Goldene Jahre: Warum alte Hunde pures Glück bedeuten

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Von: Sandra Barbara Furtner

Hunde altern und das ist gut so. Mit welchen typischen Eigenheiten Sie rechnen können und welches Buch Ihnen ein Lächeln auf die Lippen zaubert, erfahren Sie hier.

„Es sind die warmen und augenzwinkernden Momente auf dem letzten Weg, die immer in Erinnerung bleiben werden, wenn der Hund irgendwann sein Köfferchen packt, auscheckt und abreist“: Ein bewegender Satz von vielen aus dem Buch „Graue Schnauze, großes Herz: Vom Glück, einen alten Hund zu haben“.

Ab wann gilt ein Hund als alt?

Ein älterer Labrador genießt den Sonnenuntergang.
Mit zunehmenden Alter werden auch die körperlichen, geistigen und optischen Veränderungen offensichtlich. Hier ein sichtlich in die Jahre gekommener Labrador, der die Abendsonne genießt. (Symbolbild) © Depositphotos/Imago

Wenn Hunde älter werden, entwickeln sie mitunter schrullige Eigenheiten, sind sturer als vorher, weil sie nicht mehr gut hören oder sehen, fordern wiederholt ihr Essen ein, obwohl schon längst verschlungen oder verwandeln die Nacht zum Tag. Ab welchen Zeitpunkt gilt der Vierbeiner als Senior? Dies hängt von der Rasse, der Größe und vom bisherigen Leben ab. Eine Deutsche Dogge kann schon mit sechs Jahren zu den Senioren gezählt werden, während ein zehnjähriger Jack Russell noch topfit sein kann. Meist gib es klare Anzeichen. Sinnesorgane lassen nach, Orientierungslosigkeit, Altersstarsinn und senile Körbchenflucht nehmen häufig zu. Abhängig von Größe und Gewicht des Hundes setzt der biologische Prozess des Alterns meist zwischen dem sechsten und achten Lebensjahr ein.

Die auftretenden Alterserscheinungen sind unterschiedlich. Bei manchen Hunden fallen sie kaum ins Gewicht. Die Vierbeiner scheinen zeitlos zu altern, bis sie eines Tages einfach umkippen. Andere altern langsam, bekommen grauen Haare, bewegen sich nicht mehr so gerne, legen Fettpolster an. Es kommt zu unterschiedlichen körperlichen Einschränkungen, Herz und Niere funktionieren vielleicht nicht mehr so richtig, kaputte Zähne oder entzündetes Zahnfleisch verursachen Beschwerden, die Gefahr einen Tumor im Alter zu entwickeln ist groß.

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Hundebuch spendet Trost und sorgt zugleich für ein Lächeln auf den Lippen

Humor sei laut Michael Frey Dodillet und Sophie Strodtbeck, den beiden Autoren des Senioren-Trostgebers, das Einzige, was man den Angehörigen der manchmal pflegeintensiven Vierbeiner entgegenstellen kann.

Buchcover von Graue Schnauze, großes Herz.
Graue Schnauze, großes Herz. © Rowohlt Verlag

So ist zumeist das Leben mit einem alten Hund für viele Halter eine besondere Erfahrung. Es erfordert Geduld, Aufmerksamkeit, Fürsorge und kostet mitunter Nerven und Geld. Aber diese Lebensphase hält auch etwas Wunderbares bereit und bietet Momente des Glücks und voller Liebe.

Wie es sich anfühlt, mit einem älteren Hund unter einem Dach zu wohnen, schildern die beiden Autoren in ihrem Buch – mal sentimental, mal humorvoll, mal melancholisch oder auch traurig. Als Vorlage dienen ihre eigenen Hunde. Die in aller Würde pupsen, kotzen, Brötchen vom Tisch klauen, Essbares oder nicht fressbare Dinge vom Boden inhalieren, Ochsenziemer oder wahlweise Tampons verputzen, ins Wasser fallen, gegen Laternen laufen oder in Füße tackern. Und für die trotzdem oder genau deswegen aus lauter Liebe jedes erdenkliche Lieblingsessen auf Vorrat zu Hause ist, da sich der Hund einfach nicht mehr erinnern kann, was ihm gestern geschmeckt hat. Oder wahlweise bei Verdauungsbeschwerden eine Kotzspritze oder Ulmenrinde serviert bekommt.

Graue Schnauze, großes Herz: Vom Glück, einen alten Hund zu haben

2024, 320 Seiten, Rowohlt Taschenbuch, ISBN 978-3-499-01351-5

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