Hund schläft mit im Bett – aber nicht, weil es so gemütlich ist

Ihr Hund kommt jede Nacht in Ihr Bett geschlichen? Für manche Halter ist das schön, für andere nervig. Aber warum tun die Vierbeiner das? Steckt da mehr dahinter?
Kennen Sie das auch? Sie machen es sich abends im Bett gemütlich und kaum liegen Sie, spüren Sie einen Stupser an der Decke und schon hat sich Ihr vierbeiniger Freund neben Ihnen breitgemacht. Manchmal rollt er sich ganz klein zusammen, ein anderes Mal streckt er alle Viere von sich, als würde ihm das ganze Bett gehören. Aber warum tun Hunde das eigentlich? Warum bevorzugen so viele von ihnen das Bett ihres Menschen gegenüber ihrem eigenen, noch so bequemen Körbchen?
Darum schlafen Hunde im Bett ihrer Besitzer
Die Gründe sind tief in seiner Natur verwurzelt und haben viel mit Instinkt, Zuneigung und Komfort zu tun.
1. Das Bedürfnis nach Nähe und Sicherheit
Hunde sind von Natur aus Rudeltiere. In einem wilden Rudel schlafen die Mitglieder eng beieinander. Das hat einen ganz einfachen Grund: Sicherheit. Gemeinsam ist man stärker und kann sich gegenseitig vor Gefahren warnen und schützen. Wenn Ihr Hund sich also an Sie kuschelt, folgt er einem tiefen Instinkt. Für ihn sind Sie der Rudelführer und Ihre Nähe signalisiert ihm: „Hier bin ich sicher, hier kann mir nichts passieren.“ In Ihrer Gegenwart kann er sich vollkommen entspannen und in den Tiefschlaf fallen, weil er weiß, dass Sie da sind, um aufzupassen.
2. Ein Zeichen tiefer Verbundenheit
Das gemeinsame Schlafen ist nicht nur eine Frage der Sicherheit, sondern auch ein Ausdruck von Zuneigung und sozialer Bindung. Hunde, die eine enge Beziehung zu ihren Menschen haben, suchen deren Nähe ganz bewusst. Das Kuscheln im Bett stärkt diese umso mehr. Während sie zusammen liegen, werden sowohl bei Ihnen als auch bei Ihrem Hund Hormone wie Oxytocin freigesetzt – das sogenannte „Kuschelhormon“. Es fördert das Gefühl von Vertrauen und Zuneigung. Ihr Hund sagt Ihnen damit also nicht nur, dass er sich sicher fühlt, sondern auch, dass er Sie liebt.
3. Wärme und Komfort sind unschlagbar
Ihr Bett ist wahrscheinlich der bequemste Ort im ganzen Haus. Es ist weich, es riecht nach Ihnen und es ist schön warm. Hunde haben eine etwas höhere Körpertemperatur als wir Menschen und lieben es, sich an warme Orte zu kuscheln. Ihre Körperwärme ist für Ihren Hund also wie eine eingebaute Heizung. Besonders an kühleren Tagen gibt es für ihn kaum etwas Schöneres, als sich an Sie zu drücken und die wohlige Wärme zu genießen. Der vertraute Geruch seines Lieblingsmenschen wirkt zusätzlich beruhigend und entspannend.
Letztendlich ist es eine sehr persönliche Entscheidung, ob Sie Ihren Hund im Bett schlafen lassen oder nicht. Aber wenn Sie sich dafür entscheiden, können Sie sicher sein, dass Sie ihm damit eine große Freude machen und Ihre Bindung auf eine ganz ursprüngliche und liebevolle Art stärken. Und was gibt es Schöneres, als morgens von einer wedelnden Rute und einem feuchten Kuss geweckt zu werden?
Lesen Sie auch:
Hund springt an Mensch hoch: Sagen Sie nicht „Nein“ laut Hundeprofi – es ist viel einfacher
Hund hört nicht? Mit einem einfachen Trick machen Sie sich interessant
Erziehungsfehler bei Hunden: Diese zwei Dinge sollten Sie vermeiden