AfD erlebt Umfrage-Aufwind, Linke auf historischem Wert: Rand-Parteien strafen Union und SPD ab

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Von: Christian Stör

Eine neue Umfrage zeigt ein klares Ergebnis: Schwarz-Rot bleibt unbeliebt. Zusammen kommen CDU, CSU und SPD auf gerade einmal 33 Prozent.

Jede Umfrage zeigt zurzeit einen klaren Trend: Schwarz-Rot ist im Volk weiter äußerst unbeliebt. Das macht auch das aktuelle Trendbarometer von RTL/ntv vom 28. Juli mehr als deutlich. Die Zahlen in der Forsa-Umfrage fallen jedenfalls eindeutig aus: Während der Abstand zwischen AfD und Union wieder größer wird, fällt die SPD hinter Die Linke zurück.

Teilnehmer warten auf den Beginn des Wahlkampfauftakts der AfD Sachsen-Anhalt.
Die AfD liegt in den aktuellen Umfragen im Bund weiter klar vorn. © Klaus-Dietmar Gabbert/dpa

Wenn am nächsten Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die AfD demnach auf 27 Prozent. Das ist ein Punkt mehr im Vergleich zur Vorwoche. Dagegen büßen CDU und CSU einen Punkt ein und landen in der Umfrage bei lediglich 21 Prozent. Die SPD verharrt demnach bei 12 Prozent, die Linkspartei steht nun bei 13 Prozent (plus 1). Dies ist für die Linke der höchste Wert in der Umfrage seit ⁠Juni 2010. Die Umfragewerte für die Grünen mit 16 und die FDP mit 4 Prozent blieben unverändert. Auf die sonstigen Parteien, zu denen auch das BSW ⁠gezählt wird, entfallen 7 Prozent.

Neue Umfrage: AfD legt im Bund zu, SPD nur noch auf Platz fünf

Andere Umfragen hatten der AfD zuletzt stellenweise einen noch größeren Vorsprung zur Union bescheinigt. In der aktuellen Befragung des Meinungsforschungsinstituts INSA käme die AfD auf 28 und die Union auf 21 Prozent. Bei YouGov lag die Union sogar bei nur 20 Prozent. Die Forschungsgruppe Wahlen bescheinigte der Union zuletzt 23 und der AfD 27 Prozent.

Im September sind in Berlin, Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern Landtagswahlen. ​Die Regierungsparteien im Bund, ⁠CDU und SPD, müssen ‌dort mit erheblichen Verlusten rechnen. In Sachsen-Anhalt liegt die AfD in Umfragen teils über 40 Prozent. Die aktuellen Daten der Umfrage im Überblick:

AfD27 % (+1)
CDU/CSU21 % (-1)
Grüne16 % (=)
Linke13 % (+1)
SPD12 % (=)
FDP4 % (=)
Sonstige7 % (-1)

Hinweis zur Umfrage

Institut: Forsa. Auftraggeber: RTL Deutschland. Erhebungszeitraum: 21. bis 27. Juli 2026. Fallzahl: 2502 Befragte. Statistische Fehlertoleranz: ± 2,5 Prozentpunkte. Die Befragung ist repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland. 

Umfragen sind keine Prognosen

Umfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang. Zudem ist stets ein statistischer Fehler von bis zu drei Prozentpunkten zu beachten. (Quellen: Forsa, dpa) (cs)

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