Höhere Preise und Deutschlandticket-Aus: Was haben die Parteien vor?

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Von: Thomas Peters

Das Deutschlandticket wird von rund 13 Millionen Nutzern in genutzt, dennoch hat die Branche mit Geldproblemen zu kämpfen. Die Fortsetzung hängt von den Parteikonzepten ab.

Kassel – Im Mai 2023 wurde das Deutschlandticket als Nachfolger des 9-Euro-Tickets eingeführt. Ursprünglich kostete es noch 49 Euro, doch mittlerweile ist der Preis auf 58 Euro gestiegen. Vor der Bundestagswahl bleibt die Zukunft des Tickets ungewiss. Die Parteien haben unterschiedliche Vorstellungen zur Fortführung.

Deutschlandticket sorgt für drei Milliarden Euro Verlust

Der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) berichtet, dass derzeit etwa 13,5 Millionen Menschen das Deutschlandticket nutzen. Im letzten Jahr stieg die Zahl der Nutzer kontinuierlich an, doch das Ziel von 15 Millionen Nutzern bis Ende 2024 wurde nicht erreicht. Trotz der hohen Nutzerzahlen sind die Einnahmen aus anderen Tarifen um drei Milliarden Euro gesunken, während die Personalkosten um 11 Prozent gestiegen sind.

Deutschlandticket
Die Preissteigerung beim Deutschlandticket zum Jahreswechsel dürfte die Inflation treiben (Archivbild) © Boris Roessler/dpa

Die finanzielle Situation der Unternehmen im öffentlichen Personen- und Nahverkehr bleibt angespannt. VDV-Präsident Ingo Wortmann betont: „Das attraktivste Ticket nutzt uns und den Fahrgästen nichts, wenn am Ende weniger Busse und Bahnen fahren, weil wir das Angebot nicht mehr finanzieren können.“

Deutschlandticket in der Schwebe: Was haben die Parteien vor?

Die Entscheidung über die Zukunft des Deutschlandtickets liegt bei der Politik. Wortmann fordert: „Wir müssen hier gemeinsam mit der Politik dringend und nachhaltig gegensteuern.“ Vor der Bundestagswahl haben die Parteien unterschiedliche Ansätze zur Zukunft des Tickets vorgestellt.

Die CDU zögert, sich zur Fortführung des Deutschlandtickets zu verpflichten, während die SPD es beibehalten und ein attraktives Preisniveau sichern möchte. Auch FDP und BSW unterstützen das Ticket, während die Grünen den Preis auf 49 Euro senken wollen. Die Linke strebt sogar eine dauerhafte Reduzierung auf 9 Euro an. Die AfD plant, das Ticket zu behalten, es jedoch zu einem „ehrlichen“ Preis anzubieten, ohne diesen zu spezifizieren.

Eine dauerhafte Preiserhöhung sieht Wortmann nicht als Lösung, da Kunden bei einem unattraktiven Angebot abspringen könnten. Er fordert Unterstützung von Bund und Ländern: „Für eine langfristige Finanzierung des Deutschlandtickets braucht es verbindlich zugesagte Mittel von Bund und Ländern in ausreichender Höhe.“ Eine maßvolle Anpassung des Ticketpreises sollte an einen Preisindex gekoppelt sein, der die Kostensituation der Branche berücksichtigt. (tph)

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