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„Von dir braucht die Welt mehr”: Frau rettet Tier von Autobahn

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Von: Mick Oberbusch

Auf der A57 haben zwei Autofahrerinnen am 14. November einen Schwan auf dem Seitenstreifen entdeckt. Sofort rückten Polizei und Feuerwehr an.

Düsseldorf – Bei einer Fahrt auf der Autobahn lassen sich mit Blick aus dem Fenster ja häufiger mal kuriose Dinge beobachten – den Anblick, den eine Fahrerin am 14. November auf der A57 in Höhe Neuss im Rhein-Kreis-Neuss machte, bewegte sie jedoch gleich zum Anhalten. In den Hauptrollen: Die Autofahrerin, ein ausgebüxter Jungschwan, Polizei und Feuerwehr. Doch was genau ist an diesem Sonntag auf der A57 passiert? Gegen 13:45 Uhr war die Autofahrerin auf der A57 bei Neuss in Richtung Köln unterwegs, als sie laut Eigenaussage einen Schwan auf dem Seitenstreifen entdeckte.

Schwan verläuft sich auf die A57 – Zwei Frauen halten an, um Tier zu helfen

Gemeinsam mit einer anderen Verkehrsteilnehmerin, der das Tier ebenfalls aufgefallen war, alarmierte die Frau laut eigener Schilderung die Polizei und wartete in der Nähe des Schwans auf das Eintreffen der Ordnungshüter. Dafür, dass sie dies nicht alleine tun musste, bedankte sie sich noch am Abend mit einem Post im Kölner Nett-Werk auf Facebook. „Ich möchte gern ein Hoch auf die junge Dame aussprechen, die heute mit mir auf der A57 den verletzten jungen Schwan auf dem Seitenstreifen Richtung Köln bewacht hat, bis die Polizei kam und sich dem armen Tier angenommen hat. Von Dir braucht die Welt mehr!“, schreibt sie.

Gefährliche Lage auf der A57 – nicht nur für den Schwan auf dem Seitenstreifen

24RHEIN hat ob dieses Falles noch einmal bei der zuständigen Feuerwehr Dormagen nachgefragt – und während eine Verletzung bei dem Tier nicht bestätigt werden konnte, schildert ein Sprecher den Hergang des Vorfalls – und erklärt, wie der Schwan überhaupt dorthin gelangt ist. „Tatsächlich hat es sich hier um einen Jungschwan gehandelt, der von der Feuerwehr Dormagen mit Käfigen in der gefährlichen Lage gesichert werden konnte.“ Gefährlich war die Lage trotz eherner Absicht auch für die zwei Damen, die den Schwan fanden. „Es war an einer sehr befahrenen Stelle ohne Geschwindigkeitslimit. War auch für uns nicht so angenehm, dort zu stehen“, schreibt eine der Beteiligten auf Facebook.

Schwan, Autobahn A57 (Montage)
Ein Jungschwan verlief sich am 14. November auf der A57 – zum Glück passierte ihm nichts (Symbolbild/IDZRW-Montage). © Henning Kaiser/dpa & Julian Stratenschulte/dpa

Schwan verläuft sich auf Autobahn A57 – und kommt danach zurück zum Heimat-Weiher

Hintergrund: Der Schwan wurde in der Nähe der Raststätte Nievenheim-Nord entdeckt; in unmittelbarer Entfernung befindet sich ein Weiher, wo der Schwan zuvor seinen Tag verbracht hatte. „Der kleine Kerl hat sich dann wohl verlaufen und ist so auf der Autobahn gelandet. Nach der Sicherung wurde er an dem nahegelegenen Weiher wieder freigelassen“, so der Sprecher. Ende gut, alles gut also. Erst im Juni wurde in Bergheim ein abgemagerter Schwan entdeckt. (mo) Fair und unabhängig informiert, was in Deutschland und NRW passiert – hier unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren.

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