Entgiften? Das passiert nach 7 Tagen fasten in deinem Körper

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Von: Sarah Isele

In jedem Jahr gibt es für verschiedene Personengruppen eine Zeit des Fastens. Egal aus welchen Gründen können dabei einige Dinge im Körper geschehen.

Egal ob 40 Tage vor Ostern, zu Ramadan oder aus nicht religiösen Gründen unter dem Jahr. Viele Menschen fasten regelmäßig, unregelmäßig oder möchten damit anfangen. Das Fasten soll einen achtsam machen und gesunde Vorteile mit sich bringen. Dabei kann man gänzlich verzichten oder in Intervallen fasten. Richtig gewählt, kann es ein Bestandteil für eine gesunde Ernährung sein. Was passiert aber nach sieben Tagen fasten im Körper? HEIDELBERG24 gibt die Antwort.

Fasten. Leerer Teller mit Uhr
Was passiert nach sieben Tagen fasten in deinem Körper? © IMAGO/Zoonar.com/Melinda Nagy

Was passiert mit dem Körper, wenn man fastet?

Fasten bezeichnet den freiwilligen Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel für begrenzte Zeit. Entweder wird dabei das Heilfasten nach Buchinger oder Intervallfasten, wobei in Zeiträumen von bis zu 16 Stunden gefastet wird. Bei jeder Art zu fasten gibt es einige Regeln, die man beachten sollte, um das Ganze so gesund wie möglich über die Bühne zu bringen.

Beim Verzicht auf feste Nahrung wird im Körper die Autophagie ausgelöst. Dies stellt quasi ein Selbstrecycling und eine Reinigung der Zellen dar, wie Forscherin Annette Schürmann, Abteilungsleiterin am Deutschen Institut für Ernährungsforschung berichtet. Darüber hinaus profitieren Bauchspeicheldrüse und Leber von den Fastentagen sowie Stoffwechsel und Zellregenration. Beim Fasten passieren im Körper diese Dinge:

  • Selbstrecycling und Reinigung der Zellen
  • Reparaturmechanismen der Zelle werden angeregt
  • fehlerhafte und verbrauchte Zellbestandteile werden zu neuen, funktionstüchtigen umgebaut
  • entzündliche Prozesse im Körper werden reduziert
  • Gewichtsabnahme
  • zu hoher Blutdruck sinkt
  • Blutzucker und Blutfette (Triglyzeride) sinken
  • Leber erholt sich

Was passiert im Körper nach 7 Tagen fasten?

Was genau beim Fasten im Körper geschieht, hat sich eine Forschungsgruppe aus Deutschland, Großbritannien, Dänemark und Norwegen genauer angeschaut und ihre Ergebnisse im Fachmagazin „Nature Metabolism“ veröffentlicht. Laut ihnen habe das Fasten nur einen gesundheitsförderlichen Effekt, wenn man wirklich mindestens drei Tage komplett auf Nahrung verzichte. Dabei soll man nicht nur Gewicht verlieren, sondern auch der molekulare Stoffwechsel verändert sich.

Der menschliche Körper stellt sich während längerer Fastenperioden für den Energiestoffwechsel stufenweise auf andere Energiequellen. Etwa von Zucker auf körpereigene Reserven wie Fett. Ebenfalls verändert sich Proteinzusammensetzung im Blut, das zeige, dass fast alle wichtigen Organe auf die strikte Kalorienbeschränkung reagieren. Dazu kommen im Blut verstärkt bestimmte Proteine, die Nervenzellen und Synapsen stabilisieren.

Wie lange muss man fasten, um den Körper zu entgiften?

Die traditionelle Buchinger-Methode gilt als die bekannteste Form des Heilfastens und zur Entgiftung. Diese Fastenart ähnelt einer Nulldiät. Neben kalorienfreien Getränken wie Wasser und Tee ist lediglich der Konsum von Gemüsebrühe und einer kleinen Menge Eiweiß gestattet. Dadurch erhält der Körper eine minimale Versorgung mit Kalorien, Vitaminen und Mineralstoffen. Um die besten Reinigungsergebnisse nach der Buchinger-Methode zu erzielen, sollte das Fasten zwei bis vier Wochen andauern.

Dennoch gibt es keine Garantie, dass der Körper vollständig entgiftet wird. Die Dauer der Entgiftung kann je nach individueller Giftbelastung und Entgiftungsfähigkeit von wenigen Wochen bis zu mehreren Jahren variieren. Die Ärztegesellschaft für Heilfasten und Ernährung (ÄGHE) schlägt eine Standarddauer von sieben bis zehn Tagen vor, ergänzt durch einen Vorbereitungstag und drei Tage zur schrittweisen Rückkehr zu normalen Essgewohnheiten. Dabei kann ein leichtes, gesundes Mittagessen hilfreich sein, den Körper an das Essen zu gewöhnen.

Was baut der Körper beim Fasten als Erstes ab?

Faste und auch Heilfasten wurden in den letzten Jahre immer beliebter. Immerhin soll Fasten bei gesunden Menschen viele gesundheitliche Vorteile mit sich bringen. Beim Fasten nutzt der Körper als Erstes die Glykogenspeicher aus Leber und den Muskeln und geht nach zwölf bis 24 Stunden auf die Fettverbrennung über.

Der Körper spaltet Fettzellen in Fettsäuren und Glycerin auf, um Energie zu gewinnen. Zusätzlich beginnt der Körper sogenannte Ketonkörper zu produzieren. Diese entstehen in der Leber aus Fettsäuren und dienen dem Gehirn als Energiequelle, wenn keine Kohlenhydrate mehr verfügbar sind. Dabei beeinflussen Faktoren wie vorherige Ernährung, Aktivitätslevel und Stoffwechsel, wie schnell die Fettverbrennung beginnt. (rah)

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