Diese Balkonpflanzen sind keine guten Nachbarn für Tomaten
Wer am Balkon oder im Garten gerne einfach alles bunt durcheinander pflanzt, sollte bei Tomaten aufpassen: Bestimmte Pflanzen können ihren Wuchs hemmen.
München – Tomaten sind eines der Lieblingsgemüse in Deutschland. Das liegt auch an ihren vielfältigen Formen, Farben und Geschmacksrichtungen. Allerdings sind sie im Garten und auf dem Balkon echte Diven: Sie mögen weder Staunässe noch Regen oder Wind, lieben es aber luftig und sonnig. Auch bei den Nachbarn sind sie wählerisch – nicht jede Pflanze verträgt sich mit ihnen. Erkennen können Sie das daran, dass die Tomatenpflanzen klein und kümmerlich bleiben, zu Pilzerkrankungen neigen oder kaum Früchte bilden.
Tomaten am Balkon pflanzen: Welche Pflanzen daneben eignen sich?
Ideal für den Anbau von Tomaten ist eine Mischkultur, etwa im Gemüse- oder im Hochbeet. Das funktioniert auch auf dem Balkon, wenn Sie mehrere unterschiedliche Pflanzenarten in einen großen Topf oder Kübel pflanzen. Bei der Wahl der anderen Gewächse können Sie unbesorgt zu Basilikum und Buschbohnen, Karotten und Knoblauch, Kopfsalat, Lauch, Petersilie, Pflücksalat, Radieschen, Roter Bete, Salat, Schnittlauch, Sellerie, Spinat und Zwiebeln greifen. Diese Pflanzen passen zur Tomate, und alle profitieren von der Kombination.

Basilikum hält Schädlinge ab und kann sogar den Geschmack der Tomaten verbessern; Petersilie lockt nützliche Insekten an. Knoblauch und Zwiebeln halten mit ihrem intensiven Duft Schädlinge ab. Tipp: Pflanzen Sie Kapuzinerkresse und Ringelblumen ins Beet. Die Kresse lenkt Schädlinge von den Tomaten ab und die Ringelblumen verringern die Zahl an Boden-Schädlingen.
Welche Pflanzen sollte man besser nicht Tomaten setzen?
Erbsen: Sie passen nicht zu Tomaten – jedenfalls nicht im Beet. Die Hülsenfrüchte haben nämlich reichlich Platzbedarf und können das Wachstum der Tomaten behindern. Außerdem verströmen Erbsen aus den Wurzeln einen Stoff, der den Tomaten schadet. Auch die Erbsenpflanze kann sich in der Nachbarschaft von Tomaten nicht gut entwickeln.
Fenchel: Ihn sollten Sie ebenfalls lieber von Tomatenpflanzen fernhalten. Auch er verströmt aus den Wurzeln eine Substanz, die für Tomaten ungünstig ist.
Kartoffeln: Sie vertragen sich nicht mit Tomatenpflanzen, weil beide zu den Nachtschattengewächsen gehören und deshalb anfällig für die gleichen Krankheiten sind. Außerdem können Kartoffeln den Tomatenpflanzen Nährstoffe wegnehmen.
Auberginen: Ähnliches gilt für die Aubergine, die ebenfalls ein Nachtschattengewächs ist und mit Tomaten nicht nur um Nährstoffe konkurriert, sondern auch anfällig für die gleichen Krankheiten ist.
Mischkultur
Eine Mischkultur ist eine Anbauform, bei der verschiedene Gemüsesorten, Kräuter, Salatsorten und auch Blumen in einem Beet wachsen. Ideal ist es, die Pflanzen so zu kombinieren, dass sie sich gegenseitig unterstützen. Etwa, indem sie Schädlinge fernhalten und keine Konkurrenten um Platz und Nährstoffe sind.
Sehr gute Nachbarn sind zum Beispiel Erdbeeren und Schnittlauch – die rote Frucht profitiert von den ätherischen Ölen des Schnittlauchs, die Schimmel verhindern können. Sinnvoll ist es, wenn Gemüse aus der gleichen Pflanzenfamilie nicht zu dicht beieinander steht.
Kohlgewächse konkurrieren mit Tomaten um Nährstoffe
Kohl und seine Verwandten sind Nährstoffkonkurrenten zur Tomate. Beide gelten als Starkzehrer und sollten deshalb in einigem Abstand zueinander stehen. Generell ist es hilfreich, darauf zu achten, stark zehrende Pflanzen nicht in direkte Nachbarschaft zu setzen. Dazu gehören neben Tomaten und Kohl auch Artischocken, Porree, Rhabarber, Sellerie, Kürbis und Zucchini.
Dill verträgt sich nicht mit Tomaten
Dill: Er verträgt sich anders als viele Küchenkräuter nicht mit Tomaten. Er kann ihr Wurzelwachstum behindern und entzieht ihnen wertvolle Nährstoffe aus dem Boden.
Mais: Auch wenn er nur von wenigen Gartenbesitzern angebaut wird, sollte Mais genug Abstand von Tomaten haben. Sie wächst nämlich so hoch, dass die Tomatenpflanze nicht mehr genug Sonne abbekommt.
Stangenbohnen: Auch die Kombination aus Tomaten und Stangenbohnen ist nicht immer günstig, denn die Bohnen sind sehr wachstumsfreudig und können den Tomaten nicht nur Sonne, sondern auch Nährstoffe nehmen.
Gurken übertragen Mehltau
Gurken sollten Sie ebenfalls in einigem Abstand zu Tomaten pflanzen. Das liegt nicht nur daran, dass sie unterschiedliche Bedingungen an ihren Standort stellen (Gurken mögen es feuchtwarm, Tomaten dafür trocken und warm), sondern auch daran, dass Gurken anfällig sind für Mehltau, den sie dann auf Tomaten übertragen können.
Walnuss: Wenn Sie einen Walnussbaum im Garten haben, sollten Sie Ihre Tomaten in sicherem Abstand setzen. Der Baum enthält das färbende Glykosid Juglon, das die Photosynthese benachbarter Pflanzen beeinträchtigt.