So kühlen Sie Ihren Hund bei Hitze richtig ab – Tierärztin gibt Tipps

Schatten, nasse Handtücher und kein Eiswasser: Eine Tierärztin erklärt, wie Sie Überhitzung vermeiden und Ihrem Hund sofort echte Abkühlung verschaffen.
Wenn die Temperaturen steigen, leiden nicht nur wir Menschen unter der Hitze – auch Hunde geraten schnell an ihre körperlichen Grenzen. Denn unsere Vierbeiner können kaum schwitzen und regulieren ihre Körpertemperatur vor allem durch Hecheln. Das macht sie besonders anfällig für Überhitzung, Kreislaufprobleme oder sogar einen lebensbedrohlichen Hitzschlag. Tierärztin Elke Odenbreit von der Praxis Tiergesundheit an der Saar teilt im Instagram-Video des Saarländischen Rundfunks (@sr_deins) drei einfache und effektive Tipps, wie Sie Ihren Hund an heißen Tagen abkühlen können.
Die 3 Abkühltipps der Tierärztin im Überblick:
1. Schatten statt Sonne: „Direkt an einem kühlen Ort verbringen“, rät die Tierärztin. Das bedeutet: keine Spaziergänge in der prallen Mittagshitze, sondern lieber frühmorgens oder spätabends rausgehen. Zu Hause sollten Hunde Zugang zu schattigen oder gekühlten Räumen haben – ideal ist ein gekachelter Boden, auf dem sie sich ausstrecken können.
2. Wasser – aber richtig: „Bieten Sie ihm mehrere kleine Mengen kaltes Wasser an, jedoch kein Eiswasser“, warnt Odenbreit. Eiskaltes Wasser kann bei überhitzten Tieren zu Magenproblemen oder Kreislaufschocks führen. Besser: lauwarmes bis kühles Wasser in mehreren Portionen bereitstellen – immer gut erreichbar und frisch.
3. Gezielte Kühlung mit nassen Handtüchern: „Wickeln Sie nasse, kühle Handtücher um Kopf, Hals und die Hintergliedmaßen“, so der Tipp der Expertin. Auch die Vorderbeine können damit sanft gekühlt werden. Aber Achtung: Niemals den Hund komplett in ein nasses Handtuch einhüllen! Das staut die Hitze eher, als dass sie entweicht. Es geht darum, gezielte Körperpartien zu kühlen, nicht den gesamten Hund einzupacken.
Symptome von Überhitzung bei Hunden erkennen
Hundehalter sollten wissen, wie sich Überhitzung äußert. Alarmzeichen sind:
- starkes Hecheln
- glasiger Blick
- erhöhte Herzfrequenz
- Erbrechen oder Durchfall
- Taumeln oder Apathie
Bei diesen Symptomen sollten Sie sofort handeln, den Hund an einen kühlen Ort bringen, Wasser anbieten und im Zweifelsfall einen Tierarzt aufsuchen.
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