Tomahawk-Steak richtig grillen: Schritt-für-Schritt-Anleitung und wichtige Infos rund um den Kauf
Macht was her auf dem Grill und schmeckt sensationell: Das Tomahawk-Steak ist das Highlight jedes Barbecues – wenn Sie es richtig vor- und zubereiten.
Den martialischen Namen hat es seinem Äußeren zu verdanken: Das Tomahawk-Steak heißt so, weil es aussieht wie das nordamerikanische Kriegsbeil. Es wird aus dem vorderen Rücken des Rindes geschnitten und ist damit im Grunde ein großzügig dimensioniertes Ribeye-Steak mit extra langem Knochen. Wer Steak vom Schwein lieber mag: Auch aus dem Saurücken lässt sich ein Tomahawk-Steak gewinnen. Preislich ist es mit rund 17 Euro deutlich günstiger als das Steak vom Rind.
Was kostet ein Tomahawk-Steak vom Rind und was sollten Sie beim Kauf beachten?
Günstig ist das Tomahawk-Steak nicht. Ein Steak wiegt zwischen einem und rund 1,4 kg und kostet je nach Größe etwa 60 bis 84 Euro. Je nach Hunger der Gäste reicht das bis zu sechs Zentimeter dicke Riesensteak für zwei bis drei Personen.

Einkaufen können Sie beim Metzger Ihres Vertrauens. Bestellen Sie es am besten vor, denn Tomahawk-Steaks haben selbst gut sortierte Fleischereien nicht automatisch vorrätig. Alternativ bestellen Sie online und lassen sich Ihr Beef vakuumiert und gut gekühlt liefern. Vom Einkauf im Supermarkt ist abzuraten. Das Steak, das man hier kaufen kann, ist häufig zu dünn geschnitten. Auf dem Grill wird es dann gar, bevor es sein volles Aroma entfalten kann.
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Achten Sie auf gute Fleischqualität
Nicht nur von der richtigen Zubereitung hängt ab, wie lecker Ihr Steak schmeckt: Auch artgerechte Haltung und die richtige Fleischrasse tragen maßgeblich dazu bei. Rassen wie Angus, Hereford, Pinzgauer oder Simmentaler zeichnen sich durch eine gute Marmorierung und feine Fleischfasern aus. Tomahawk-Steaks werden vorgereift verkauft und sind damit fertig für den Grill.
Dry Aged oder Wet Aged?
Grill-Gourmets sind sich einig: Ein Tomahawk-Steak, das mehrere Wochen in speziellen Reifekammern luftgetrocknet wird, entfaltet die besseren Aromen. Wet-Aged Steaks sind deutlich verbreiteter. Dabei wird das Fleisch direkt nach der Schlachtung vakuumverpackt und reift dann im Beutel auf dem Weg vom Schlachtort zur Verkaufsstätte nach. Beide Arten der Reifung sorgen letztlich dafür, dass das Fleisch am Ende mürbe und die Fasern zart sind.
Damit Ihr Tomahawk-Steak auch wirklich das Highlight der Grillparty wird, nehmen Sie es zwei Stunden vorher aus dem Kühlschrank. So bekommt das Fleisch Zimmertemperatur – das ist wichtig für das gleichmäßige Garen. Salzen Sie Ihr Steak mindestens 40 Minuten vor dem Grillen. Auf diese Weise dringt das Salz in die obersten Hautschichten ein und wird später auf dem Grill in der Kruste eingeschlossen – was geschmacklich nicht zu übertreffen ist! Mehr als Salz braucht das Steak übrigens nicht: Es hat von Haus aus schon jede Menge Eigengeschmack.
Tomahawk-Steak grillen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
Das Grill-Spektakel kann beginnen. Folgen Sie dafür einfach dieser praktischen Anleitung.
- Grillen Sie zunächst kurz die schmalen Seiten auf dem voll vorgeheizten Grill. Halten Sie dafür das Steak am Knochen. Keine Angst: Knochen sind schlechte Wärmeleiter und werden deshalb nicht heiß. Ziehen Sie trotzdem sicherheitshalber Grillhandschuhe an.
- Jetzt kommt die Vorderseite an die Reihe. Legen Sie das Tomahawk-Steak mittig auf den Grill und lassen Sie es dort rund 1,5 Minuten liegen.
- Sie wünschen sich für Ihr Steak das charakteristische, rautenförmige Brandingmuster? Dann drehen sie das Steak nun um 90 Grad und grillen es für weitere 1,5 Minuten.
- Wenden Sie das Steak mit einer Grillzange und grillen Sie auch die Rückseite auf diese Weise.
- Anschließend ziehen Sie das Tomahawk-Steak mithilfe der Grillzange in die indirekte Hitzezone und stellen etwa 110 Grad Celsius ein. Jetzt müssen Sie warten. Je nach Dicke des Steaks bis zu einer Stunde.
- Stecken Sie ein Grillthermometer seitlich an der dicksten Stelle ins Fleisch. Wichtig dabei: Um die richtige Temperatur zu ermitteln, messen Sie in der Nähe des Knochens, aber ohne dabei den Knochen mit dem Thermometer zu berühren. Medium ist das Steak bei einer Kerntemperatur von 56 Grad Celsius. Wenn Garzeit und Grilltemperatur passen, erwartet Sie gleich ein butterweiches, saftiges Stück Steak.
- Nehmen Sie das Steak vom Grill und legen Sie es für etwa zehn Minuten auf ein Holzbrett.
Tomahawk-Steak ruhen lassen: Deshalb lohnt sich das Warten
Während der Ruhezeit verteilt sich der Saft gleichmäßig im Fleisch. Die Temperaturen an der Fleischoberfläche und im Kern nähern sich wieder an. Wieso das wichtig ist? Weil Ihr Steak dann beim Anschneiden kaum Flüssigkeit verliert. Jetzt wird angerichtet. Beim Tranchieren müssen Sie beim Tomahawk-Steak im Gegensatz zu vielen anderen Steaks nicht auf die Faserrichtung achten, weil das Tomahawk-Steak sowieso schon entgegen der Faserrichtung aus dem Rücken des Rindes geschnitten wurde. Die Fasern sind also ohnehin schon durchtrennt. Salzen Sie, wenn nötig, noch etwas nach und lassen Sie es sich schmecken. Fehlt eigentlich nur noch die passende Beilage. Wie wäre es mit einem Nudelsalat mit Pfifferlingen und frischen Feigen oder italienischer Bruschetta?