Kann Verdansk CoD Warzone retten? Es braucht mehr als Nostalgie und schöne Grafik
Redakteur Maik Schneider zeigt die ersten, bekannten Unterschiede von Verdansk in CoD Warzone und begründet, warum er trotzdem wenig Optimismus hat.
Verrückt, was so ein Trailer manchmal auslösen kann. Nostalgie ist schon ein irres Gefühl. Ich weiß ganz genau, dass es die Warzone nicht mehr gibt, die wir damals hoch- und runtergespielt haben. Doch ein paar Bilder aus dieser Zeit und der Gedanke, dass die Map von damals bald zurückkommt, reichen für eine angenehme Gänsehaut. Ich hab' Bock und steige auf jeden Fall ein, wenn Verdansk am 3. April 2025 mit Season 3 zurückkommt. Viel Hoffnung habe ich aber trotzdem nicht für Call of Duty: Warzone.

Verdansk ist zurück: Das sind die Unterschiede
Der Trailer stellt neben der neuen/alten Map Verdansk auch Änderungen vor, die von einigen Entwicklern erklärt werden. Klar ist jetzt: Verdansk ist ein Remake, das „vom Grund auf neu aufgebaut“ wurde. Es wurden also wahrscheinlich viele Ressourcen in die Erstellung der Nostalgie-Map gesteckt. Im Trailer heißt es, „jedes Gebäude, jede Straße, jedes Detail wurde vorsichtig verfeinert.“ So wurden leere, optisch langweilige Areale angepasst – von denen Verdansk damals viele hatte – und aufgewertet: mehr Gras auf den Wiesen, mehr Schlamm auf den Straßen und mehr Deckungen an ungeschützten Orten. Reddit hat direkt vorgelegt und einige Vergleichsbilder gesammelt:
Auf den Bildern ist gut zu sehen, wie nah dran die neue Version am Original ist. Selbst bei genauerem Hinsehen sind kaum große Unterschiede zu entdecken. Was man im Detail erkennt, kommt gut bei mir an – das grafische Update ist kaum zu übersehen, auch wenn die Bildqualität zu wünschen übrig lässt. Die Entwickler versprechen:
- Neue, verbesserte Texturen
- Bessere Render-Qualität
- Mehr Genauigkeit beim Licht (z.B. Übergang von hellen zu dunklen Bereichen)
- Kleinere Leaks zu den Verdansk-Anpassungen
Man spricht von einem „More Immersive Playspace“ – die Entwickler werden schon wissen, was das bedeutet. Aber es klingt gut. Der Trailer macht auf jeden Fall Lust auf mehr und bringt mich zurück zur Warzone. Wie lange der Spaß anhält, steht allerdings auf einem anderen Blatt. Denn Warzone ist nicht mehr Warzone.
Bleiben die Probleme, bleibe ich nicht
Die Probleme der Warzone lagen für mich nie bei den Maps. Ich konnte selbst mit „Caldera“ was anfangen, der Vulkaninsel, die zum Ende von Warzone 1 eingeführt wurde. Meine Leute waren mit dabei, wir haben auf der Insel randaliert und hatten unseren Spaß. Technisch war Warzone 1 am Ende, weil es eigentlich nicht geplant war, das Battle Royale über Modern Warfare 2019 hinaus zu betreiben. Doch es war zu erfolgreich, um es sterben zu lassen.
Weil Call of Duty kurzfristig die Pläne ändern musste, hatte man immer Probleme mit dem Content-Nachschub bei Warzone 1. Und der Content, der kam, war teilweise verbuggt. Dazu kamen Probleme mit Cheatern. Wir waren einfach gelangweilt von den Inhalten und genervt von den Fehlern. Warzone 2 – die aktuelle Warzone – ist an einem ähnlichen Punkt, aber mit anderen Problemen. Hier wurden stellenweise zu viele Änderungen und Neuerungen eingebracht, aber genau wie damals kamen die fundamentalen Spielsysteme zu kurz. Warzone steht sich selbst im Weg und eine Nostalgie-Map ändert daran nichts.

Feiern würde ich hingegen, wenn Warzone einen Neustart mit Season 3 versucht, die alten Spielsysteme von Warzone 1 mit neuer Technik sauber zurückbringt und den aussortierten Content sinnvoll und scheibchenweise wieder einführt. Für Rückkehrer wie mich wäre das eine Top-Lösung – und es gibt mit Sicherheit mehr potenzielle Rückkehrer als aktuelle Spieler. Übrigens soll Verdansk wohl die letzte Chance für CoD Warzone sein.