Kennedy-Anhörung geht weiter: US-Senat knöpft sich Trump-Kandidat vor

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Von: Daniel Dillmann, Christian Stör

Robert F. Kennedy soll Donald Trumps US-Gesundheitsminister werden. Doch der umstrittene Kandidat muss vom US-Senat bestätigt werden. Der Newsticker zu Anhörung.

Update vom 30. Januar, 16.02 Uhr: In Kürze wird die Anhörung von Robert F. Kennedy im US-Senat fortgesetzt. Bevor Donald Trumps Kandidat für den Posten des Gesundheitsministers sich den Fragen des Ausschusses stellt, muss zunächst Kash Patel ran. Er ist in Trumps Kabinett für den Posten des FBI-Chefs vorgesehen.

Update, 22.42 Uhr: Die Anhörung Robert F. Kennedys vor dem US-Senat wird am Donnerstag fortgesetzt. Nach dem Finanzausschuss muss sich Trumps Kandidat für das Amt des Gesundheitsministers dann den Fragen des Ausschusses für Gesundheit, Bildung und Renten stellen. Im Anschluss werden zunächst die Mitglieder der Ausschüsse über seine Nominierung abstimmen. Anschließend wird die Personalie dem gesamten US-Senat vorgelegt.

Update, 21.04 Uhr: Robert F. Kennedy spricht während der Anhörung im US-Senat über seine Hauptziele, sollte er den Posten des Gesundheitsministers im Kabinett Donald Trumps einnehmen. Darunter befände sich auch der Kampf gegen Pandemien „Ich beabsichtige, die entsprechenden Ressourcen für die Verhinderung von Pandemien bereitzustellen“, sagte Trumps Kandidat. „Das ist ein zentraler Teil meiner Aufgabe.“

Robert Kennedy im Kreuzverhör: US-Senatoren attackieren Trump-Kandidat

Update, 19.11 Uhr: Der demokratische Senator Mark Warner macht aus seiner Meinung zu Robert F. Kennedys Nominierung kein Geheimnis: „Diese Anhörungen sind ein Vorstellungsgespräch [...] und nach diesem Vorstellungsgespräch würde ich Mr. Kennedy auf keinen Fall als Gesundheitsminister einstellen“, so der Vertreter aus dem US-Bundesstaat Virginia.

Update, 18.05 Uhr: Michael Bennet, Senator der Demokraten aus Colorado, knöpft sich Robert F. Kennedy vor. „Haben Sie behauptet, Covid-19 sei eine genetisch entwickelte Bio-Waffe, die Schwarze und Weiße angreife, aber Juden und Chinesen verschone?“ Kennedy entgegnet: „Ich habe nicht gesagt, dass es absichtlich geschah. Ich habe nur eine Studie zitiert.“

Trump-Kandidat wird attackiert

Update, 17.02 Uhr: Robert F. Kennedy wird bei der Anhörung vorm US-Senat weiter mit seinen Positionen zu Fragen des Gesundheitswesens konfrontiert. So soll Trumps Kandidat unter andere eine Verbindung zwischen Transsexualität und Impfungen unterstellt und einen Unterschied zwischen „dem Aids in Afrika und dem Aids weißer Menschen“ gemacht haben. Kennedy streitet nicht ab, derartige Aussagen gemacht zu haben, will diese aber falsch verstanden haben.

Update, 16.50 Uhr: Die Anhörung Robert F. Kennedys hat begonnen. Donald Trumps Kandidat für den Posten des Gesundheitsministers versucht gleich zu Beginn, seine kontroversen Aussagen der Vergangenheit zu relativieren. Sein Ziel sei es gewesen, Amerika gesünder zu machen. Auf die Frage, wie er zu Impfungen stehe, antwortet Kennedy: „Ich bin weder für noch gegen Impfungen.“

Robert F. Kennedy, Donald Trumps Kandidat für den Posten des Gesundheitsministeriums, während der Anhörung im US-Senat.
Robert F. Kennedy, Donald Trumps Kandidat für den Posten des Gesundheitsministeriums, während der Anhörung im US-Senat. © ALEX WROBLEWSKI/AFP

Robert F. Kennedy macht verstorbene Frau für seine Affären verantwortlich

Update, 16.36 Uhr: Trumps Kandidat für das Amt des Gesundheitsministers macht in kürzlich aufgetauchten Mitschnitten seine verstorbene Frau Mary Richardson Kennedy für seine Seitensprünge und Affären verantwortlich. Das geht aus heimlichen Aufzeichnungen hervor, die Robert F. Kennedy Jr. selbst 2011 während der erbitterten Scheidung

In den Aufnahmen, die dem Magazin Mother Jones vorliegen, sagte Kennedy sagte seiner zweiten Frau Mary Richardson Kennedy, es sei ihre eigene Schuld, dass er sie mit Dutzenden von Frauen betrogen habe. „Ich habe es getan, weil ich zu Hause misshandelt wurde“, antwortete Kennedy laut den Aufnahmen. Hintergrund ist laut Daily Beast ein Wutausbruch von Richardson, den sie im Nachhinein zugab.

Robert F. Kennedy muss in die Anhörung

Erstmeldung: Washington, D.C. – Wer übernimmt in den USA das Gesundheitsministerium? Für Donald Trump ist die Sache klar: Der US-Präsident will den bekennenden Impfgegner Robert Kennedy Jr. im Amt sehen. Doch zuvor muss der US-Senat grünes Licht geben. Am 29. Januar beginnt die Anhörung. Sie wird wohl mindestens zwei Tage dauern.

  • Tag Eins der Kennedy-Anhörung: Mittwoch, 29. Januar, 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr MEZ)
  • Tag Zwei der Kennedy-Anhörung: Donnerstag, 30. Januar, 10 Uhr Ortszeit (16 Uhr MEZ)

Proteste vor Anhörung im US-Senat: Trump-Kandidat Kennedy im Kreuzfeuer der Kritik

Die Proteste gegen Robert F. Kennedy sind groß. Noch vor Trumps Amtseinführung hatte ein Appell von 15.000 medizinischen Fachkräften für Wirbel gesorgt. In einem veröffentlichten Brief forderten sie von den US-Senatoren, Kennedys Nominierung zum Gesundheitsminister abzulehnen. Sie beschrieben Kennedy als „gefährlich“ und verurteilen seine Nominierung als einen „Schlag ins Gesicht“ für alle Menschen im Gesundheitswesen. 

Kurz vor der Anhörung des Trump-Kandidaten meldete sich Kennedys Cousine zu Wort. Mit drastischen Worten bat Caroline Kennedy den US-Senat darum, ihren Verwandten nicht als Gesundheitsminister zu bestätigen. „Ihm fehlt jegliche relevante Erfahrung“, schrieb sie in einem Brief an die Parlamentskammer.  Caroline Kennedy ist die Tochter des früheren Präsidenten John F. Kennedy, Robert F. Kennedy Jr. ist dessen Neffe. 

„Bobby ist süchtig nach Aufmerksamkeit und Macht“, heißt es in dem Schreiben weiter. Er baue seine Anhängerschaft auf, indem er die Verzweiflung von Eltern kranker Kinder ausnutze. So lasse er zwar seine eigenen Kinder impfen, rate anderen Eltern jedoch „heuchlerisch“ davon ab, das Gleiche zu tun. „Ich fordere den Senat dringend auf, seine Nominierung abzulehnen.“

NameRobert Francis Kennedy Junior
Geboren17. Januar 1954
GeburtsortWashington, D.C.
EhepartnerinCheryl Hines (verh. 2014)
ElternRobert F. Kennedy, Ethel Kennedy

Kennedy biedert sich Trump an – nun könnte er Gesundheitsminister werden: US-Senat entscheidet

Kennedy war bei der US-Wahl 2024 als unabhängiger Kandidat angetreten, zog jedoch seine aussichtslose Kandidatur zurück und schloss sich dem Trump-Lager innerhalb der Republikaner an. Der 71-Jährige war über Jahrzehnte Mitglied der Demokraten, entfernte sich jedoch zunehmend von der Partei. Er stand bereits zuvor in der Kritik, weil er Verschwörungstheorien verbreitet und Kontakte zu rechtsextremen Politikern pflegt.

Während des Wahlkampfs hatte Kennedy mit bizarren Geschichten für Schlagzeilen gesorgt. Auf der Plattform X veröffentlichte er ein Video, in dem er erzählte, wie er einst ein totgefahrenes Bärenjunges im Norden von New York in sein Auto gepackt und später im Central Park abgeladen habe. Für weiteres Aufsehen sorgte ein Bericht der New York Times, der aufdeckte, Kennedy glaube, ein Parasit in seinem Gehirn sei vor einigen Jahren für Gedächtnisverlust verantwortlich gewesen. (cs/dpa)

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