Temperatursturz erwartet – wie kann man Garten und Balkon auf die Schnelle wetterfest machen?

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Von: Ines Alms

Nach einem bisher zu warmen Oktober droht nun ein Temperatureinbruch mit Frost. Höchste Zeit, die Pflanzen vor der Kälte zu schützen.

Der Oktober 2023 war viel zu warm bisher. Laut wetter.de herrschten in vielen Regionen Deutschlands in den letzten Wochen fast hochsommerliche Temperaturen an die 30 Grad Celsius. Doch das Wetter soll sich auf drastische Weise ändern. Die Polarluft ist schon in Sichtweite und soll in den nächsten Tagen mehrere Temperaturstürze mit sich bringen. Ein herbstlicher Regen wird für Mensch und Natur kein Problem sein, aber so plötzliche winterliche Temperaturen mögen auch manche Gartenbesitzer und empfindliche Pflanzen kalt erwischen. Vor allem im Süden könnte es bitterkalt werden. Daher sollte man schnell noch an einen ausreichenden Schutz für Beet und Kübelpflanzen denken.

Kältetoleranz je nach Pflanzenart unterschiedlich

Herbstblumen und Blatt mit Frostreif
Im Herbst sollten Hobbygärtner immer für einen plötzlichen Temperatursturz gewappnet sein. © CHROMORANGE/imago

Unter zehn Grad Celsius wird es für kälteempfindliche Pflanzen ungemütlich. Tritt Frost auf, was vor allem nachts möglich ist, erleiden nicht winterharte Pflanzen bestenfalls Frostschäden wie verfaulte oder vertrocknete Blätter und Triebe, schlimmstenfalls sterben sie schnell ab. Manchmal ist dies nicht auf den ersten Blick ersichtlich, da auch das Wurzelsystem betroffen sein kann.

Vor allem schnelles Frieren und erneutes Auftauen in der Sonne kann hier laut der Gartenakademie Rheinland-Pfalz gefährlich werden, weil dies zu Spannungen im Gewebe der Pflanzen führt, sodass die Zellwände reißen. Dies betrifft vor allem wintergrüne Laubgehölze wie Kirschlorbeer und Buchsbaum sowie Rosen. 

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So bald wie möglich Schutzmaßnahmen treffen

So schützen Sie Ihren Garten vor einem Temperatureinbruch:

  • Bewässerung: Ob auf dem Balkon oder im Garten – gießen Sie Ihre Pflanzen vor dem Einsetzen eines Temperatursturzes gut. Denn viele Pflanzen erfrieren nicht, sondern sie verdursten, weil sie im gefrorenen Boden nicht genug Wasser aufnehmen können. Dies betrifft besonders Pflanzen im Topf.
  • Abdecken im Freiland: Pflanzen im Beet sind besser vor Kälte geschützt. Dennoch hilft hier das Mulchen: Dies hält die Bodentemperatur stabiler und speichert die Feuchtigkeit besser im Boden. Rosen kann man anhäufeln. Bei sehr starkem Frost Beete mit Frostschutzvlies oder Jute abdecken.
  • Kübelpflanzen umhüllen: Kleine Kübelpflanzen sollten Sie schon in das helle, aber nicht zu warme Winterquartier ins Haus bringen. Große Pflanzen werden im Topfbereich mit Zeitungen, Vlies oder Stroh umwickelt und am besten zusätzlich mit einer Lage Luftpolsterfolie geschützt – auch winterharte Pflanzen können sonst erfrieren.
  • Balkonkästen abhängen: Heben Sie Balkonkästen von der Brüstung, damit sie nicht auch von unten im Wurzelbereich die Kälte so stark zu spüren bekommen. Kästen und Kübel auf dem Boden zusammenstellen, am besten an einer geschützten Hauswand.

Wenn die Pflanzen nach einem überraschenden Frost Triebe und Blätter hängen lassen, sollte man sie möglichst schnell an einen frostfreien, kühlen Ort bringen und vorsichtig gießen. Nach einigen Tagen, wird sich zeigen, ob die Pflanze wirklich erfroren ist oder nur zu wenig Wasser hatte, also an Frosttrocknis leidet.

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