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Gefährliche Aktion auf A61: Hochzeitskorso bremst Verkehr aus – mehrere Führerscheine weg

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Neue Streifenwagen der Autobahnpolizei NRW als Symboldbild
Die Autobahnpolizei stoppte einen Hochzeitskorso auf der A61 bei Mönchengladbach (Symbolbild). © Revierfoto/Imago

Mehrere Teilnehmer eines Hochzeitskorsos haben auf der A61 bei Mönchengladbach den Verkehr massiv gefährdet. Die Autobahnpolizei kontrollierte sechs Fahrzeuge.

Mönchengladbach – Mehrere beschlagnahmte Führerscheine und eingeleitete Strafverfahren sind die Bilanz einer lebensgefährlichen Aktion auf der A61 bei Mönchengladbach. Dort hatte am Samstagmittag (6. November) ein Hochzeitskorso den Verkehr ausgebremst und riskante Fahrmanöver durchgeführt.

A61: Polizist auf dem Dienstweg entdeckt gefährlichen Hochzeitskorso

Wie die Polizei Düsseldorf am Montag berichtete, habe ein Polizeibeamter auf dem Weg zur Arbeit auf der A61 an der Anschlussstelle Mönchengladbach-Wickrath in Fahrtrichtung Venlo den Hochzeitskorso bemerkt. Dort seien drei Autos, darunter zwei hochmotorisierte BMW und ein Audi, auf die Autobahn aufgefahren und hätten sofort die Fahrbahn blockiert. Sie schalteten die Warnblinker an und bremsten den kompletten Verkehr aus. „Der nachfolgende Verkehr musste ebenfalls stark abbremsen, um Zusammenstöße mit den drei aufgefahrenen Autos zu vermeiden“, so die Polizei in einer Mitteilung.

Riskante Fahrmanöver wie Überholen auf der rechten Spur, erneutes Ausbremsen des Verkehrs, überhöhte Geschwindigkeit und starkes Unterschreiten von Sicherheitsabständen reihten sich in die Liste der Verkehrsvergehen innerhalb des Korsos, an dem nach Angaben der Polizei rund zwei dutzend Fahrzeuge beteiligt waren.

A61 bei Mönchengladbach: Polizei beschlagnahmt Führerscheine

Einsatzfahrzeuge der Autobahnpolizei Düsseldorf und der Polizei Mönchengladbach konnten sechs Fahrzeuge anhalten. Darunter waren auch die drei Hauptakteure. „Die Führerscheine der drei tatverdächtigen Fahrzeugführer mit russischer Staatsangehörigkeit im Alter von 21, 23 und 32 wurden noch vor Ort sichergestellt“, erklärte die Polizei am Montag. Insgesamt seien fünf Strafermittlungsverfahren wegen Nötigung und Straßenverkehrsgefährdung eingeleitet worden.

Die Düsseldorfer Polizei sucht jetzt weitere Zeugen, die den Hochzeitskorso beobachtet haben und Angaben zu an der Aktion beteiligten Kennzeichen, Identitäten der Fahrzeugführer und möglichen Gefährdungssituationen machen können. Sie werden gebeten sich unter der Telefonnummer 0211 8700 zu melden. Einen ähnlichen Fall hatte es im August bei Dortmund gegeben. Auf der A1 musste die Polizei einen Hochzeitskorso auflösen, dessen Teilnehmer den Verkehr massiv gefährdeten. (sk/ots) Mehr News auf der 24RHEIN-Homepage. Tipp: Täglich informiert, was in NRW passiert – einfach unseren kostenlosen 24RHEIN-Newsletter abonnieren. 

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