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Affenpocken: Erster Hund zeigt Symptome – Herrchen haben ihn wohl angesteckt

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Von: Anna Katharina Küsters

In Frankreich berichten Forscher, ein Hund habe sich mit Affenpocken infiziert. Es wäre damit die erste Übertragung vom Menschen auf ein Tier.

Sie sind zwar nicht so ansteckend und gefährlich wie Coronaviren, halten Forscher weltweit aber in Atem: die Affenpocken. Seit ein paar Monaten verbreiten sie sich auch in Europa. Nun haben Forscher aus Frankreich einen Fall gemeldet, bei dem sich die Affenpocken von zwei erkrankten Männern, auf deren Hund übertragen haben soll. Ein endgültiges Ergebnis liegt noch nicht vor, doch die Angst vor solchen Übertragungen zwischen Mensch und Tier ist groß. Experten können zumindest ein bisschen beruhigen.

Affenpocken: Erster Hund zeigt Symptome – ist das gefährlich?

Übertragung des Affenpockenvirus auf Hunde nicht ausgeschlossen. (Symbolbild)
Übertragung des Affenpockenvirus auf Hunde nicht ausgeschlossen. © Science Photo Library/Imago

Die beiden mit Affenpocken infizierten Herrchen hätten mit ihrem Hund im Bett geschlafen, wie eine französische Forschergruppe in der wissenschaftlichen Zeitschrift „The Lancet“ berichten. Die beiden Männer bekamen für Affenpocken typische Symptome wie Pusteln im Gesicht, an ihren Beinen und am Rücken und Hautprobleme im Analbereich. Etwa zwei Wochen später zeigten sich am Bauch ihres Hundes Pusteln sowie Hautauffälligkeiten im Analbereich. Sowohl im Analbereich als auch im Mundraum des Hundes fanden Ärzte Spuren der Affenpockenviren.

Eine eindeutige Infektion ist damit jedoch noch nicht bestätigt, vermerkt ein Experte in der Neuen Zürcher Zeitung. Der Hund zeige zwar ähnliche Symptome wie seine Herrchen, um eine Übertragung der Krankheit aber zweifelsfrei nachweisen zu können, brauche es noch weitere Daten. Da sich Hund und Mensch ein Bett teilten, könnte das Tier auch darüber Viren auf der Haut aufgenommen haben.

Affenpocken: Die Angst vor Übertragungen aufs Tier

Dass sich Hunde oder Katzen bei Menschen mit dem Affenpockenvirus anstecken können, gilt als nicht unwahrscheinlich. Laut Experten sei es aber, falls es auftrete, ein seltenes Phänomen. Auf Kontinenten wie Afrika, wo die Affenpocken schon länger grassieren, stellten Forschende jedoch fest, dass auch folgende Tierarten mit Affenpocken infiziert sein können:

Die größte Sorge bei einer Übertragung vom Menschen aufs Tier besteht darin, dass sich die Viren im tierischen Körper verändern könnten und dann in gefährlicherer Variante wieder zurück auf den Menschen übertragen. Dagegen spricht allerdings die Eigenschaft von Pockenviren, sich an ihren Wirt anzupassen. Das bedeutet, dass die Viren sich so verändern, dass sie das Immunsystem ihres Wirtes besser umgehen können und innerhalb der Wirtsart schneller übertragbar sind. Somit könnten sich mehr Hunde infizieren, aber nicht unbedingt Menschen.

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