Wale mit Rechten: Indigene kämpfen für bedrohte Meeresbewohner

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Von: Anna Katharina Küsters

Indigene aus Neuseeland, von Tahiti und den Cookinseln haben sich auf eine „Deklaration für den Ozean“ geeinigt. Darin halten sie fest: Wale müssen Rechte bekommen.

Die größten Bewohner der Meere gelten in manchen Fällen als stark bedroht und sind teilweise sogar kurz vor dem Aussterben. Für die Indigenen Neuseelands, Tahitis und den Cookinseln ein unhaltbarer Zustand, den sie ändern wollen. In einer gemeinsamen Erklärung legen sie nun fest, dass Wale als juristische Personen anerkannt werden sollten. Würde das gesetzlich umgesetzt, bekämen die Tiere Rechte zugesprochen. Wale wären damit nicht die ersten Tiere, die vor dem Gesetz juristische Personen sind.

Darum setzen sich die indigenen Gruppen für Wale ein

Eine Walflosse im Meer.
Indigene fordern Rechte für Wale. © Pond5 Images/Imago

Für die indigenen Volksgruppen sind Wale nicht bloß Tiere im Meer, sondern ihre Vorfahren. Sie glauben, laut tagesschau.de, dass es eine direkte Verbindung zwischen ihnen als Menschen und den riesigen Tieren gibt. Umso schmerzlicher empfinden die Indigenen den Umgang der Weltbevölkerung mit den Tieren.

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Walarten wie etwa der Vaquita-Wal, auch Schweinswal genannt, sind laut der Whale and Dolphin Conservation Organisation akut vom Aussterben bedroht. Häufige Todesursachen der Wale im Meer sind zum Beispiel:

  • Kollisionen mit Schiffen
  • Beifang
  • Waljagd
  • Veränderungen/Verschmutzungen des Lebensraums

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Für die Indigenen Grund genug, ein Zeichen zu setzen. Vor einigen Tagen fand deswegen auf Rarotonga – eine der größten Cookinseln – eine feierliche Zeremonie statt, bei der sowohl der Maori-König Neuseelands als auch Gesandten der polynesischen Inseln die „Deklaration für den Ozean“ unterzeichneten. Der Wunsch ist, dass sich noch mehr Gruppen der Erklärung anschließen und so internationaler Druck auf die Politik entsteht, sich mehr für den Schutz der Wale einzusetzen. Am Ende sollen Wale im Gesetz als juristische Personen gelten.

Andere Länder als Vorbild

Das mag nun erstmal seltsam klingen, ein Tier zu einer juristischen Person zu erklären. Neuseeland wäre damit aber keinesfalls das erste Land, in dem das so passieren würde. In Ecuador ist sogar die ganze Natur als juristische Person anerkannt, in Panama eine Schildkröte. Und Neuseeland selbst hat sogar Erfahrungen auf dem Gebiet: 2014 sprach das Land dem Fluss Wanganui Rechte zu, um ihn besser zu schützen. Diese Rechte beziehen sich auf den kompletten Fluss, von der Quelle bis zur Mündung ins Meer. Ganz unrealistisch ist es also nicht, dass in Zukunft vielleicht auch Wale Rechte bekommen.

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