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A52 bei Mönchengladbach: Porsche-Fahrer drängelt mit Lichthupe – doch er ahnt nicht, wer vor ihm fährt

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Von: Stefanie Knupp

Der hintere PKW fordert per Lichthupe den Vordermann auf, schneller zu fahren.

Drängeln ist ein gefährliches Manöver und gilt als Nötigung im Straßenverkehr (Symbolbild). © Marcus Führer/picture alliance/dpa

Bei Mönchengladbach verjagte der Fahrer eines Porsche Cayenne mehrere Autos von der linken Spur der A52. Die Polizei warnt: „Sie wissen nie, wer gerade vor Ihnen fährt.“

Mönchengladbach – Da hatte es jemand wohl sehr eilig: Ein Autofahrer wollte sich am Dienstag (26. Januar) durch dichtes Auffahren und Lichthupe seinen Weg über die A52 bahnen. Drei Fahrzeuge nötigte er dazu, die Spur zu wechseln. Beim vierten war dann Schluss. Am Steuer saßen Zivilpolizisten.

Gegen 9 Uhr waren der Fahrer mit seinem Porsche Cayenne und die Zivilstreife auf der A52 unterwegs. Auf dem Teilstück ist Tempo 100 erlaubt. Die Beamten waren schon einige Zeit auf den 63-Jährigen im Rückspiegel aufmerksam geworden und beobachteten seine Manöver. Auch sie waren auf der linken Spur unterwegs, um einen Schwerlaster zu überholen.

Die Polizei sucht derzeit auch nach einem Steinewerfer, der sich auf Brücken über der B57 in Mönchengladbach herumtreibt.

A52 bei Mönchengladbach: Porsche-Fahrer will Zivilstreife wegdrängeln

Im Bereich Mönchenglad-Nord versuchte der Porsche-Fahrer dann auch den Zivilstreifenwagen weg zu drängeln, nicht ahnend, wer im Wagen vor ihm am Steuers sitzt. In dem Bereich der A52 sind die Fahrspuren durch eine durchgezogene Linie getrennt, ein Spurwechsel somit verboten. Das interessierte den Fahrer offensichtlich nicht, berichtete die Polizei am Donnerstag. Um eine gefährliche Situation zu vermeiden, wechselten schließlich auch die Polizisten trotz durchgezogener Linie die Spur.

Hier war dann Schluss für den Drängler. Die Polizisten packten das mobile Blaulicht auf das Autodach, aktivierten das Signal „Stopp Polizei“ und verfolgten den Mann in seinem Porsche Cayenne. Mehrmaliges Hupen war nötig, um den Mann zu einer Reaktion zu bringen. Schließlich konnten die Beamten ihn an der Krefelder Straße kontrollieren.

Mönchengladbach: Porsche-Fahrer gibt bei Kontrolle „Notlage“ an

Wie üblich hatte der Fahrer dort die Möglichkeit, sich zu seinem Verhalten zu äußern. Nach Polizeiangaben äußerte der 63-Jährige eine „Notlage“. Die ganz in der Nähe der Kontrolle befindlichen Toiletten wollte er aber dann doch nicht nutzen. Die Polizisten belehrten den Fahrer und schrieben eine Strafanzeige wegen Nötigung im Straßenverkehr.

Die Polizei Mönchengladbach gibt in ihrer Mitteilung noch einen guten Tipp: „Fahren Sie vorsichtig und nehmen Sie Rücksicht aufeinander! Sonst bringen Sie nicht nur andere in Gefahr. Sie wissen auch nie, wer gerade vor Ihnen fährt.“

Auf der A1 bei Leverkusen gab es diese Woche Streit auf der Überholspur. Nachdem sich zwei Autofahrer ausgebremst haben, prügelten sie sich noch auf der Fahrbahn. (sk/ots)

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