hält eine Trophäe in der Hand.
Fabian Musikant mit der Sieger-Trophäe der Pokémon-Europameisterschaft. © Pokémon

Nach dem Interview ging es für Fabian dann aber nicht mal mehr zur Siegerehrung. Seine Familie und er mussten einen Flieger nach Deutschland bekommen. Am nächsten Morgen stand nämlich wieder Schule und nicht mehr Pokémon auf dem Plan. Einige seiner Freunde haben sein Final-Match gesehen, berichtete er. Ansonsten ist sein erfolgreiches Hobby in der Schule aber kein großes Thema – und so zeigt sich Fabian am Ende ganz bescheiden: Einmal kurz Europameister in London werden, tausende Fans begeistern und am nächsten Tag wieder Mathe und Englisch in der Schule büffeln. Letzteres braucht er dann spätestens im Sommer, wenn es für ihn zu der Weltmeisterschaft in die USA geht.

Kommentare

$Teilen