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2G-plus: Booster-Impfung befreit von Testpflicht - bald auch in NRW?

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Wo 2G-plus gilt, müssen Geimpfte einen negativen Corona-Test vorzeigen. In einigen Bundesländern entfällt diese Pflicht nach der Booster-Impfung. Auch in NRW?

Hamm - In NRW gelten im Kampf gegen das Coronavirus neue Regeln. Ein wichtiges Werkzeug dabei ist 2G: Wer in Restaurants, Kinos und andere Freizeiteinrichtungen möchte, muss geimpft oder genesen sein. Ein negatives Schnelltest-Ergebnis reicht nicht mehr aus. An einigen Orten gilt auch die verschärfte 2G-plus-Variante. Hierbei müssen Geimpfte und Genesene zusätzlich noch einen Test machen. In einigen Bundesländern gibt es hier allerdings eine Ausnahme: Wer sich schon eine Auffrischungsimpfung abgeholt hat, ist von der Maßnahme ausgenommen. Kommt der Vorteil für Geboosterte auch nach Nordrhein-Westfalen?

BundeslandNordrhein-Westfalen (NRW)
HauptstadtDüsseldorf
Einwohner17.925.570

Kein 2G-plus nach der Booster-Impfung: Kommt die Maßnahme nach NRW?

In Rheinland-Pfalz, Niedersachsen und Baden-Württemberg deutlich einfacher: Wer dort schon seine Booster-Impfung bekommen hat, ist von der Testpflicht bei 2G-plus ausgenommen. Allerdings gelten auch hier Ausnahmen: Bei einem Besuch im Alten- und Pflegeheim oder einer medizinischen Einrichtung muss ausnahmslos jeder einen negativen Test vorzeigen.

Sehr wahrscheinlich wird es nicht bei den drei Bundesländern bleiben. Zieht Nordrhein-Westfalen ebenfalls nach? Erstmal nicht, teilte das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAGS) des Landes NRW auf Nachfrage von wa.de mit: „Die Wirksamkeit und Akzeptanz der Corona-Regeln hängt immer auch davon ab, dass die Regeln einfach strukturiert und von den Kontrollpersonen leicht umsetzbar sind. Daher hat Nordrhein-Westfalen bisher bewusst darauf verzichtet, die Zugangsregelungen noch weiter auszudifferenziere“

Dies sei daher aktuell auch in Hinblick auf die Booster-Impfungen nicht geplant. „Ob mit fortschreitendem Geschehen eine Änderung bei den Zugangsregelungen insgesamt erfolgen wird, bleibt späteren Prüfungen vorbehalten“, heißt es weiter.

Testpflicht nach Booster-Impfung bei 2G-plus nicht notwendig: Schutz vor Infektion wohl groß genug

Zuletzt kündigte derweil Klaus Holtschek (CDU) laut Südwest Presse an, dass derzeit geprüft wird, ob auch in Bayern Geboosterte von der Testpflicht bei 2G-plus befreit werden.

Ein Plakat weist Gäste am Eingang eines Restaurants auf die neue 2G Plus Regel hin.
Wo die 2G-Plus-Regel gilt, müssen Geimpfte einen negativen Corona-Test vorzeigen. In einigen Bundesländern entfällt diese Pflicht nach der Booster-Impfung. Könnte das auch in NRW passieren? © Christoph Schmidt / dpa

Dass für alle, die schon eine Auffrischungsimpfung bekommen haben, 2G-plus keine Rolle mehr spielt, hat Gründe. So soll der Schutz vor einer Corona-Infektion nach der dritten Dosis des Impfstoffes so groß sein, dass eine Ansteckung unter Geimpften kaum mehr möglich ist. Virologin Sandra Ciesek sagte im NDR-Podcast sogar, dass man nach der Auffrischung für etwa drei Monate eventuell komplett immun ist.

Dass Geboosterte keinen Test mehr benötigen, ist nicht nur für die Betroffenen eine Erleichterung. Da aktuell auch die Schnelltests knapp werden, soll durch die Ausnahme auch erreicht werden, dass weniger Menschen in die Testzentren gehen und so die Kapazitäten der Stellen erhöht werden.

Viele Menschen in NRW, egal ob geimpft bzw. genesen oder nicht, lassen sich derzeit auch testen, wenn sie es gar nicht müssen, um auf Nummer Sicher zu gehen. Aus welchen Gründen man das Testzentrum nun betritt: Viele Bürger fragen sich derzeit, wie oft sie den Bürgertest in Anspruch nehmen dürfen. Und wie zuverlässig die Schnelltests eigentlich sind. *wa.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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