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WDR zahlt Abfindung an Ex-Moderatorin Standl

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Von: Johanna Werning

Links: Das WDR-Haus in Köln. Rechts: Moderatorin Simone Standl kommt zur Kölner Premiere des Circus Theater Roncalli auf dem Neumarkt.
Der WDR und Ex-Moderation Simone Standl einigen sich vor Gericht auf einen Vergleich (Symbolbild) ©  Future Image/Imago & Panama Pictures/Imago

Der WDR und Simone Standl einigten sich vor dem Landgericht auf einen Vergleich. Der Sender zahlt seiner Ex-Moderatorin eine weitere Abfindung.

Köln – 17 Jahre stand Simone Standl beim WDR vor der Kamera, zuletzt moderierte sie die „WDR Lokalzeit Köln“. Dann wurde sie gekündigt. Die Gründe? Unstrittig. Klar ist allerdings: Einen „Friede, Freude, Eierkuchen“-Abschied zwischen Moderatorin und Sender gab es 2021 nicht. Stattdessen erhob Standl schwere Vorwürfe gegen den WDR: Sie sei abgesägt worden, weil sie zu alt und nicht divers genug sei. Es folgte eine Klage gegen den Sender. Nun gibt es Einigung zwischen der Moderatorin und dem WDR – dank eines Vergleichs vor dem Landgericht Köln.

Einigung vor Gericht: WDR zahlt Abfindung an Ex-Moderatorin Standl

Bereits im November 2021 zog Standl vors Arbeitsgericht, im Februar 2022 wurde die Klage gegen den öffentlich-rechtlichen Sender jedoch abgewiesen. Für Standl kein Grund aufzugeben. Sie legte gemeinsam mit ihrem Anwalt Rolf Bietmann Berufung ein. Mit Erfolg – zumindest teilweise.

„In der mündlichen Verhandlung beim Landesarbeitsgericht Köln hatten die Parteien Gelegenheit, zum Sachverhalt und ihren Rechtsansichten – insbesondere zum streitigen Status der Klägerin beim WDR und zur Wirksamkeit der tariflichen Zahlungsregelungen – Stellung zu nehmen“, teilt das Landgericht mit. „Die Parteien einigten sich schließlich auf eine Beendigung ihrer Vertragsbeziehung und auf die Zahlung eines weiteren Beendigungsgeldes.“

Konkret heißt das: Der Sender zahlt eine weitere Abfindung. Der Grund für die zusätzliche Zahlung: Bei der Berechnung des bereits gezahlten Betrags sei laut Standl zu Unrecht Kindererziehungszeiten nicht berücksichtigt worden.

Standl gegen den WRD: Was ist passiert? Die Chronik im Überblick

Standl gegen den WDR: Vergleich gefunden – doch Sender kann Widerrufsrecht wahrnehmen

Wie hoch die Abfindung genau ist, teilt das Landgericht nicht mit. Aber: Mit der Abfindung gehen Standl und der Sender endgültig getrennte Wege. Es sei denn, der WDR nimmt das Widerrufsrecht wahr. Bis Mitte Oktober hat der Sender dafür Zeit. Falls er das Recht jedoch nicht wahrnimmt, gilt der Vergleich und der Sender zahlt Standl das zusätzliche Beendigungsgeld. (jw) Fair und unabhängig informiert, was in Köln und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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