Die Mehrheit der Deutschen uriniert in der Dusche: Sie auch? Warum das Vorteile hat
Urinieren Sie in der Dusche? „Ja, häufig. Für mich spricht nichts dagegen“: So die häufigste Antwort im Rahmen einer repräsentativen IPPEN.MEDIA-Umfrage. Das hat Vorteile.
Knapp 37.000 Menschen von insgesamt über 77.000 Umfrageteilnehmern outeten sich als „Dusch-Urinierer“. Für rund 18.000 war es keine Option, sich in der Dusche zu erleichtern. „Hin und wieder“ lassen zirka 17.700 Umfrage-Teilnehmer Wasser in der Dusche. Der Rest hat sich der Stimme enthalten (Stand 25. Juli 2023).
Diese Ergebnisse lassen darauf schließen, dass rund die Hälfte aller Deutschen die Dusche auch als Toilette nutzt. Das ist in der Regel unbedenklich, wie Andreas Timmel, Dermatologe im Hautzentrum Rügen, im t-online-Interview erklärt.
„Ansonsten ist das Wasserlassen unter der Dusche kein Problem“
Er schränkt allerdings ein, dass Menschen mit sehr trockener Haut nicht unter der Dusche urinieren sollten. In dem Fall könne der Kontakt mit Urin die Austrocknung noch fördern, wie Timmel sagt. Auch bei Hautverletzungen solle man vom Pinkeln unter der Dusche absehen. „Ansonsten ist das Wasserlassen unter der Dusche kein Problem“, zitiert t-online den Experten.

Interessante Fakten rund um das Thema „Urinieren in der Dusche“ im Überblick:
- Zeit und Wasser sparen: Zwei Argumente, die viele Menschen zu „Dusch-Urinierern“ machen.
- Bis zu 30 Prozent des täglichen Trinkwasserverbrauchs entfällt auf die Toilettenspülung, was Wasserlassen in der Dusche zu einer ressourcenschonenden Maßnahme macht.
- Der Bundesverband der Deutschen Urologen empfiehlt aus hygienischen Gründen, die Dusche während des Urinierens laufen zu lassen, um die Flüssigkeit sofort in den Abfluss zu spülen.
- Wasser ist für die Intimreinigung besser geeignet als Toilettenpapier, da es keine Reibung verursacht.
- Es gibt keine wissenschaftliche Grundlage für Behauptung, dass das Urinieren auf die betroffene Hautstelle bei Pilzinfektionen oder Hautkrankheiten wie Ekzemen hilft.
- Bei trockener Haut kann der Kontakt mit Urin die Austrocknung verschlimmern.
Dieser Beitrag beinhaltet lediglich allgemeine Informationen zum jeweiligen Gesundheitsthema und dient damit nicht der Selbstdiagnose, -behandlung oder -medikation. Er ersetzt keinesfalls den Arztbesuch. Individuelle Fragen zu Krankheitsbildern dürfen von unseren RedakteurInnen leider nicht beantwortet werden.
Dieser Artikel wurde mithilfe maschineller Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redakteurin Juliane Gutmann sorgfältig überprüft.