Schmerzende Füße: Krumme Zehen bei Fehlstellung

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Von: Anna Katharina Küsters

Das Fatale bei Fußfehlstellungen ist, dass sie in der Regel lange unentdeckt bleiben. Behandlungen sind dann schwieriger, die Schmerzen meistens größer.

Besonders Kinderfüße und deren Zehen sind noch sehr weich und biegsam. Kein Wunder also, dass Kinder selten bemerken, wenn ihre Schuhe zu klein sind und vielleicht den kleinen Zeh eindrücken. Bei Kindern, die jahrelang zu kleine Schuhe tragen, krümmt sich der kleine Zeh irgendwann dauerhaft und kann zu ständigen Irritationen und Reibungen in Schuhen, aber auch zu weiteren Fußfehlstellungen führen. Ein Beispiel von vielen, wie sich Fehlstellungen über Jahre unbemerkt anbahnen. Spätestens im Erwachsenenalter kommt es dann zu Schmerzen und der Notwendigkeit, seine Füße zu entlasten.

Den perfekten Fuß gibt es fast nie

Masseur hält Füße fest.
Bei Fußfehlstellungen kann es zu Schmerzen kommen. © Zoonar/Imago

Fast jeder Fuß weicht ein bisschen von der Norm ab. Das ist völlig normal und kein Grund zur Sorge. Einen komplett gesunden, formschönen Fuß gibt es fast nie. In vielen Fällen kompensiert der Körper kleinere Fehlstellungen außerdem, sodass Schmerzen ein Leben lang ausbleiben. Andere Fehlstellungen wachsen laut Gesundheitsinformationsdienst mit der Zeit sogar wieder heraus: So haben Kinder manchmal einen leichten Knick-Senk-Fuß, der sich im Laufe der Pubertät wieder aufrichtet.

Wichtig für einen gesunden Fuß sind dessen Quer- und Längsgewölbe. Gibt es auf einer der Ebene Probleme, kann dies zu Schmerzen und Problemen mit der Gesundheit führen. Zu den bekanntesten Fußfehlstellungen gehören:

  • Spreizfuß (Hallux valgus als mögliche Folge)
  • Senkfuß/Plattfuß
  • Knickfuß
  • Hohlfuß

Um zu verstehen, wie sich welche Fehlstellung auswirkt, hilft eine genaue Betrachtung der Krankheitsbilder.

Spreizfuß und Hallux valgus folgen häufig aufeinander

Beim Spreizfuß ist das Quergewölbe des Fußes in Mitleidenschaft gezogen. Die Mittelfußknochen bewegen sich auseinander, sodass der Fuß im vorderen Bereich mit der Zeit etwas breiter wird. Das hat zur Folge, dass Menschen die mittleren Knochen im vorderen Fuß stärker beim Abrollen belasten. Dass etwas nicht in Ordnung ist, signalisiert der Fuß meist mit stärkerer Hornhautbildung unter dem Ballen und mit Schmerzen im vorderen Fuß.

Laut der Gesellschaft für Fuß- und Sprunggelenkchirurgie kann aus einem Spreizfuß auch ein Hallux valgus entstehen. Dabei biegt sich der Mittelfußknochen nach Außen, was zur Folge hat, dass der dicke Zeh sich den anderen Zehen zuneigt. Der herausstehende Mittelfußknochen kann am Schuh reiben und schmerzen. Der große Zeh kann irgendwann den kleineren daneben sogar komplett überdecken und Arthrose im Fuß entstehen.

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Senkfuß/Plattfuß, Knickfuß und Hohlfuß

Bei dieser Fußfehlstellung ist das Längsgewölbe der beschädigte Bereich. Das Längsgewölbe senkt sich mit der Zeit immer weiter ab, sodass fast der komplette Fuß im Stand auf dem Boden liegt. Eine extrem ausgeprägte Form des Senkfußes ist der Plattfuß. Auch bei dieser Fußfehlstellung können falsche Schuhe die Ursache sein. Das Phänomen tritt aber auch bei schwacher Fußmuskulatur oder Gelenkentzündungen auf. In manchen Fällen ist ein Senkfuß auch angeboren.

Im Falle eines Knickfußes knickt die Ferse nach innen. Bei Kindern ist dies noch kein Grund zur Sorge, bei Erwachsenen kann diese Fehlstellung allerdings dauerhaft zu Problemen führen. Menschen mit Übergewicht oder X-Beinen sind besonders häufig davon betroffen.

Ein Hohlfuß ist der Gegensatz eines Senkfußes. Hierbei ist das Fußgewölbe stark nach oben gebogen, sodass betroffene Personen die Sohle beim Laufen und Gehen fast gar nicht mehr belasten. Folgen sind laut dem Gesundheitsinformationsdienst häufig Krallenzehen oder Verletzungen im Sprunggelenk.

Das lässt sich machen

Haben Sie Schmerzen im Fuß und vermuten eine Fußfehlstellung, suchen Sie einen Orthopäden oder eine Orthopädin auf. Fachpersonal kann Ihnen eine fundierte Diagnose stellen. Bei den meisten Fußfehlstellungen lässt sich gut mit speziell angefertigten Einlagen arbeiten. Sind die Schmerzen schon sehr ausgeprägt, ist auch eine Operation möglich.

Wer vorbeugend etwas für die Gesundheit seiner Füße tun möchte, kann auch bestimmte Fuß-Sportübungen in den Alltag integrieren.

Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren Redakteurinnen und Redakteuren nicht beantwortet werden.

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