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A1 und A61 wohl bis Jahresende gesperrt – Schäden in Milliardenhöhe

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Stau auf einer Autobahn.
Die Sperrungen der A1 und A61 halten wohl noch bis Jahresende an (Symbolbild). © Matthias Balk/dpa

Die Flutkatastrophe von Mitte Juli hat dafür gesorgt, dass einige Straßen in NRW noch bis zum Jahresende gesperrt bleiben werden. Der Schäden liegen in Milliardenhöhe.

Köln – Die Schäden an Straßen- und Schienennetz durch die Flutkatastrophe liegen in Nordrhein-Westfalen nach neuen Angaben der Landesregierung in Milliardenhöhe. Das geht aus einem Bericht von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst (CDU) an den Landtag hervor. Die Autobahnen 1 und 61 würden voraussichtlich noch bis zum Jahresende gesperrt bleiben. Der Reparaturbedarf liege dort nach erster Schätzung bei 100 Millionen Euro. Allein bei Bundes- und Landesstraßen seien es 120 Millionen Euro, bei den Schienennetzen 270 Millionen Euro. Die Schäden an den kommunalen Straßen sind in dem Bericht nicht enthalten.

Flutkatastrophe in NRW: Die Sperrungen auf A1 und A61 im Überblick

Bauwerksprüfer aus dem ganzen Land seien zusammengezogen worden, um die Schäden zu bewerten. Es seien 103 Straßen-Bauwerke beschädigt worden: Lärmschutzwände, Stützwände, Brücken und Tunnel. Zudem wurden 64 Erdrutsche an Hängen gezählt. Zwölf Brücken müssten neu gebaut werden. Von 220 Straßensperrungen seien inzwischen 85 Prozent wieder aufgehoben. Damit die Versorgung von Hilfsgütern und notwendigen Waren insbesondere in den betroffenen Gebieten gewährleistet ist, sei das Sonntags- und Feiertags-Fahrverbot für Lkw bis 30. November aufgehoben.

Nach Flutkatastrophe in NRW: Auf diesen Bahnstrecken ist mit langfristigen Sperrungen zu rechnen

Eine Taskforce sei im Ministerium mit dem Wiederaufbau beschäftigt. Brücken würden gegebenenfalls mit größerer Spannweite gebaut, um dem Wasser mehr Raum und weniger Angriffsfläche zu geben. Außerdem sollen Böschungen an Fließgewässern stärker gesichert werden. Auf folgenden Bahnstrecken sei mit einer langfristigen Sperrung zu rechnen: Eifelstrecke (Erftstadt - Euskirchen - Ehrang), Voreifelbahn (Bonn - Euskirchen), Erfttalbahn (Euskirchen - Bad Münstereifel), S-Bahn Rhein-Ruhr Linie 9 und RE 49 (Wuppertal - Vohwinkel - Essen Steele), Volmetalbahn (Hagen - Brügge), Ruhr-Sieg-Strecke (Hagen - Plettenberg).

Deutsche Bahn will bis Jahresende 80 Prozent der betroffenen Strecken wieder befahrbar machen

Ziel der Deutschen Bahn sei es, bis Jahresende rund 80 Prozent der vom Hochwasser betroffenen Strecken für die Reisenden wieder befahrbar zu machen. Insgesamt waren in NRW und Rheinland-Pfalz 600 Kilometer Gleise vom Unwetter betroffen. Schäden wurden in NRW an 50 Eisenbahnbrücken, 180 Bahnübergängen, knapp 40 Stellwerken sowie an mehr als 1000 Oberleitungs- und Signalmasten festgestellt. Hinzu kämen Schäden an Energieanlagen, Aufzügen und Beleuchtungsanlagen in den Bahnhöfen, Hang- und Dammrutschungen. Der Bahnhof Hagen-Hohenlimburg sei durch das Hochwasser total zerstört worden. (mo mit dpa) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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