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Streik beim WDR: Auswirkungen auf das TV-Programm?

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Von: Mick Oberbusch, Melissa Ludstock

Das Schild des WDR hängt an einem Gebäude in Düsseldorf.
Wegen eines Warnstreiks legen zahlreiche Mitarbeiter des WDR am Mittwoch (5. Oktober) ihre Arbeit nieder. © Michael Gstettenbauer/Imago

Für Mittwoch (5. Oktober) hatte Verdi die Mitarbeiter des WDR zum Streik aufgerufen. Zunächst hieß es, der Streik hätte Auswirkungen auf das TV-Programm.

Update vom 6. Oktober, 19:30 Uhr: Ein Warnstreik beim WDR hatte wohl doch weniger Auswirkungen, als zunächst angenommen. Wie eine Sprecherin des WDR am Donnerstag mitteilt, konnte „WDR aktuell“ doch von 21:45 bis 22:15 Uhr ausgestrahlt werden. Am Vortag hieß es zunächst, dass die Sendung nur bis 22 Uhr dauern würde.

Zudem korrigierte der WDR eine weitere Information. Eigentlich sollte am Mittwochabend ab 22 Uhr das Programm des SWR übernommen werden. Das war nicht der Fall, hieß es am Donnerstag: „Es ist keine Übernahme des SWR Programms ab 22 Uhr erfolgt“.

Warnstreik beim WDR: Auswirkungen auf TV-Programm

Update vom 5. Oktober 2022, 15:20 Uhr: Aufgrund eines Warnstreiks kommt es „heute im WDR-Programm in Fernsehen, Hörfunk und Online zu Einschränkungen“, das teilt der WDR auf Anfrage von 24RHEIN mit. Man tue alles, um die Auswirkungen für Hörer, Zuschauer und Online-Nutzer „so gering wie möglich zu halten“. Auf welche Änderungen sich Zuschauer des WDR-Fernsehens am heutigen Mittwoch einstellen müssen:

WDR-Programm: Laufen „Lokalzeit“ und „Aktuelle Stunde“ wie gewohnt?

Zahlreiche Zuschauer schauen täglich die verschiedenen Ausgaben der „Lokalzeit“ (täglich ab 19:30 Uhr) sowie die „Aktuelle Stunde“ (18:45 Uhr). Die „Aktuelle Stunde“ sendet nach WDR-Angaben am Mittwoch „wie gewohnt“. „Sollten einzelne Lokalzeitausgaben ausfallen, was zur Zeit nicht absehbar ist, würden Ausgaben aus den anderen Regionen übernommen“, teilt der WDR mit. „Das WDR Fernsehen hat seine Sendestrecke bis in den Abend hinein abgesichert.“ „WDR aktuell“ wird von 21:45 bis 22 Uhr gezeigt.

WDR Lokalzeit – es gibt sie in folgenden Städten und Regionen

WDR Lokalzeit aus Köln

WDR Lokalzeit aus Düsseldorf

WDR Lokalzeit aus Duisburg

WDR Lokalzeit aus Dortmund

WDR Lokalzeit aus Bonn

WDR Lokalzeit aus Aachen

WDR Lokalzeit Südwestfalen

WDR Lokalzeit OWL

WDR Lokalzeit Ruhr

WDR Lokalzeit Münsterland

WDR Lokalzeit Bergisches Land

Änderungen im WDR: Streik-Auswirkungen bei WDR2

Änderung im WDR: „Aktuelle Stunde“ am Dienstag von Streik betroffen

Update vom 5. Oktober 2022, 14 Uhr: Verdi ruft Mitarbeiter des WDR am Mittwoch, 5. Oktober, zum Warnstreik auf. Welche Auswirkungen der erneute Streik auf das Programm des WDR hat, ist noch nicht klar. Zum Warnstreik aufgerufen sind in „allen Betriebsteilen des WDR“ Arbeitnehmer, Auszubildende und Volontäre.

Angesetzt ist der Warnstreik von Mittwoch, 5. Oktober, 2 Uhr, bis Donnerstag, 6. Oktober, 2 Uhr. Zum Mittag beteiligten sich rund 700 Mitarbeiter am Warnstreik, sagt Stephan Somberg von Verdi auf 24RHEIN-Anfrage.

Und schon einige Stunden zuvor gab es am Dienstagabend (4. Oktober) für Zuschauer ein ungewohntes Bild im WDR. Statt im Studio moderierte Martin von Mauschwitz die „Aktuelle Stunde“ im WDR aus einem Flur. „Ja, das ist die Aktuelle Stunde, auch, wenn es völlig anders aussieht“, sagte er.

Der Grund: Ein Warnstreik, bereits am Vortag. „Wir haben als Verdi gestern bereit zu einem kurzfristigen Warnstreik aufgerufen“, erklärt Somberg. Dabei hätten ausgewählte Bereiche die Möglichkeit zum Streik gehabt. „Heute besteht die Möglichkeit, dass sich alle beteiligen.“

Es ist bereits der zweite Streik innerhalb weniger Wochen. Hintergrund sind die aktuellen Tarifverhandlungen. Mitte September hatten über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt, um für mehr Geld zu demonstrieren (siehe Erstmeldung unten). Unter anderem fordert Verdi die Erhöhung der Gehälter in Höhe von 5,5 Prozent. Am heutigen Mittwoch finden weitere Verhandlungen zwischen Arbeitgeberseite und Verdi statt.

Lokalzeit-Chaos am Dienstag: Darum sendete der WDR ein Not-Programm

Erstmeldung vom 13. September 2022

Köln – Großer Tarifstreik beim WDR: Wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt, haben sich am 13. September über 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Unternehmens in Köln und weiteren Studios in NRW zusammengetan, um für mehr Gehalt zu demonstrieren. Das hat bereits den ganzen Tag über Auswirkungen auf das Fernseh-, Online- und Radioprogramm – die wohl noch bis in den Abend andauern werden, wie der WDR selbst auf 24RHEIN-Nachfrage mitteilt.

Verdi-Streik beim WDR: Folgende Sendungen im Fernsehen und Radio vom Streik betroffen

„Im WDR Fernsehen wird es ab dem Nachmittag zu Änderungen kommen: ‚Hier und Heute‘ ab 16:15 Uhr und die Servicezeit ab 18:15 Uhr entfallen – stattdessen werden Alternativprogramme gesendet“, so der Sender auf Anfrage. Ab 19:30 Uhr kommt es zudem zu großen Einschränkungen bei der WDR Lokalzeit, wie der Sender weiter mitteilt. Auf folgende Umstellungen müssen sich Zuschauerinnen und Zuschauer des gebührenfinanzierten WDR am Abend einstellen:

WDR Lokalzeit wird gebündelt – insgesamt drei Sendungen für elf NRW-Städte ab 19:30 Uhr

Bereits am Vormittag war die vom WDR produzierte ARD-Sendung „Live nach Neun“ ausgefallen und durch eine „Best-of“-Sendung ersetzt worden. Das Format „Hier und Heute“ konnte lediglich „unter ordentlichen Problemen und mit reichlich Sand im Getriebe“ durchgeführt werden, wie Stephan Somberg von Verdi ebenfalls auf 24RHEIN-Anfrage erklärt. Auch die 1LIVE-Nachrichten waren am Morgen um 8 Uhr und 8:30 Uhr ausgefallen, stattdessen wurden sie durch die WDR2-Nachrichten ersetzt.

Nach Tod von Fritz Pleitgen: WDR ändert sein Programm am Wochenende

Aufgrund des Todes seinen ehemaligen Intendanten hat der WDR sein Programm für das Wochenende vom 16. bis 18. September 2022 angepasst. Sowohl im Fernsehen als auch Radio gibt es Sondersendungen zu dem Leben von Fritz Pleitgen.

Tarifstreit beim WDR: Verdi ruft zum Streik auf – auch Programme im Hörfunk betroffen

Auch der Hörfunk ist vom Streik betroffen. „Im Hörfunk gibt es Änderungen unter anderem bei der Sendung Quarks auf WDR 5, die durch zwei Podcasts ersetzt wird. Außerdem kommen die Lokalzeit-Regionalnachrichten zentral aus dem Kölner Newsroom“, so der Sender mit Hauptsitz in Köln. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland, NRW und Köln passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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