Hund springt immer hoch? 3 Tipps, wie Halter es sofort unterbinden

Wenn der Hund einen ständig anspringt, kann das für Halter lästig sein. Viele wollen wissen: Wie kann ich das unterbinden? Ein Hundetrainer gibt drei einfache Tipps.
Wenn der Hund ständig an einem hochspringt, reagieren auf Dauer viele Besitzer genervt. Sie fragen sich dann: Wieso tut das mein Vierbeiner? Und wie kann ich es ihm schnell abgewöhnen? Wie belastend das für Halter sein kann, weiß auch Hundetrainer Daniel Joeres, der zu diesem Thema unzählige Anfragen erhält.
Der Hundeexperte, dem auf seinem YouTube-Kanal bereits über 400.000 Wissbegierige folgen, teilt regelmäßig seine Tipps und Tricks in der Hundeerziehung. Ob Leinenführigkeit, Welpenschule oder Alltagsfragen – seine Videos werden unter anderem millionenfach geklickt. So auch eines, in dem Joeres drei einfache Methoden erklärt, wie man einem Hund das Anspringen sofort abgewöhnt.
Warum Hunde an uns hochspringen
Zuerst sei es wichtig zu verstehen, warum der Hund es tut – und dafür gibt es verschiedene Gründe. Laut Joeres begrüßen sie auf diese Weise Artgenossen bzw. Sozialpartner. Sie freuen sich und drücken es aus, indem sie die Lefzen des anderen lecken wollen. Da der Mensch aber meist aufrecht steht, geht das nicht, daher springen sie hoch, um so näher ans Gesicht der Person zu gelangen.
Zudem könne es eine Art „Qualitätskontrolle“ sein, wie der Hundetrainer im Video betont. Die Vierbeiner testen ihre Grenzen und auch die Standfestigkeit des Menschen. Als Letztes könnte das Anspringen auch eine Übersprungshandlung sein, so Joeres. Ist ein Hund nervös oder aufgeregt und weiß nicht so recht, was er tun soll, springt er „im Wahn“ hoch.
Hinzu kommt, dass das Anspringen ein „selbst belohnendes Verhalten“ sei, klärt der YouTuber auf, auch wenn der Halter dann „Nein“ sagt, wollen sie im Grunde mit ihm spielen und rangeln.
Drei Tipps für Halter, um das Anspringen abzugewöhnen
Um dem Hund daran zu hindern, hochzuspringen, zeigt Joeres drei einfache Maßnahmen auf.
- Dem Hund keinen Raum geben: Wenn die Fellnase versucht, hochzuspringen, sollte man nicht ausweichen oder mit dem Oberkörper nach hinten lehnen. Im Gegenteil: Stattdessen sollen Besitzer auf den Hund zugehen, wenn er im Begriff ist, sie anzuspringen. Dies könne man auch dadurch unterstützen, indem man einen Arm hebt und ihn damit abblockt. Wichtig ist zudem, dies ohne weitere Interaktion mit dem Vierbeiner zu tun.
- Den Hund in der Handlung unterbrechen: In dem Moment, in dem der Fellfreund versucht, hochzuspringen, können Halter laut Joeres auch ein Kommando geben. Das kann zum Beispiel „Sitz“ oder „Platz“ sein. Am besten eines, betont Joeres, das der Hund gut beherrscht und sofort durchführen kann.
- Dem Hund ein Leckerli anbieten: Statt eines Befehls ist es auch möglich, den Vierbeiner in der Handlung zu stoppen, indem man eine Belohnung vor ihm auf den Boden wirft. Dadurch wird seine Aufmerksamkeit nach unten gelenkt.
Grundsätzlich stellt der Experte allerdings klar, dass man sich selbst und den Hund im Klaren lassen muss, wann das Anspringen erlaubt ist und wann nicht bzw. in welchem Ausmaß. Springt der Vierbeiner etwa im Spiel hoch, ist das völlig in Ordnung, versichert Joeres. „Das Spiel ist ein geschützter Raum“ für den Hundetrainer, solange es gehemmt ist und für den Menschen annehmbar. Ansonsten darf man auch hier der Fellnase Grenzen aufzeigen, bis weit sie gehen kann oder wann damit Schluss ist.
Lesen Sie auch:
Dackel bellt ständig: Es gibt einen einfachen Grund und was Halter tun können
Leinenführung effizient meistern – 3 praktische Ratschläge vom Hundeexperten
Sie rufen „Sitz“, aber der Hund legt sich hin? 5 typische Anfängerfehler bei der Hundeerziehung