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Foodtruck von Willi Herren: War es doch Brandstiftung? Ermittlungen laufen

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Von: Stefanie Knupp

Ein Brandermittler der Polizei fotografiert die Überreste des abgebrannten Reibekuchenwagens
Der Reibekuchen-Foodtruck des verstorbenen Willi Herren ist komplett ausgebrannt. © Henning Kaiser/dpa

Nach dem verheerenden Brand in Willi Herrens Foodtruck ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Brandstiftung. Die Ermittlungen dauern an.

Köln/Frechen – Im Fall der abgebrannten Reibekuchenbude des verstorbenen TV-Stars Willi Herren kommt jetzt neue Bewegung. Am 3. Mai war „Willi Herrens Rievkoochebud“ auf dem Parkplatz eines Großhändlers in Frechen durch ein Feuer vollständig zerstört worden. Die Kriminalpolizei schloss damals einen technischen Defekt als Brandursache nicht aus. Brandexperten hatten den Wagen begutachtet und Spuren gesichert.

Ein technischer Defekt sei nach wie vor nicht gänzlich ausgeschlossen, erklärte Ulrich Bremer für die Staatsanwaltschaft Köln auf Nachfrage von 24RHEIN. Allerdings: „Die kriminalistische Erfahrung und die bisherige Beweislage sprechen eher für eine Brandstiftung.“ Aus diesem Grund seien Ermittlungen wegen des Verdachts auf Brandstiftung gegen Unbekannt aufgenommen worden. Derzeit werden Funkzellendaten und Videomaterial vom Tatort ausgewertet. Festnahmen oder bekannte Täter gebe es noch nicht. Die Ermittlungen dauern an.

„Willi Herrens Rievkoochebud“: Foodtruck sollte neu aufgebaut werden

Mit der Eröffnung von „Willi Herrens Rievkoochebud“ erfüllte sich der verstorbene Schauspieler und Sänger einen lang gehegten Traum. Doch nur wenige Tage nachdem die ersten Reibekuchen über die Theke gingen, wurde Willi Herren tot in seiner Wohnung aufgefunden. Zur Todesursache ist nichts bekannt, lediglich äußere Gewalteinwirkung wurde mittels Obduktion ausgeschlossen.

Wie sehr Willi Herren an dem Projekt hing, zeigte der TV-Sender Kabeleins in einer Reportage, die den Realitystar ein halbes Jahr lang beim Aufbau des Foodtrucks begleitet hatte. Dabei immer an seiner Seite waren seine Geschäftspartner Desiree und Jörg Hansen, die die Reibekuchen mit Willi gemeinsam betreiben wollten. Zunächst bekundeten die Hansen, eine „Rievkoochebud 2.0“ ins Leben rufen zu wollen. Der neue Foodtruck sollte ein Ort für Fans des verstorbenen Willi Herren werden.

Foodtruck von Willi Herren: Projekt „Rievkoochbud 2.0“ ist Geschichte

Desiree Hansen wurde immer wieder von Fans unterstellt, sie wolle mit Willis Namen Geld verdienen. Auch sei ihr vorgeworfen worden, sie habe die „Rievkoochebud“ wegen der Versicherung selbst angezündet. Gegen diese Unterstellung wehrte sich Desiree Hansen öffentlich, betonte, sie bekomme dafür „keinen Cent.“

Mittlerweile ist klar, dass es keine neue Reibekuchenbude geben wird. Zwar habe man vielversprechende Gespräche geführt, doch den Geschäftspartnern sei sehr viel Hass entgegen geschlagen, wie sie auf der Instagram-Seite des ehemaligen Foodtrucks schreiben. Das interessiere sie zwar nicht, aber: „Trotzdem war es genau dieser Aspekt der letztendlich sehr stark Einfluss darauf genommen hat, dass wir dieses Projekt nun endgültig beenden.“ (sk mit dpa)

Dieser Artikel wurde am 9. Juni um 11:55 Uhr aktualisiert und um Details zu den Ermittlungen ergänzt.

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