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Oliver Pocher reagiert auf #allesdichtmachen und „droht“ mit Parodievideos

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Von: Stefanie Knupp

Oliver Pocher mit Brille sitzt am Tisch
Oliver Pocher hat sich für seine Parodien verschiedene Accessoires besorgt (Screenshot). © Instagram/oliverpocher

Nachdem eine Internetaktion, an der sich rund 50 Schauspieler beteiligten, für Diskussionen sorgt, veröffentlicht Oliver Pocher dazu Parodien.

Köln – Comedian Oliver Pocher schaltet sich am Freitag in die Debatte rund um die Aktion #allesdichtmachen ein. Er kündigte auf Twitter an „morgen jede Stunde ein Parodievideo zu #allesdichtmachen zu drehen, bis der Lockdown beendet ist!“ Die ersten Videos sind bereits online. Pocher kritisiert häufig Influencer und andere, die scheinbar sorglos nach Dubai reisen oder illegale Partys feiern in seiner Bildschirmkontrolle.

Zum Hintergrund: Rund 50 prominente Film- und Fernsehschauspieler wie Ulrich Tukur, Ulrike Folkerts, Richy Müller, Heike Makatsch, Jan Josef Liefers und viele weitere verbreiteten am Donnerstag bei Instagram und auf YouTube gleichzeitig ironisch-satirische Clips mit persönlichen Statements zur Coronapolitik der Bundesregierung. Schauspieler Richy Müller zum Beispiel atmet in seinem Clip abwechselnd in zwei Tüten und kommentiert ironisch: „Wenn jeder die Zwei-Tüten-Atmung benutzen würde, hätten wir schon längst keinen Lockdown mehr. Also bleiben Sie gesund und unterstützen Sie die Corona-Maßnahmen. Ich geh jetzt mal Luft holen.“ Andere prominente Schauspielkollegen reagierten auf die Aktion entsetzt.

Oliver Pocher lädt Parodievideos hoch – „sollte Androhung genug sein“

Jetzt betritt auch Oliver Pocher das Diskussionsterrain und das auf ebenfalls ironische Weise. „Hallo, mein Name ist Oliver Pocher (Vollidiot) und ich bin Schauspieler (Vollidiot)...“, beginnt er seinen Tweet. So beginnen auch die Clips der Schauspieler. Er wolle morgen jede Stunde Parodievideos hochladen, bis der Lockdown beendet ist. „Das sollte genug Androhung sein!“

In seinem ersten Clip spricht Oliver Pocher mit sanfter Stimme in die Kamera, parodiert damit einige der Schauspieler, die es ebenfalls so hielten. Er mache sich Gedanken, zum Beispiel warum er eine Kaffeetasse in der Hand hat. Und was das mit Corona zu hat. Für sein zweites Video hat er sich „gemafreie Klaviermusik besorgt“, denn so wirke alles noch viel dramatischer. Außerdem trägt er eine Brille. „Das unterstützt die Kraft von dem, was ich gleich sage.“

Parodievideos von Oliver Pocher: User reagieren gespalten

Ein Sacko soll ihn in Clip Nummer drei seröser wirken lassen. Oliver Pocher „beschwert“ sich über die Schattenseiten des Lockdowns und nimmt sich dabei auch selbst auf‘s Korn. „Vor der Pandemie hatte ich Tinder, da konnte ich mich mit jedem treffen, mit dem ich wollte. Doch dann habe ich Amira kennengelernt und dann kam Corona und dann haben wir jedes Jahr ein Kind bekommen“, erklärt er. „Von meiner Seite wäre es schön, wenn der Lockdown irgendwann zu Ende ist, denn lange kann ich mir das nicht mehr leisten.“

Für seine Parodien kassiert der Entertainer Zuspruch aber auch einiges an Gegenwind in den Kommentarspalten. Einige User befürworten die Aktion der Schauspieler. Pocher selbst war letztens in Kritik geraten, als er seine Frau Amira verteidigte. Nach einem Auftritt in einer RTL-Show war Amira Pocher auf einem Foto mit sieben weiteren Frauen zu sehen. TV-Moderator Elton hatte Pocher daraufhin vorgeworfen, diese nicht-coronakonforme Aktion nicht genauso zu kritisieren, wie er es bei anderen macht.

Unterm Strich: Nur Parodie oder ernstzunehmende Kritik? Oliver Pocher reagiert auf die verunglückte Kampagne der rund 50 Schauspieler. Während Kollegen wie Kida Khodr Ramadan oder Elyas M‘Barek klare Worte für ihre Gegenposition gefunden haben, macht Oliver Pocher es auf seine eigene Weise. (sk mit dpa)

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