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Romina und Stefano helfen im Katastrophengebiet: „Mir fehlen echt die Worte“

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Von: Stefanie Knupp

Stefano Zarrella küsst Romina Palm auf die Wange
Stefano Zarrella und Romina Palm helfen Betroffenen (Archivbild). © Instagram/romina.gntm.2021.official

Romina Palm und Stefano Zarrella packen mit an. Sie fahren nach Rheinland-Pfalz, um den Hochwasser-Betroffenen zu helfen. Die Behörden raten von unorganisierten Fahrten ab.

Köln – Die Hilfsbereitschaft nach der Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz ist riesig. In den sozialen Medien nutzen auch Influencer ihre Reichweite, um zum Spenden oder Helfen aufzurufen. Romina Palm und Stefano Zarrella waren am Dienstag selbst in einem Katastrophengebiet, um vor Ort mit anzupacken.

„Ich werde euch ein paar Einblicke einblenden, werde aber nicht genau den Standort hier einfügen, weil ich auch weiß, dass ich viele Junge in meiner Story habe“, erklärt Romina vor der Abfahrt. „Ich will hier niemanden dazu animieren, da hinzukommen, aber es gibt sehr viele Seiten, wo sehr viel erklärt wird.“ Tatsächlich hatte der Krisenstab in Rheinland-Pfalz davon abgeraten, eigenständig in die betroffenen Gebiete zu fahren, um die Wege für Rettungsfahrzeuge frei zu halten.

Romina und Stefano im Katastrophengebiet: Häuser ausräumen und Schlamm schippen

Im Katastrophengebiet rund um Ahrweiler gibt es mittlerweile einen Shuttleservice, der freiwillige Helfer in die Orte fährt, in denen Hilfe gebraucht wird. Wie genau Romina und Stefano in das Gebiet gekommen sind, ist nicht klar. In der Instagram-Story von Stefano Zarrella erfahren Fans dann doch, wo die Frischverlobten helfen: In Dernau, im Landkreis Ahrweiler im Norden von Rheinland-Pfalz.

Stefano bereitet noch Snacks vor, die er später an einer Sammelstelle abgibt. Gegen 14 Uhr sollen sie vor Ort sein, schreibt er in seiner Story. Das klingt zumindest nach einer organisierten Aktion. „Wir wurden direkt gebeten, hier mitzumachen“, berichtet Stefano nach der Ankunft. Er, Romina und andere Influencer schippen Schlamm und räumen Häuser leer. Der Sperrmüll stapelt sich meterhoch. Alle sind über und über voll mit Schlamm.

Stefano Zarrella geschockt vom Anblick im Katastrophengebiet

„Mir fehlen echt die Worte. Das ist viel krasser als im Fernsehen, wirklich“, schildert Stefano seine Eindrücke aus dem Dorf. „Schaut euch mal das an“, sagt er, während er zwei Autos zeigt, die durch das Hochwasser übereinander gestapelt wurden. „Das Wasser war einfach bis da oben hoch, bis zu acht Metern.“ Man sieht eine Hauswand, an der noch deutlich die Wasserkante erkennbar ist.

Um halb sieben muss Feierabend gemacht werden. „Die Dame, die vor Ort alles organisiert, hat uns gebeten, nach Hause zu fahren, weil die großen Räumfahrzeuge jetzt reinfahren“, so Stefano nach seinem Einsatz. Die Fahrzeuge holen den ausgeräumten Müll ab, den die Helfer vor den Häusern aufgetürmt haben. Zur Einordnung: Bis Dienstag wurden zum Beispiel in Erftstadt 1400 Tonnen Sperrmüll abtransportiert.

Stefano Zarrella will Buss für Helfer in Katastrophengebieten organisieren

Am Mittwoch kündigte Stefano an, noch einmal zum Helfen in ein Katastrophengebiet fahren zu wollen. „Ich versuche gerade mit der Organisation, wo ich auch am Sonntag das Essen vorbeigebracht habe, jetzt zu organisieren, dass aus Köln oder bestimmten Standpunkten Busse da hinfahren, wo man helfen kann“, berichtet der Food-Blogger. Die sollen dann koordiniert werden. Denn, so auch seine Erfahrung, die Polizei mache Orte dicht, wenn die wichtigen Fahrzeuge, wie Feuerwehrautos und Krankenwagen nicht mehr durchkommen, wenn zu viele Autos an den Straßen parken.

Unterm Strich: Romina und Stefano packen mit an und helfen den Betroffenen der Hochwasserkatastrophe. Jeder der helfen möchte, sollte sich unbedingt bei den zuständigen Behörden informieren und nicht auf eigene Faust in ein Katastrophengebiet fahren. Und womöglich noch mit seinem Auto die Straße verstopfen. Viele Influencer nutzen ihre Reichweite und posten Telefonnummern und Ansprechpartner organisierter Hilfsangebote. (sk)

Hinweis: Dieser Artikel wurde am 21. Juli um 15:50 inhaltlich aktualisiert. Neuerung: Stefano Zarrella plant Bus-Transfers.

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