Spinnen von der Wohnung fernhalten – mit bestimmten Pflanzen

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Von: Silke Böttcher

Spinnen im Haus zu haben – das muss nicht sein. Hier ein paar Tipps, wie Sie die Krabbeltiere auf sanfte Art und Weise vertreiben.

Kaum ist es warm genug, wieder länger Fenster und Balkontür offenzulassen, tauchen schon die ersten Spinnen in der Wohnung in der Wohnung auf. Dort sind die achtbeinigen Tiere allerdings nicht unbedingt erwünscht. Pestizide sind keine gute Lösung, denn erstens sind Spinnen nützlich und außerdem enthalten die Mittel Chemikalien, die umweltschädlich sein können. Es gibt bessere Lösungen. Eine davon sind Pflanzen, die Spinnen überhaupt nicht mögen. Das liegt daran, dass sie intensiv duften.

Große Hauswinkelspinne an einer Wand. Viele Spinnen im Haus deuten auf ein gutes Raumklima hin.
Die meisten haben Spinnen nicht gerne in ihrer Wohnung. Wie wird man sie mit Düften wieder los? (Symbolbild) © blickwinkel/H. Bellmann/Imago

Duft von Lavendel und Basilikum mögen Spinnen nicht

Lavendel hat den großen Vorteil, dass die meisten Menschen ihren Duft sehr schätzen – Spinnen dagegen mögen ihn überhaupt nicht. Stellen Sie an Fenster und Türen, durch die Spinnen sonst gerne ins Haus kommen, Töpfe mit Lavendelpflanzen auf. Alternativ können Sie auch getrocknete Lavendelblüten nehmen oder einige Tropfen Lavendelöl auf eine Untertasse geben, die Sie dann auf die Fensterbank stellen.

Wer die Mittelmeerküche liebt, der mag sicher auch die würzigen Blätter des Basilikums. Es gibt Töpfchen im Supermarkt zu kaufen, die Blätter können dann für jede Mahlzeit frisch geerntet werden. Ganz nebenbei hält der kräftige Duft Spinnen ab.

Geruch von Pfefferminze und Eukalyptus, um Spinnen zu vertreiben

Sie können die ätherisch duftenden Blätter der Pfefferminze als Zutat für Tee verwenden (frisch oder getrocknet) oder als Deko für Drinks und Sommerlimonaden einsetzen. Mit heißem Wasser übergossen, sind sie auch ein gutes Mittel gegen Erkältungen. Spinnen allerdings mögen den Duft nicht. Tipp: Statt der Pflanze können Sie auch Pfefferminzöl zum Spinnen-Abschrecken nehmen und etwa Fensterrahmen mit verdünntem Öl einreiben.

Ähnlich wie Pfefferminze wirkt übrigens auch Eukalyptus. Die Pflanze kommt ursprünglich aus Australien und ist mit ihren silbrig-blaugrünen Blättern sehr dekorativ. Sie können sie in guten Gartencentern kaufen und stellen den Topf am besten an einem hellen, warmen Ort am Fenster auf. Zugluft mag die Pflanze nicht. Zum Abschrecken von Spinnen können Sie auch hier alternativ zur Pflanze das ätherische Eukalyptusöl einsetzen.

So werden Sie Spinnen los

Wenn es in Ihrer Wohnung Ecken gibt, in denen sich schon häufiger Spinnen aufgehalten haben, können Sie diese Bereiche mit einer Mischung aus Wasser, Pfefferminzöl (etwa 20 Tropfen) und zwei Tropfen Spülmittel besprühen. Das verhindert, dass sich die nächste Spinne dort niederlässt.

Wenn mal eine Spinne bei Ihnen auftaucht: Verzichten Sie darauf, sie mit Insektiziden zu töten oder einzusaugen. Versuchen Sie, das Tier einzufangen. Meistens klappt es, indem Sie ein Glas über sie stülpen und vorsichtig ein Stück Pappe zwischen Glasrand und Wand schieben. Achten Sie aber unbedingt darauf, dass das Glas groß genug ist, damit sie sie nicht verletzen.

Wenn die Spinne weiter oben an der Wand sitzt, können Sie spezielle Spinnenfänger verwenden. Sie bestehen aus einem langen Griff und einem Fach, in dem Sie die Tiere einfangen können. Sie müssen das Fach nur verschließen und können die Spinne ganz einfach nach draußen bringen.

Rosmarin und Thymian mögen die Krabbeltiere nicht

Mit seinen langen, nadelförmigen Blättern und den lilafarbenen Blüten ist Rosmarin sehr dekorativ. In der Küche werden die Blätter für mediterrane Speisen eingesetzt, sie aromatisieren aber auch Desserts und sogar Marmeladen. Spinnen haben für den Duft nichts übrig. Das gilt auch für Thymian, der dichte, duftende Polster bildet und ebenfalls in der mediterranen Küche eingesetzt wird.

Auch Duft von Katzenminze meiden die Spinnen

Die Staude duftet sehr angenehm nach Pfefferminze und Zitrone. Ihre Blätter können Sie als Zutat für Tee verwenden, der schmerzlindernd, stressabbauend und belebend wirkt. Apropos belebend: Die Pflanze verdankt ihren Namen der Tatsache, dass sie bei Katzen sehr beliebt ist. Die Samtpfoten reiben sich gerne daran und sind verspielter, wenn sie den Duft riechen. Spinnen dagegen nehmen Reißaus.

Zitrone oder frische Esskastanie, um Spinnen abzuschrecken

Auch Zitronen-Duft mögen viele Spinnen nicht. Wenn Sie keinen Zitronenbaum haben, können Sie Zitronen aufschneiden und auf einen Teller legen, den Sie dann zum Beispiel auf die Fensterbank stellen. Alternativ können Sie auch Zitronenöl verwenden.

Eine Studie zeigt, dass auch die Früchte der Esskastanie eine abschreckende Wirkung auf Spinnen haben können. Frisch gesammelt, haben sie einen Duft, den die Achtbeiner nicht mögen. Allerdings lässt die Wirkung nach, wenn die Früchte trocknen. Alternativ können Sie die Kastanien zerdrücken – dann wird der Duft noch stärker.

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