7 Anzeichen, dass Ihre Kollegen Sie möglicherweise nicht leiden können
Insgeheim wünscht jeder, dass ihn die Kollegen mögen. Haben Sie das Gefühl, abgelehnt zu werden? Vielleicht nerven Sie sie, ohne es zu bemerken.
Frankfurt – Der Blick der Kollegin ist nicht gerade freundlich. Dabei haben Sie sie mit einem Lächeln begrüßt. Ein anderer weicht auf die Treppe aus, wenn Sie vor dem Fahrstuhl stehen. All das kann Zufall sein. Vielleicht sind es aber auch Zeichen, dass Sie bei den Kollegen nicht besonders beliebt sind. Woran können Sie das noch erkennen? Und welche Ursachen könnte die Ablehnung haben? Vielleicht liegt es ja daran, dass Sie den anderen unbewusst auf die Nerven gehen.

Die gute Nachricht: Sie können einiges dafür tun, einen besseren Draht zu den Kollegen zu bekommen. Allerdings müssen Sie bereit sein, sich Fehler einzugestehen. Und daran zu arbeiten.
Sieben Anzeichen, dass die Kollegen Sie möglicherweise nicht leiden können
Oft sind es ganz kleine Signale, die leicht zu übersehen sind. Beispiele:
- Kollegen stehen in einer kleinen Gruppe zusammen. Sobald Sie sich nähern, verstummt das Gespräch.
- Sie gehen zum Fahrstuhl. Ein Kollege steht dort schon, aber er dreht sich um und nimmt die Treppe.
- Wenn Sie morgens ins Büro kommen, reagiert niemand auf Ihren Gruß, die Gesichter sind ernst bis feindlich. Ein Lächeln? Fehlanzeige.
- Längere Gespräche oder auch nur freundlicher Smalltalk – das kennen Sie im Büro nicht. Die Kollegen sind Ihnen gegenüber meist kurz angebunden. Selbst bei Scherzen werden Sie nicht mit einbezogen.
- Das direkte Gespräch geht meist schneller, aber Ihnen schreiben die Kollegen lieber Mails, statt Sie anzurufen oder kurz zu Ihnen zu kommen.
- Sie erfahren nur zufällig, dass sich die Kollegen zum Mittagessen, nach der Arbeit oder auch mal an einem Wochenende treffen – Sie selbst werden nicht eingeladen. Und während sich einige Kollegen über ihr Privatleben unterhalten, haben sie offenbar kein Interesse an Erzählungen aus Ihrem privaten Bereich.
- Sie haben eine Gehaltserhöhung bekommen und freuen sich sehr – aber von den Kollegen gibt es keine Gratulation oder freundlichen Worte darüber. Überhaupt spüren Sie, dass die anderen Ihnen weder Kaffee aus der Kantine mitbringen noch Ihnen einen Gefallen tun wollen.
Vielleicht liegt es ja an Ihnen?
Es ist unwahrscheinlich, dass jemand einfach nur so von anderen abgelehnt wird. Meist gibt es Gründe dafür. Es lohnt sich, das eigene Verhalten mal für eine Weile unter die Lupe zu nehmen. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, mit denen Sie den Kollegen womöglich mächtig auf den Geist gehen. Und das, ohne es zu merken.
Büro-Knigge
Höflichkeit ist altmodisch, aber sie gerät nie aus der Mode. Ein freundliches „Guten Morgen“ sollte selbstverständlich sein.
Wenn Sie neu im Team sind, beobachten Sie die anderen bei alltäglichen Ritualen: Wird die Hand geschüttelt oder nur mit Worten begrüßt? Gibt es immer mal kurze Privatgespräche oder bleibt jeder für sich? Wie ist das mit dem Morgen-Kaffee? Kümmert sich das Team im Wechsel darum oder ist eine Person dafür zuständig? Druckerpapier sollte immer derjenige nachfüllen, der das letzte Blatt verbraucht hat.
Ganz wichtig: Wertschätzung, zum Beispiel in Meetings. Unterbrechen Sie andere nicht, wenn sie sprechen. Und verzichten Sie selbst auf lange Monologe. Es ist erlaubt, Ideen zu kritisieren, aber persönliche Angriffe gehören nicht dazu.
Beispiel Essen: Sie haben eine Vorliebe für Möhren und knuspern im Lauf des Tages gleich mehrere davon am Schreibtisch. Ja, sie sind gesund, aber das Geräusch kann andere auf Dauer auf die Palme treiben. Ähnliches gilt, wenn Sie gern intensiv gewürztes Essen am Schreibtisch genießen. Und wenn Sie jetzt argumentieren, dass es ohne Knoblauch nicht schmeckt, dann denken Sie doch mal an die Kollegen, die nur den Knoblauch riechen, ohne das Essen vor sich zu haben. Ersparen Sie den anderen Ihre kulinarischen Vorlieben und verlassen Sie das Büro, wenn Sie essen. Es ist sowieso gesünder, während des Essens nicht zu arbeiten (oder umgekehrt).
Auch interessant: Fünf nervige Kollegen-Typen und wie Sie damit umgehen
Das können Sie tun
Beobachten Sie Ihr Verhalten mal für einige Tage – und auch die Reaktionen Ihrer Kollegen. Oft merken Sie dann, wo Sie etwas ändern könnten. Zu den typischen Signalen gehören Kopfschütteln, Zusammenzucken oder Rückzug.
Gibt es im Team eine Person, der Sie etwas näher stehen? Vielleicht gibt es die Möglichkeit, sie ins Vertrauen zu ziehen und zu fragen, ob etwas an Ihrem Verhalten die Kollegen stört, und was es ist. Reagieren Sie nicht empört („das stimmt doch gar nicht“), sondern denken Sie gründlich darüber nach. Vielleicht ist ja doch etwas dran? Auf diese Weise haben Sie die Chance, genau dort anzusetzen. Keine Sorge: Sie sollen nicht Ihre ganze Persönlichkeit ändern, sondern nur die eine oder andere Angewohnheit ablegen.
Andere Menschen haben feine Antennen und spüren, wenn Sie sich verändern. Das bedeutet: Wenn Sie das unterlassen, was die anderen nervt, werden Sie nach einer Weile auch nicht mehr abgelehnt.