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Rudi Cerne: Alle Infos über den „Aktenzeichen XY“-Moderator

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Von: Oliver Schmitz

Rudi Cerne moderiert seit 2002 „Aktenzeichen XY ...ungelöst“ und ab November auch das neue Format.
Rudi Cerne moderiert seit 2002 „Aktenzeichen XY ...ungelöst“. © Matthias Balk/dpa

Rudi Cerne ist ein Mann des Erfolges. Nach seiner Profi-Karriere als Eiskunstläufer gelang dem Ruhrpottler der Quereinstig als Fernsehmoderator im ZDF.

Köln/Rodenach – Auch wenn Rudi Cerne noch aktiv ist, kann er bereits jetzt auf eine mehr als beeindruckende Karriere in Sport und Fernsehen zurückblicken. Richtig bekannt wurde der 62-Jährige durch die beliebte ZDF-FernsehsendungAktenzeichen XY ... ungelöst, die er nun seit fast 20 Jahren moderiert.

Rudi Cerne: Geboren im Ruhrgebiet und mit Eiskunstlaufen in die Welt

Rudi Cerne wurde am am 26. September 1958 in Wanne-Eickel (Ruhrgebiet) geboren und besuchte ab 1965 die Josefschule in Herne. Nach seinem Schulabschluss studierte er Sport und Biologie auf Lehramt, brach das Studium jedoch ab, um sich auf seine Eiskunstlaufkarriere zu konzentrieren.

Cerne stand bereits mit fünf Jahren das allererste Mal auf dem Eis und feierte zwischen 1978 und 1984 diverse nationale wie internationale Erfolge. Unter anderem wurde er zweimal deutscher Meister und nahm an den Olympischen Spielen 1980 und 1984 teil.

Sein Vater war Auslöser und stets treibende Kraft für das Eiskunstlaufen gewesen. Dieser war selbst leidenschaftlicher Eisläufer, verlor aber mit 22 Jahren im Zweiten Weltkrieg ein Bein, weshalb er dem Sport anschließend nicht mehr nachgehen konnte. Wie Cerne im Interview mit der Lingener Tagespost erzählte, hatte sein Vater den eigenen Traum schließlich durch ihn verwirklicht.

Alle sportlichen Erfolge von Rudi Cerne im Überblick:

Im Jahr 1984 beendete Cerne schließlich seine aktive Karriere als Leistungssportler und startete eine Ausbildung zum Eiskunstlauf-Trainer, welche er später jedoch abbrach. Parallel dazu wurde er Profi-Läufer bei der Eisshow „Holiday on Ice“, bei der er bis 1988 auftrat.

Rudi Cerne: Quereinstieg in den Sportjournalismus und Karriere als Fernsehmoderator

Parallel zu seinen letzten Jahren bei „Holiday on Ice“ startete Rudi Cerne seine journalistische Karriere mit mehreren Hospitanzen und Praktika. Ab 1988 wurde er Freier Mitarbeiter beim WDR in Köln, wo er sowohl in der Sportredaktion als auch bei der „Aktuelle Stunde“ tätig war. Ein Jahr später wechselte er als Reporter und Moderator zum HR in Frankfurt, dabei arbeitete er sowohl im Hörfunk als auch im Fernsehen. 1990 wurde er dann Live-Reporter bei der ARD für Eiskunstlaufen-Events sowie Tanzturniere. Ab 1992 kamen dann Moderations-Tätigkeiten für andere ARD-Sportsendungen wie „Sport-Extra“ und die „Sportschau“ hinzu.

Im Jahr 1996 wechselte er dann zum ZDF und wurde Live-Reporter, Redakteur und Moderator der „ZDF SPORTreportage“. Von 1999 bis 2006 moderierte er im Wechsel mit Kollegen „Das aktuelle Sportstudio“. Im Jahr 2002 moderierte Cerne mit „Aktenzeichen XY … ungelöst“ das erste mal eine Sendung außerhalb des Sport-Umfeldes. Offenbar fand er daran gefallen, denn seitdem ist er der Krimi-Fernsehreihe treu geblieben. Alle aktuellen Sendungen, bei denen Rudi Cerne als Moderator tätig ist, im Überblick:

In der Vergangenheit hatte Rudi Cerne noch andere Sendungen zeitweise oder einmalig moderiert:

Abseits der Moderation war Cerne auch bereits bei einer Folge von „Die Rosenheim-Cops“ und in im Krimi „Ostfriesenblut“ als Schauspieler zu sehen.

Rudi Cerne privat: Schulische Laufbahn verlief holprig – Verwechslung mit einem Terroristen in Düsseldorf

Einen weiteren Erfolg oder besser gesagt Verdienst erhielt Cerne im Jahr 2014, als ihm die Bayerischen Staatsmedaille Innere Sicherheit verliehen wurde.

Seit 1987 ist Rudi Cerne verheiratet und lebt gemeinsam mit seiner Frau in Rodenbach bei Hanau. Die beiden haben eine gemeinsame Tochter (geboren 1990). Ein etwas kurioses Ereignis erlebte Cerne am 27. Dezember 1978. Damals wurde er am Flughafen Düsseldorf fälschlicherweise mit dem gesuchten Terroristen Christian Klar verwechselt und für kurze Zeit in Gewahrsam genommen. (os)

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