Dürfen Hunde Erdbeeren essen? Was Hundebesitzer wissen sollten

Erstellt:

Von: Leoni Unfried

Sommerzeit ist Erdbeerzeit. Wer möchte da nicht seinem Hund ein paar wohlschmeckende Erdbeeren reichen? Aber ist das überhaupt gesund für die Fellnase?

Erdbeeren sind süß, frisch und schmecken im Sommer besonders gut. Einige Hundehalter möchten ihrem Hund einen gesunden Snack reichen und füttern ihm Erdbeeren. Aber dürfen Hunde wirklich Erdbeeren essen oder birgt das eine Gefahr für die Vierbeiner? LUDWIGSHAFEN24 klärt darüber auf, ob es eine gute Idee ist, die roten Früchte mit seinem tierischen Begleiter zu teilen.

Der Hund bekommt eine Erdbeere gefüttert.
Mancher füttert seinen Hund mit Erdbeeren © Imago / Dreamstime

Dürfen Hunde Erdbeeren essen?

Hunde dürfen Erdbeeren essen, da sie reich an Vitaminen und Antioxidantien sind. Die Früchte unterstützen die Verdauung und sind kalorienarm. Dennoch sollten Erdbeeren nur in Maßen gegeben werden, da zu viel Zucker Magenbeschwerden verursachen kann. Vor dem Verzehr sollten Erdbeeren gründlich gewaschen werden, um Pestizide zu entfernen, so tierarzt.de. Am besten wählt man die besten Erdbeeren in Bio-Qualität.

Neben Erdbeeren eignen sich viele weitere Sommerfrüchte als leichter Snack für Hunde, darunter Himbeeren, Blaubeeren, Wassermelone sowie Äpfel, Bananen und Birnen. Kirschen und Aprikosen sind nur ohne Kerne erlaubt. Giftige Früchte wie Weintrauben und Rosinen sollten vermieden werden. Kerne und Schalen sollten entfernt werden, um gesundheitliche Risiken zu minimieren, erklärt vetmeduni.ac.at.

Weitere für Hunde geeignete Früchte:

  • Ananas (überreif und in Maßen)
  • Feigen
  • Kakis
  • Kiwis (in Maßen)
  • Nektarinen (kernlos)
  • Orangen (in geringen Maßen)

Welches Obst dürfen Hunde auf keinen Fall essen?

Giftige Früchte wie Weintrauben und Rosinen sind strikt zu vermeiden. Schon kleine Mengen können schwere Nierenschäden verursachen. Auch Avocados sind nicht geeignet. Sie enthalten Persin, das für Hunde giftig ist und zu Erbrechen oder Herzproblemen führen kann. Laut tierarzt.de sollte man auch bei Zitrusfrüchten besser nur eine geringe Menge verfüttern, da sie Magen-Darm-Probleme auslösen können.

Hundebesitzer sollten zwingend darauf achten, dass ihr Hund keine Kerne und Schalen von Steinobst wie Kirschen, Pfirsichen und Aprikosen zu sich nimmt. Sie enthalten Cyanogene Glykoside, die im Körper Blausäure freisetzen und giftig sind. Generell gilt für das Füttern von Obst, dass es stets entkernt und in Maßen gegeben werden sollte. Bei Verdacht auf Vergiftung muss sofort ein Tierarzt aufgesucht werden, rät vetmeduni.ac.at.

Welches Gemüse dürfen Hunde essen?

Die geliebten Vierbeiner, dürfen zahlreiche Gemüsesorten bedenkenlos verspeisen. Karotten, Gurken, Zucchini und grüne Bohnen sind kalorienarm und reich an Vitaminen sowie Ballaststoffen. Sie unterstützen die Verdauung und sind gut als gesunder Snack geeignet. Wichtig ist, das Gemüse gut zu waschen und kleinzuschneiden, um Erstickungsgefahr zu vermeiden, so der Rat von tierarzt.de. Zucchini ist natürlich auch für den Menschen gesund.

Auch gekochte Süßkartoffeln und Kürbis sind empfehlenswert, da sie Nährstoffe liefern und magenfreundlich sind. Allerdings sollten Hunde kein rohes oder giftiges Gemüse wie Zwiebeln, Knoblauch, Lauch oder rohe Kartoffeln fressen, da dieses gesundheitsschädlich sein kann. In geringen Mengen dürfen Hunde auch rote Paprika, aber ohne Kerne essen. Grüne Paprika ist hingegen aufgrund des Solanin-Gehalts giftig für Hunde. (lu)

Kommentare

$Teilen