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Köln und Leverkusen: A1 und A61 teils voll gesperrt nach Überschwemmungen

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Von: Jana Wehmann

Auf einer Autobahn stehen Autos im Stau. Es regnet.
Durch das Unwetter gibt es Probleme auf den Autobahnen A44 und A4 bei Köln und Düsseldorf (Symbolbild). © Stefan Puchner/dpa

Unwetter in NRW haben schwere Schäden auf den Autobahnen bei Köln und Leverkusen verursacht. Die A1 und A61 sind teils gesperrt, die A544 wird saniert.

Düsseldorf/Köln – Der langanhaltende Regen und das Unwetter in NRW haben Extrem-Zustände auf den Straßen verursacht. Nachdem bereits zahlreiche Straßen in Köln komplett überflutet wurden und teils unbefahrbar waren, sah auch die Lage auf den Autobahnen teilweise schlecht aus. Aufgrund der Wetterverhältnisse ist landesweit mit Behinderungen und Sperrungen zu rechnen. Vor allem rund um Köln, Düsseldorf und Leverkusen waren die Autobahnen überschwemmt und teils voll gesperrt.

Obwohl das Wasser nun auf den Autobahnen zurückgeht, seien die Schäden auf den ersten Blick nicht erkennbar und die Fahrbahn könnte dennoch unterspült und abgängig sein. Daher appelliert die Autobahn GmbH Rheinland, dass die derzeit gesperrten Autobahnen nicht zu betreten oder zu befahren sind. „Im schlimmsten Fall besteht die Einsturzgefahr – ganz gleich, ob mit einem Fahrzeug oder zu Fuß“, so ein Sprecher am Donnerstag (22. Juli). Durch die Unwetter-Schäden sei es lebensgefährlich, als ungeschulter Außenstehender die Autobahnen zu betreten.

Unwetter in NRW: Vollsperrung und Stau auf A1, A61 und A544 bei Köln

Zahlreiche Autobahnbereiche sind derzeit noch von größeren Einschränkungen betroffen. Die Lage könne sich kurzfristig ändern, da es sich um eine dynamische Situation handle. (Stand: 3. August, 09:55 Uhr)

Unwetter in NRW: 90 Kilometer Autobahn von Flutschäden betroffen

Seit Sonntag (18. Juli) gibt es aktuell „keine wesentlichen Überflutungen der Autobahnen mehr“, teilt die Autobahn GmbH Rheinland mit. Einige Strecken konnten wieder freigegeben werden. „Eine Aussage über das Ausmaß aller Schäden kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht getroffen werden“, heißt es.  Derzeit würden die Schäden von Experten bewertet und eine Prioritätenliste für die Reparaturarbeiten erstellt. Fest steht allerdings: Die A61 und die A1 sind von massiven Schäden betroffen.

Die Schadensbegutachtung laufe noch, erst danach könnten die Bauarbeiten beginnen, sagte ein Sprecher der Autobahngesellschaft des Bundes am Sonntag. Wie lange die Reparatur dauern werde, könne er nicht sagen. Sehr wahrscheinlich geht es aber um mehrere Monate. Nach der Unwetterkatastrophe müssen sich Autofahrer auf den Autobahnen 1 und 61 im Süden Nordrhein-Westfalens noch monatelang auf Beeinträchtigungen einstellen.

Im Rheinland sind etwa 90 Kilometer Autobahn von Flutschäden betroffen. Das sagte ein Sprecher der Autobahn GmbH am Mittwoch (21. Juli). Dabei handele es sich um Schäden von unterschiedlicher Schwere. Auch Streckenabschnitte, die nach dem Abfließen des Wassers intakt aussehen, könnten nicht sofort freigegeben werden. „Wir müssen zunächst prüfen, ob der Untergrund tragfähig ist“, sagte der Sprecher. Dazu werde mit schweren Walzen über die Fahrbahn gefahren. „Wenn dabei noch Wasser austritt, muss weiter abgewartet werden, bis der Untergrund abgetrocknet ist.“

Unwetter in NRW: Stau auf der A544 in Fahrtrichtung Aachen – nur einer Fahrspur

Durch das Unwetter in NRW ist die Böschung der A544 im Bereich der Anschlussstelle Würselen in Fahrtrichtung Aachen abgerutscht. Um eine Unterspülung der Fahrbahn bei weiterem Regen zu verhindern, werden dort ab Dienstag (20. Juli) Sanierungsarbeiten durchgeführt, so die Autobahn GmbH Rheinland.

Während der Sanierungsarbeiten steht auf der A544 in Fahrtrichtung Aachen nur eine Fahrspur zur Verfügung. Die Einschränkung werde laut Autobahn GmbH Rheinland voraussichtlich bis zum 30. Juli dauern. Daher sei „mit größeren Behinderungen durch Stau besonders in den Vormittagsstunden“ zu rechnen.

A44/A52 Vollsperrung ab Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord aufgehoben

Die Autobahn A44 ist auch am Autobahnkreuz Düsseldorf-Nord wieder befahrbar. Die Vollsperrung wurde laut Betreiber Autobahn GmbH am Samstagabend wieder aufgehoben.

Unwetter in NRW: Teile vom A1-Standstreifen brechen ab und stürzen in die Erft

In der Nähe der vom Hochwasser heimgesuchten Ortschaft Erftstadt-Blessem sind Teile der gesperrten Autobahn 1 in den Fluss Erft gestürzt. Dies berichtete ein dpa-Reporter als Augenzeuge. Nach seinen Angaben brachen schätzungsweise mehr als 40 Meter des Standstreifens in mehreren Stücken mit einem Knacken ab und fielen in den Fluss. Auf den Abschnitten hätten sich keine Fahrzeuge befunden. Auch ein Stück Lärmschutzwand ist eingestürzt.

Vollsperrung der A1: Überschwemmung beim Kreuz Leverkusen

Wegen einer überschwemmten Fahrbahn war die Autobahn 1 bei Leverkusen in beide Richtung voll gesperrt. Betroffen war die Strecke zwischen der Anschlussstelle Wermelskirchen und dem Autobahnkreuz Leverkusen, teilte die Autobahn GmbH Rheinland am Freitag mit. Am Sonntagnachmittag wurde der Bereich wieder freigegeben für den Verkehr. Zuvor war bereits der Bereich zwischen dem Autobahnkreuz Leverkusen und der Anschlussstelle Burscheid voll gesperrt. Wegen der Regenereignisse ist dort die Fahrbahn überschwemmt.

Vollsperrung der A1: Überfahrten am Kreuz Köln-West wieder frei

Autos können auf der A1 am Kreuz Köln-West wieder alle Überfahrten nutzen. In Fahrtrichtung Koblenz wird der Verkehr aber in Frechen abgeleitet, weil die A1 weiterhin bis zum Dreieck Erfttal wegen Überschwemmungen vollgesperrt ist. Die Autobahn GmbH Rheinland hatte zuvor zwei Verbindungen im Kreuz Köln-West wegen der Unwetterfolgen sperren müssen.

Überschwemmung der A44: Strecke bei Jülich wieder frei

Nach einer Vollsperrung der Autobahn 44 bei Jülich wegen einer überschwemmten Fahrbahn ist die Strecke wieder frei. Das hat die Autobahn GmbH Rheinland am Freitagmittag per Twitter mitgeteilt. Die Strecke zwischen den Anschlussstellen Jülich-Ost und Jülich-West war am Freitagmorgen zunächst in beide Richtungen nicht befahrbar.

Überschwemmung der A553: Engpass zwischen Bliesheim und Brühl-Süd

Aktuell steht den Autofahrern auf der A553 in beiden Fahrtrichtungen zwischen dem Autobahnkreuz Bliesheim und der Anschlussstelle Brühl-Süd eine von zwei Fahrspuren zur Verfügung, so die Autobahn GmbH Rheinland. Zuvor war der Bereich vollgesperrt. Wegen der Regenereignisse ist dort die Fahrbahn überschwemmt. Die Autobahn GmbH Rheinland gibt die Strecke so schnell wie möglich wieder frei.

Unfall auf der A1: Autofahrer missachtet Absperrung nach Dauerregen

Ein Autofahrer ist bei einem Unfall auf der Autobahn 1 bei Köln schwer verletzt worden. Eine Unterspülung nach dem Dauerregen der vergangenen Tage hat zu dem Unfall geführt, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte. Der Autofahrer habe Absperrungen missachtet und sei mit seinem Fahrzeug in ein Loch auf der Fahrbahn gerutscht. Die Bergungsarbeiten zwischen den Ortschaften Köttingen und Kierdorf wurden kurz nach Mitternacht (16. Juli) beendet.

Unwetter in NRW: A1 in Richtung Koblenz bis Frechen teilweise wieder frei

Auf der A1 in Fahrtrichtung Koblenz können Autofahrer aus Dortmund kommend wieder an der Anschlussstelle Frechen abfahren. Dort steht momentan eine der beiden Fahrspuren in der Abfahrt zur Verfügung. Zuvor musste die Autobahn GmbH Rheinland die Abfahrt an der Anschlussstelle wegen der Regenereignisse vollsperren.

Unwetter in NRW: A61 wegen möglichen Dammbruch zwischen Bliesheim und Meckenheim gesperrt

Da der Damm der Steinbachtalsperre in Euskirchen zu brechen droht, wurde am Donnerstagmorgen die Autobahn 61 zwischen Bliesheim und Meckenheim vollgesperrt, wie die Polizei mitteilte. Zuvor war die A61 bereits gesperrt worden, weil die Autobahn von Wasser überflutet worden sei. Zur Beobachtung des Dammes seien das Technische Hilfswerk (THW) und die Polizei vor Ort. Der Verkehr wird auf die A565 umgeleitet.

Ebenfalls auf der A61 kann es auch in Fahrtrichtung Koblenz zu Stau kommen. Dort steht bis voraussichtlich 18 Uhr zwischen den Anschlussstellen Bergheim-Süd und Kreuz-Kerpen nur eine Fahrbahn zur Verfügung.

Zwischen Kerpen und Rheinbach ist die Situation so schlimm und die Fahrbahnen derart überspült, „dass man nichts mehr von der Autobahn sieht“, so ein Sprecher der Autobahn GmbH Rheinland.

Unwetter in NRW: A44 bei Düsseldorf und A4/A555 bei Köln waren überflutet – nun wieder befahrbar

Aufgrund einer überfluteten Fahrbahn hatte die Autobahn GmbH Rheinland die Autobahn A44 in beide Fahrtrichtungen ab dem Kreuz Düsseldorf-Nord gesperrt. Dabei hatten sich auf beiden Fahrtrichtungen mehrere Kilometer Stau gebildet. Grund für die Überflutung der A44 sei ein parallel zur Autobahn verlaufender Bach im Stadtgebiet Ratingen, der das Ufer übertreten habe. Ebenso von der Überflutung betroffen ist auch der Tunnel „Schwarzbach“. Der Tunnel Schwarzbach auf der A44 im Bereich Düsseldorf/Ratingen ist wieder freigegeben.

Zusätzlich zur A44 bei Düsseldorf meldete die Autobahn GmbH Rheinland am Mittwoch auch für das Autobahnkreuz A4/A55 Köln-Süd Probleme. Die rechte Spur war aufgrund des Starkregens überflutet, weshalb Teile der Straße gesperrt waren. Nun sind wieder alle Verbindungen zwischen der A4 und der A555 befahrbar. Zuvor musste die Autobahn GmbH wegen der Regenereignisse die Überfahrt von der A555 aus Bonn kommend auf die A4 nach Aachen sowie von der A4 aus Olpe kommende auf die A555 nach Bonn sperren.

Unwetter in NRW: Köln, Düsseldorf und Hagen von Starkregen getroffen

Doch nicht nur die Straßen sind von dem Unwetter getroffen, es gibt inzwischen auch Störungen und Ausfälle bei der Deutschen Bahn. So kommt es etwa zwischen Köln und Düsseldorf sowie Köln und Wuppertal bereits zu Verspätungen.

In Hagen ist nicht nur der Bahnverkehr betroffen, auch Häuser mussten bereits geräumt werden. Aufgrund des Starkregens wurde bereits ein Hagener Altenheim evakuiert und der Ortsteil Dahl sei praktisch abgeriegelt. (jaw)

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Dieser Artikel wurde zuletzt am 3. August aktualisiert und auf den aktuellsten Stand gebracht.

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