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Nach Fotofahndung: A44-Geisterfahrerin gefunden

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Von: Gerald Bus

Bei der Suche nach der Quelle des Rauches kommt auch eine „Hummel“ der Polizei zum Einsatz. (Archivfoto)
Bei der Suche nach einer Geisterfahrerin kommt auch ein Hubschrauber der Polizei zum Einsatz. (Symbolbild) © Daniel Schröder

Die Polizei hat nach einem schweren Unfall auf der A44 mit einem Foto nach der Geisterfahrerin gefahndet. Jetzt wurde die Frau gefunden.

Werl/Soest (NRW) - Nach einem Unfall auf der A44 hat die Polizei lange nach der Geisterfahrerin gesucht. Es wurde sogar ein Foto mit Personenbeschreibung zur Fahndung veröffentlicht. Jetzt wurde die Frau gefunden: Die 59-Jährige aus Nordhessen stellte sich auf einer Polizeidienststelle.

Die Frau war morgens auf der Autobahn, die Richtung Dortmund führt, in falscher Richtung (Kassel) unterwegs. Sie baute einen Unfall - und türmte dann zu Fuß. Das teilt die Polizei-Pressestelle aus Dortmund auf Anfrage unserer Redaktion mit.

Im Einsatz ist bei der intensiven Fahndung auch ein Hubschrauber der Polizei. Weitere Kräfte suchen ebenfalls nach der Frau. Unklar ist noch, wie lange sie als Geisterfahrerin unterwegs war. Zum Unfall kam es schließlich auf dem Abschnitt zwischen der Anschlussstelle „Werl-Süd“ und Soest. Daran beteiligt waren mehrere Fahrzeuge, mit denen ihr Wagen kollidierte.

Geisterfahrerin verursacht Unfall auf A44 und flieht – Polizei sucht mit Foto

Am Nachmittag weitete die Polizei die Suche mit einem Lichtbild und dem Namen der mutmaßlichen Fahrerin aus. Der Unfall hatte sich gegen 9 Uhr etwa zwei Kilometer vor der Anschlussstelle Werl-Süd ereignet. „Dort wendete die Fahrerin ihren Golf und fuhr in entgegengesetzter Richtung weiter“, berichtet die Autobahnpolizei. Dabei kam es zu den Zusammenstößen.

Eine suizidale Absicht könne nach den ersten Ermittlungen nicht ausgeschlossen werden. Nach dem Unfall sei die Fahrerin ausgestiegen und in Richtung Norden in die angrenzenden Felder Richtung Westönnen geflüchtet. Die Polizei kann eine Eigengefährdung bei der Fahrerin nicht ausschließen und fahndete unter anderem mit Unterstützung eines Hubschraubers und eines Personenspürhundes nach ihr. Die Suche blieb erfolglos.

Da „aufgrund des Unfallhergangs auch der Anfangsverdacht eines versuchten Tötungsdelikts besteht“, wurde bei der Polizei Dortmund eine Ermittlungskommission eingerichtet.

Geisterfahrerin verursacht Unfall auf A44 und flieht – Polizei sucht sie mit Hubschrauber

Schon kurz nach dem Crash war der Polizeihubschrauber zur Suche eingesetzt worden. Aus der Luft wurde ein großer Bereich nach ihr abgesucht - vergeblich. Besorgte Bürger aus Westönnen fragten sich am Morgen, warum über ihrem Dorf ein Polizeihubschrauber kreist.

Laut Polizei Dortmund hat es bei dem Zusammenstoß mit der Geisterfahrerin auf der A44 zwei Verletzte gegeben, eine Frau und einen Mann. Über die Schwere der Verletzungen war zunächst nichts bekannt, sagt Polizeisprecher Felix Groß. Ein Beteiligter soll ins Krankenhaus gekommen sein. Die Fahndung der Polizei nach der Unfallflüchtigen läuft unvermindert weiter.

Wegen weiterer Unfälle auf der Autobahn 44 kam es am Donnerstag rund um den Bereich Werl und auch auf der B 63 bei Hilbeck zu erheblichen Verkehrsbehinderungen und langen Staus.

Erst im Juli kam es auf der A44 zu einem tödlichen Unfall mit einem Geisterfahrer. Ein 75-Jähriger aus Bergkamen stieß mit seinem Auto frontal in das Cabrio einer 32-jährigen Dortmunderin, die auf der linken Fahrspur unterwegs gewesen war und noch versucht hatte, nach rechts auszuweichen.

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