Rettungshund: Hat mein Haustier das Zeug zum Retter in Not?

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Von: Anna Katharina Küsters

Rettungshunde sind bei Suchaktionen wichtig, denn mit ihrer guten Ausbildung finden und retten sie häufig Menschen in Not. Doch nicht jeder Hund eignet sich zum Rettungshund.

Hunde brauchen eine Beschäftigung. Den ganzen Tag nur zu Hause im Körbchen zu liegen, ist für die meisten Haustiere keine körperlich und kognitiv angemessene Aufgabe. Übernehmen sie hingegen als Rettungshund Verantwortung, kann das nicht nur den Hund glücklich und ausgeglichen machen, sondern auch die Beziehung zum Besitzer deutlich stärken. Allerdings ist nicht jeder Hund für diese Aufgabe geeignet und das Training ist intensiv, die Aufgabe aber umso erfüllender.

Rettungshunde: Verfressene Vierbeiner erwünscht

Ein Rettungshund an der Leine.
Die Ausbildung zum Rettungshund dauert bis zu drei Jahre. (Symbolbild) © Knut Niehus/Imago

Hunde, die besonders gerne Leckerli fressen, sind als Rettungshunde beliebt, denn sie lassen sich laut dem Bayerischen Rundfunk leichter locken und für das Training begeistern. Das ist allerdings nur ein Kriterium von vielen. So muss der Hund vor der Ausbildung laut den Johannitern noch folgende Eigenschaften und Voraussetzungen mitbringen:

  • Darf nicht älter als zwei Jahre alt sein (je früher das Training beginnt, desto besser)
  • Ist am besten ein Jagd- oder Hütehund
  • Muss Freude am Lernen mitbringen
  • Darf nicht aggressiv oder ängstlich sein

Ein Rettungshund ist allerdings immer nur so gut, wie sein Herrchen oder Frauchen ist, denn nur als Team funktioniert das Ganze. Daher müssen auch die Menschen entsprechende Voraussetzungen mitbringen. Sie müssen gesundheitlich fit sein, Ausdauer, Teamgeist und vor allem eine Menge Zeit mitbringen. Eine gemeinsame Ausbildung mit dem Hund dauert etwa zwei bis drei Jahre. In dieser Zeit müssen die Besitzer mit etwa 700 bis 750 Stunden pro Jahr rechnen, die sie in die Ausbildung investieren müssen.

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Klar muss sein, dass neben dem Training mit dem Hund, der Mensch beispielsweise noch eine Ausbildung zum Rettungssanitäter absolvieren muss. Außerdem muss er die Grundlagen des Katastrophenschutzes erlernen, eine Funkausbildung für Behörden abschließen und in der Lage sein, Karten zu lesen sowie GPS-Daten zu interpretieren. Zum Ende der Ausbildung gibt es dann eine Prüfung, die sowohl Hund als auch Mensch bestehen müssen.

Ausbildung zum Rettungshund: drei Arten von Suchhunden

Rettungshund ist nicht gleich Rettungshund. In der Regel gibt es drei Arten von Suchhunden:

Ein Mantrailer sucht vermisste Menschen. Er nimmt dafür beispielsweise den Geruch der vermissten Person über ein T-Shirt von ihr auf und sucht dann eine bestimmte Fläche nach dem Menschen ab. Trümmerhunde und Flächensuchhunde sind darauf spezialisiert, größere Gebiete schnell und effektiv nach Überlebenden abzusuchen. Finden sie Menschen, geben sie Laut und melden damit ihren Fund.

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Zum Einsatz kommen Rettungshunde beispielsweise nach Umweltkatastrophen wie Überschwemmungen und Erdbeben, bei Vermisstenanzeigen oder zur Rettung von suizidgefährdeten Menschen. Die Ausbildung kann bei privaten Anbietern wie auch bei offiziellen Hilfsorganisationen absolviert werden. Die Johanniter übernehmen beispielsweise die Kosten für die gesamte Ausbildung. Das ist jedoch nicht überall der Fall.

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