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Oben rasen, unten raven: Polizei entdeckt illegale Party in Autobahnbrücke

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A4 Schlingenbachtalbrücke: In der Autobahnbrücke bei Overath-Vilkerath wurden Partys gefeiert.
Oben rasen unten raven: In der Autobahnbrücke bei Overath-Vilkerath wurden Partys gefeiert. © Rheinisch-Bergischer Kreis

Es klingt fast unglaublich: Im Hohlraum einer Autobahnbrücke der A4 bei Overath haben mehr als 100 Menschen eine illegale Party gefeiert.

Overath – Mehr als 100 Menschen haben eine illegale Corona-Party gefeiert – und das in einem Hohlkörper, mitten in einer Autobahnbrücke der A4 im Rheinisch-Bergischen-Kreis in der Nähe von Köln. Ohne, dass jemand es merkte. Die Polizei spricht von einer illegalen Party, „deren Ausmaß jegliche Vorstellungskraft sprengt“. Wie viele Menschen im Hohlraum der Brücke feierten, lässt sich laut Polizei nicht feststellen.

A4: Illegale Corona-Party in Autobahnbrücke bei Overath

Aufgefallen war die illegale Party, weil Polizisten am Sonntagmorgen gegen 8 Uhr mehrere Jugendliche und junge Erwachsene bemerkten, die zu Fuß in Richtung Overath unterwegs waren. Die Polizisten folgen daraufhin einer Spur von Müll und Bierflaschen – bis sie unterhalb der Brücke im Schlingenbachtal zwei Menschen trafen, die scheinbar ihre Schlüssel suchten. Während die Polizisten die beiden kontrollierten, hörten sie Musik aus dem Hohlraum der Brücke – und merkten, dass die Tür zum Inneren der Brücke unverschlossen war. Sogar der komplette Schließmechanismus lag ausgebaut neben der Tür.

Overath-Vilkerath: Hohlraum in der Schlingenbachtalbrücke. Oben die Autobahn A4, in der Brücke wurde Party gefeiert.
Hohlraum in der Schlingenbachtalbrücke. Oben die Autobahn A4, in der Brücke wurde Party gefeiert. © Polizei Rheinisch-Bergischer-Kreis

Illegale Party in Autobahnbrücke auf A4 bei Overath

Dann ging alles ganz schnell: Auf der gegenüberliegenden Brückenseite bemerkten die Polizisten Menschen, die aus dem rund 500 Meter langen Brückenkörper kletterten. Die Polizisten forderten Verstärkung an. Im Wald hinter Brücke konnte eine Gruppe von 12 Personen kontrolliert werden, die unter anderem aus Köln, Düsseldorf, Duisburg und Offenbach kamen. Die Polizei vermutet, dass sich die Partygäste über soziale Netzwerke ausgetauscht und verabredet haben .

Gemeinsam mit den Einsatzkräften der Polizei Köln wurde parallel dazu der Hohlraum durchsucht; hier wurden zwar keine Personen mehr angetroffen. Doch im Innenraum wurde eine große Menge an Müll, unter anderem Konfetti und Bierflaschen, gefunden. Die Polizei fertigte eine Anzeige wegen Hausfriedensbruch sowie mehrere Ordnungswidrigkeitenanzeigen wegen Verstoßes gegen die Corona-Schutzverordnung. (mlu)

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