Neuerungen für die Rente ab 2026: Millionen Rentnerinnen und Rentner betroffen

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Von: Marie-Theres Wandinger

Von Versicherungsbeträgen bis zum Rentensatz. Jährlich ändern sich die Zahlungen vieler Deutscher. Auch 2026 ergeben sich für Rentner einige Neuerungen.

Berlin – Am Ende des Berufsalters erwartet sie die meisten Deutschen: die Rente. Über 22 Millionen Menschen zählen zu diesem Teil der Gesellschaft. Um die Absicherung im Alter auch weiter zu gewährleisten, haben die Politiker im Bundestag nun neue Regelungen festgelegt. Ein Teil davon tritt bereits nächstes Jahr in Kraft. Das gibt es für Rentner 2026 zu beachten.

Korrespondenz der Deutschen Rentenversicherung mit Euroscheinen *** Correspondence from Deutsche Rentenversicherung with Euro notes
Für viele Rentner ändern sich 2026 entscheidende Regelungen. Sie können sich auch auf ihr monatlichen Einkommen auswirken. © IMAGO/Guido Schiefer

Alle Rentner erwartet nächstes Jahr wieder eine Erhöhung. Zurzeit wird mit einem Wert von 3,73 Prozent gerechnet. Das Plus ist aber noch nicht festgeschrieben, da die Verordnung noch nicht abgeschlossen ist. Die ähnlichen Werte der letzten Jahre lassen aber darauf schließen, dass sich die Prognose im richtigen Bereich befindet.

Rentner und Rentnerinnen stehen vor Änderungen: Erhöhung von Steuer und Renteneintrittsalter

Aber nicht nur der Rentensatz, sondern auch die Steuer darauf erhöht sich. Davon sind aber nur die neuen Rentner betroffen. Ab 2026 gilt für Eintretende ein Wert von 84 Prozent. „16 Prozent der ersten vollen Bruttojahresrente sind steuerfrei“, heißt es einer Pressemitteilung der Deutschen Rentenversicherung (DRV). Jeder weitere Jahrgang muss 0,5 Prozent mehr versteuern, womit 2058 100 Prozent erreicht sind.

Und auch das Renteneintrittsalter steigt weiter an. Die Altersgrenze wird schrittweise von 65 Jahren auf 67 Jahre angehoben. Der Jahrgang 1961 kann erst mit 66 Jahren und sechs Monaten in Rente gehen. Jeder nachfolgende Jahrgang muss einen Monat länger arbeiten. Ab dem Jahrgang 1964 liegt die Grenze bei 67 Jahren, wie die Deutsche Rentenversicherung DRV erklärt. Wer sich unsicher ist, kann mit dem Rentenbeginnrechner sein Eintrittsalter berechnen.

Bargeldauszahlung gestrichen und 2000 Euro steuerfrei: Das ist für Rentner ab 2026 neu

Gleichzeitig ist es ab 2026 auch möglich, ein steuerfreies Maximum von 2000 Euro pro Monat dazuzuverdienen. Dieses Modell ermöglicht die neu eingeführte Aktivrente, wie die Bundesregierung mitteilte. Damit soll dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden. Zusätzlich steigt auch für Rentner der Betrag für einen Minijob auf 603 Euro.

Bis jetzt haben sich immer noch einige Rentner ihren monatlichen Betrag per Scheck bar auszahlen lassen. Das ändert sich allerdings ab 2026. Ab nächsten Jahr kann das Geld nur noch auf ein Bankkonto überwiesen werden. Die jeweiligen Daten mussten die Betroffenen allerdings bereits an die DRV schicken. Wer die Frist bis Ende Oktober verpasst hat, kann immer noch den Antrag ausfüllen. Allerdings müssen Rentner dann Anfang des nächsten Jahres mit einer Zahlungsunterbrechung rechnen. Das Geld verfällt aber nicht und wird später nachträglich überwiesen. Wer kein eigenes Konto hat, kann den monatlichen Betrag auch auf das Bankkonto einer vertrauten Person schicken lassen.

Neue Renten-Modelle sollen mehr Sicherheit im Alter bringen

Eine endgültige Änderung gibt es auch bei Riester-Rente. Da sich das Modell nicht durchsetzen konnte, können ab 2027 keine neuen Verträge mehr abgeschlossen werden. Dafür kommt ein neues System mit einem Altersvorsorgedepot, wie es in einer Mitteilung des Bundesministeriums für Finanzen heißt. Diejenigen, die bis aber bereits eingezahlt haben, müssen sich nicht sorgen. Laufende Verträge bestehen weiterhin und können auch fortgeführt werden. Alternativ können Interessierte zu einem kleinen Tarif in das neue Modell wechseln. Das Modell und das Riester-Ende kommen erst zwar erst 2027. Die Zahlung für das Depot gilt aber rückwirkend ab Januar 2026.

Eine zusätzliche Altersvorsorge bietet zudem das Modell der Frühstart-Rente. Hier können Eltern bereits ihr Kind ab dem sechsten Lebensjahr für die Rente unterstützen. Sie eröffnen ein „individuelles, kapitalgedecktes und privatwirtschaftlich organisiertes Altersvorsorgedepot“, wie die Bundesregierung in einer Pressemitteilung schreibt. Auf dieses Konto zahlt auch der Staat monatlich zehn Euro ein. Zudem kann das Depot mit eigenen Zahlungen aufgestockt werden. Das Kind muss hierfür mindestens sechs Jahre als ein. Das Modell endet mit dem 18. Lebensjahr, kann aber an die private Altersvorsorge geknüpft werden.

Die Zahlung für die Frühstart-Rente gilt ab Januar 2026, zur Umsetzung kommt es aber erst 2027. Auch Mütterrente 3 wird ab 2027 ausgezahlt. (Quellen: Bundesregierung, Bundesministerium für Finanzen, Deutsche Rentenversicherung) (mtw)

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