„Unbedingt vorher anstecken“: Diese Fehler beim Laden des Handys hat wohl fast jeder schon gemacht

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Von: Michelle Brey

Aufladen am Tag oder in der Nacht? Den Akku komplett leer werden lassen? Es gibt einige Dinge, die Nutzer beim Laden ihres Handys beachten sollten. Ein Experte gibt Ratschläge.

Kassel – Überall und zu jeder Zeit erreichbar zu sein: Das Smartphone macht es möglich. Doch auch das beste Handy und die beste Internetverbindung nützen wenig, wenn der Akku leer ist. Aufladekabel und Stromquelle, mehr benötigt es nicht. Doch was so einfach scheint, birgt einige Fehlerquellen. Wer auf ein lange funktionierendes Smartphone aus ist, sollte einige Aspekte beachten. Welche genau, erklärte Nachhaltigkeitsexperte Philip Heldt von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen im Gespräch mit IPPEN.MEDIA. 

Nachts oder tagsüber aufladen? – Experte gibt Empfehlung

Das Handy nachts aufzuladen, bietet sich für die meisten Menschen an. Tagsüber sind viele Menschen nicht zu Hause – und während dem Schlafen benötigen das Smartphone sowieso nicht. Ist es aber auch klug, das Handy deshalb nachts an die Stromquelle anzuschließen? „Besser nicht“, rät Experte Heldt.

Ein voller Handy-Akku ist heutzutage für viele von großer Bedeutung.
Ein voller Handy-Akku ist heutzutage für viele von großer Bedeutung. © Gerasimovi/Imago

Der Akku gehe dadurch zwar nicht direkt kaputt, es sei aber klüger, das Laden auf den Tag zu verschieben. „Lädt man es nachts, ist der Akku dann in der Regel nach zwei oder drei Stunden schon voll – je nach Ladegerät. Das heißt, das Handy hängt die ganze Nacht an diesem Ladegerät, es wird immer ein Erhaltungsstrom reingepusht und das belastet den Akku“, erklärt er. Wer also einen langlebigen Akku vorzieht, sollte das Handy tagsüber an- und nach einer gewissen Zeit auch wieder abstecken. Doch wann ist der ideale Akku-Ladestand erreicht?

Smartphones – Wie weit sollte der Akku aufgeladen werden?

„Klar, wenn ich weiß, ich bin den ganzen Tag unterwegs, dann lade ich natürlich auf 100 Prozent auf“, so Heldt zu unserer Redaktion. „Das kann man schon mal machen. Aber der Idealzustand ist zwischen 20 und 80 Prozent, weil dann der Akku einfach die meisten Ladezyklen schafft, ohne an Kapazität zu verlieren.“

Keine vollen 100 Prozent Akku – und umgekehrt auch keine null Prozent. Der Akku sollte nicht vollständig ausgereizt werden, erklärt der Experte. „Handy unbedingt vorher anstecken“, so sein Rat. Ansonsten würde der Akku schnell erschöpft sein. „Da wird der Akku relativ stark belastet und verliert dann eben auch schnell an Kapazität.“ Das Handy sollte auch regelmäßig ausgeschalten werden.

Achtung vor Überhitzung beim Aufladen des Smartphones

Übermäßige Hitze sollte für Verbraucher beim Ladevorgang ein Warnsignal sein. „Eine gewisse Erwärmung ist normal. Wenn man aber merkt, das ist richtig, richtig heiß – egal ob ich lade oder auch einfach so –, dann am besten irgendwo ins Freie legen. Falls es doch anfängt zu brennen, weil der Akku thermisch durchgeht, ist man dann so wenigstens auf der sicheren Seite“, sagt Heldt. Zuletzt brannte ein Handy in einem Krankenhaus in Verden.

Das sollten Verbraucher beim Aufladen vermeiden, weil sich das Handy sonst „einmal von innen erhitzt und zusätzlich von außen“:

  1. Handy bei Hitze nicht am Zigarettenanzünder im Auto laden.
  2. Handy während des Ladevorgangs nicht in der prallen Sonne liegen lassen. Bei sommerlichen Temperaturen ist also Vorsicht geboten.

Schnelles Aufladen des Smartphones: Experte gibt Tipp

Dass ein Handy „beim Schnellladen etwas wärmer wird als bei einem langsamen Ladegerät, ist normal“. Darauf seien die Geräte ausgelegt, so der Experte. Verbraucher müssten allerdings darauf achten, dass die Ladegeräte auch zu dem jeweiligen Smartphone passen. Nicht jedes USB-C-Kabel könne ein Handy schnell aufladen. Verbraucher sollten sich also im Vorhinein gut informieren. (mbr)

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