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Raser muss nach Horror-Unfall bei Autorennen auf A46 lange ins Gefängnis

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Von: Simon Stock

Polizeiauto mit Aufschrift „Gesperrt“ steht auf einer Autobahn
Ein Unfall auf der A46 war die Folge eines illegalen Straßenrennens. (Symbolbild). © David Young/dpa

Der Horror-Unfall an der A46 in Hagen hat Folgen. Ein Raser aus Iserlohn muss wegen illegalen Autorennens lange ins Gefängnis.

Hagen/Iserlohn - Es waren schreckliche Bilder, die sich den Rettungskräften in den Morgenstunden des 1. August 2021 auf der A46 bei Hagen im Märkischen Kreis (NRW) boten. Die Autobahn glich einem Trümmerfeld, der Motorblock war aus einem völlig zerstörten VW Golf herausgerissen. Eine junge Frau lag mit gebrochener Wirbelsäule auf der Gegenfahrbahn, ein junger Mann hatte sich die Bauchdecke aufgerissen. Sie waren nicht die einzigen Verletzten.

AutobahnA46
Gebaut1972
Länge156,5 km

A46 bei Hagen: Raser muss nach Horror-Unfall bei Autorennen ins Gefängnis

Schon damals war schnell klar: Der zum Glück nur fast tödliche Unfall war die Folge eines illegalen Straßenrennens zwischen zwei hochmotorisierten Geschossen: einem Golf GTI und einem Audi R8 V10+. Vor Gericht wurde nun die ganze Geschichte der Horror-Nacht erzählt, die mit einer Hochzeitsfeier in Hagen begonnen hatte.

Der Fahrer des Golf GTI - ein damals 28-jähriger Mann aus Iserlohn - verließ gegen 4 Uhr die Feier mit fast 1,9 Promille Alkohol im Blut. Er wollte noch zwei Mitfeiernde nach Hause bringen. An einer roten Ampel verabredete er sich stattdessen mit dem Fahrer des neben ihm stehenden Audi R8 zu einem Rennen - trotz lauter Proteste der nun verängstigten Insassen.

In der Auffahrt des Autobahnkreuzes Hagen zur A46 in Richtung Brilon und Iserlohn verlor der GTI-Fahrer die Kontrolle über seinen Pkw und schlug mit Tempo 200 durch die Mittelleitplanke auf die Hauptfahrbahn der A46. Der Audi-Fahrer aus Recklinghausen flüchtete vom Unfallort. Er setzte kurz darauf seinen Beifahrer ab, der unter Schock zum Unfallort zurückkehrte.

Horror-Unfall auf der A46 am Autobahnkreuz Hagen: Erstes Urteil vor Gericht

15 Monate später wurde nun das erste Urteil gesprochen. Vor dem Amtsgericht Hagen wurde der GTI-Fahrer zu einer Gefängnisstrafe von vier Jahren verurteilt, berichtet wa.de. Er wurde wegen eines verbotenen Autorennens, der gefährlichen Körperverletzung und einer Gefährdung des Straßenverkehrs für schuldig befunden.  „Es ist nur einem großen Zufall geschuldet, dass keiner von ihnen zu Tode gekommen ist“, sagte der Vorsitzende Richter Christian Dembowski.

Ein brennender Lkw am Autobahnkreuz Hagen sorgte am Montag (14. November) für Verkehrschaos auf der A45. Die Hauptfahrbahn in Richtung Frankfurt war bis zum Nachmittag gesperrt, der Stau war lang. Auf der A46 bei Wuppertal kam es Anfang November zu einem tödlichen Unfall. Ein Lkw raste gegen einen Brückenpfeiler der Autobahn. Mittlerweile liegen Informationen zur Ursache vor.

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