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Corona-Ausbruch nach Party in Aachen – und niemand kann Kontaktliste entziffern

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So hat es in Clubs vor Corona ausgesehen. Bis es wieder soweit ist, müssen sich Partygänger noch gedulden.
Das Gesundheitsamt kann die rund 900 Gäste des Aachener Clubs Apollo aufgrund unleserlicher Kontaktdaten zum Großteil nicht kontaktieren. (Symbolbild) © Sophia Kembowski/dpa

Im Aachener Club „Apollo“ waren zwei coronainfizierte Menschen feiern. Nun sollen 900 Gäste in Quarantäne, doch das Gesundheitsamt erreicht diese meist nicht.

Aachen – Wegen zwei Corona-Fällen im „Apollo“-Club in Aachen sollen ganze 900 Menschen in Quarantäne. Das Problem: Die Kontaktdaten der allermeisten Feiernden sind kaum erkennbar. Deshalb ruft die Städteregion nun öffentlich dazu auf, dass sich alle Gäste vom 16. und 17. Juli „sofort und unmittelbar“ in häusliche Quarantäne begeben sollen. Beide Personen seien mit der Delta-Variante infiziert, sagte eine Sprecherin am Donnerstag.

Corona-Ausbruch in Aachen: 900 Menschen sollen in Quarantäne – doch Kontaktdaten sind unleserlich

Dem Gesundheitsamt sei am Mittwoch gemeldet worden, dass eine erkrankte Person am 16. Juli im Apollo an der Aachener Pontstraße feiern war, teilte die Behörde mit. Auf der Kontaktpersonenliste stünden rund 450 Personen. Namen und Telefonnummern seien allerdings oft unleserlich. „Somit scheitert die Kontaktpersonennachverfolgung am katastrophalen Zustand der Liste“, hieß es weiter.

Am Donnerstag wurde der Behörde ein zweiter Fall bekannt. Diese Person habe am 17. Juli dort gefeiert und sei nachweislich infektiös. Erneut stünden rund 450 Personen auf der ebenfalls oft unleserlichen Liste.

Corona-Ausbruch in Aachen: Stadt geht den öffentlichen Weg – Quarantäne mindestens bis 28. Juli

Deshalb geht Aachen nun den öffentlichen Weg und bittet alle Feiernde, sich selbst in Quarantäne zu begeben. „Man darf nicht noch schnell ein letztes Mal einkaufen gehen oder an anderen Treffen mit Freunden teilnehmen, sondern sollte sofort die Quarantäne antreten“, erklärt Gesundheitsdezernent Michael Ziemons gegenüber der Aachener Zeitung.

Wer in Quarantäne gehe, könne ab dem 28. Juli einen PCR-Test bei einem niedergelassenen Arzt machen, hieß es. „Ist dieser negativ, kann die Quarantäne aufgehoben werden“. Ein Schnelltest sei nicht ausreichend. (os mit dpa)

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