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Aachen: Gericht fällt Urteil – ehemaliger Beamter muss 680.000 Euro Schadenersatz zahlen

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Das Justizzentrum in Aachen.
Das Justizzentrum in Aachen mit angeschlossenem Verwaltungsgericht (Symbolbild). © Marius Becker/dpa

Wegen Untreue und Urkundenfälschung in 545 Fällen muss ein ehemaliger Beamter 680.000 Euro Schadenersatz zahlen. Das entschied das Verwaltungsgericht in Aachen.

Aachen – Ein ehemaliger Beamter der Eifelgemeinde Hürtgenwald muss seinem früheren Arbeitgeber rund 680.000 Euro Schadenersatz zahlen. Das hat das Verwaltungsgericht in Aachen entschieden und damit der Gemeinde im Grundsatz recht gegeben, wie das Gericht am Montag mitteilte.

Gericht in Aachen: Beamter wurde wegen manipulierten Zahlungsvorgängen in 545 Fällen verurteilt

Der Mann war im August 2019 vom Landgericht wegen Untreue und Urkundenfälschung zu einer Haftstrafe von vier Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. In dem Strafprozess ging es in 545 Fällen um manipulierte Zahlungsvorgänge in den kommunalen Finanzen zwischen 2014 und 2017.

Beamter muss 680.000 Euro Schadenersatz zahlen – aber das Urteil ist noch nicht rechtskräftig

Anschließend forderte Hürtgenwald 740.000 Euro zurück. Weil er zum Teil bereits Wiedergutmachungen gezahlt hatte, kam das Verwaltungsgericht jetzt zwar auf eine etwas niedrigere Schadenersatzsumme, wies die Klage gegen die Zahlung aber ab. Nach dem noch nicht rechtskräftigen Urteil kann am Oberverwaltungsgericht in Münster Antrag auf Zulassung der Berufung gestellt werden (Az.: 1 K 2566/19, Entscheidung vom 11. März).

Am vergangenen Freitag (12. März) wurde ein ehemaliger Rennfahrer in Bonn ebenfalls vor Gericht verurteilt. Er war im angetrunkenen Zustand mit seinem Sportwagen im Graben gelandet und zu einer Geldstrafe von 2800 Euro verurteilt worden(bs/dpa/lnw)

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