Preisgestaltung bei Cordon Bleu sorgt für Diskussionen
In den sozialen Medien der Schweiz sorgen die Preise für Cordon Bleu für Aufregung. Kritik gibt es auch wegen der Portionsgröße
München – Die Schweiz und ihr Cordon Bleu – eine Liebesgeschichte, die manchmal ins Stocken gerät. Wenn es um Preise geht, verstehen viele Eidgenossen keinen Spaß mehr. Das zeigt eine aktuelle Diskussion in sozialen Medien, wo ein Cordon-Bleu-Preis von 35,50 Schweizer Franken (38,20 Euro) in einem Schweizer Alpenort für heftige Debatten sorgte.
„Naja, 35,50 ist schon etwas teuer für `ne Vorspeise“, kommentierte ein User das Posting. Doch nicht nur Gäste ärgern sich über die Preisgestaltung. Ein Gastronom meldete sich zu Wort und kritisierte: „Als Gastronom sage ich, für diese schlechte Produktqualität und auch von der Menge, Abzockerpreis.“

Die Preis-Vorstellungen gehen weit auseinander
Die Diskussion zeigt: Die Meinungen über angemessene Cordon-Bleu-Preise gehen weit auseinander. Während einige den Preis von 35,50 Franken als überteuert empfinden, liegen solche Beträge durchaus im marktüblichen Rahmen. Laut aktuellen Marktdaten bewegen sich die Preise für die Spezialität in der Schweiz zwischen 22 und 49,50 Franken (23,66 bis 53,20 Euro).
Auch beim Münchner Oktoberfest gibt es immer wieder Diskussionen über die Preise.
Ein User verglich die Größe der Portion mit seiner Hand und fand den Preis „zu teuer“. Er schwärmte vom„Blauer Esel“ in Reiden, wo er für weniger Geld ein 500-Gramm-Cordon Bleu bekommen habe, das „sehr gut“ gewesen sei. Dort kostet ein 350-Gramm-Cordon-Bleu 22 Franken an, die XXL-Version mit etwa 900 Gramm kostet 40 Franken (43 Euro) .
Cordon Bleu - was ist das?
Cordon Bleu wird traditionell mit Kalbfleisch zubereitet, es gibt aber auch Varianten mit Hühnchen- oder Schweinefleisch. Gefüllt wird es mit Käse – häufig Gruyère oder Emmentaler – und Schinken. Hier wird in der Regel Kochschinken verwendet.
In Schweiz wird diese Spezialität in den meisten Restaurants angeboten und meist mit grünem Salat, Erbsen und Möhren sowie Pommes frites oder Klößen serviert.
Die Community hatte zahlreiche Alternativ-Tipps parat: Eine Nutzerin empfahl „den Leuen in Dulliken“, andere schwärmten vom „Isebähnli in Trimbach“, wo es jeden Dienstag ein Cordon-Bleu-Festival gebe. Dort kostet ein Schweins-Cordon-Bleu 29 Franken (31,19 Euro), die Kalbs-Variante 33 Franken (35,49 Euro) .
Cordon Bleu können Sie auch gut selbst zubereiten – zum Beispiel mit diesem Rezept.
Lob für Preise und Portionen
Ein User gab dem von einem User kritisierten „Isebähnli“ sogar „die Note 9 von 10“ und lobte: „Die Preise sind auch ok und die Portionen ebenso!“ Das Restaurant in Trimbach (Kanton Solothurn) ist besonders bei Motorradfahrern beliebt und veranstaltet seit über 30 Jahren jeden Donnerstag Europas größtes regelmäßiges Motorrad-Treffen .
Interessant: Während sich manche über 35,50 Franken aufregen, gibt es durchaus teurere Angebote. In gehobenen Restaurants kostet ein Kalbs-Cordon-Bleu bis zu 49,50 Franken. Die Preisspanne zeigt, wie unterschiedlich Qualität, Portionsgröße und Zielgruppe die Kalkulation beeinflussen.
Neben Geschmack zählt auch das Preis-Leistungs-Verhältnis
Die Diskussion macht deutlich: Beim Cordon Bleu geht es den Schweizern nicht nur um den Geschmack, sondern auch um das Preis-Leistungs-Verhältnis. Während die einen bereit sind, für Qualität mehr Geld zu zahlen, suchen andere nach dem besten Deal – und teilen ihre Geheimtipps gerne in den sozialen Medien.