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Aachen: Internationaler Drogenring zerschlagen – über eine Tonne Rauschgift geschmuggelt

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Crystal Meth liegt an einem Zollstock und misst rund sieben Zentimenter.
In einem Vorverfahren stellte der Zoll bereits Crystal Meth sicher (Symbolbild). © Zoll

Nach der Durchsuchung von 30 Wohnungen hat der Zoll einen internationalen Drogenring zerschlagen. 18 Haftbefehle wegen Verdacht auf Rauschmittelschmuggel wurden vollstreckt.

Aachen/München – Zollfahnder haben einen international tätigen Drogenring zerschlagen, der große Mengen Crystal Meth und Ecstasy geschmuggelt haben soll. 18 Verdächtige sitzen in Untersuchungshaft, wie das Zollfahndungsamt in München und die Staatsanwaltschaft in Aachen am Freitag mitteilten. 

Zwischen Mitte 2017 und Anfang 2021 sollen sie in professionellen Verstecken Drogen aus den Niederlanden nach Deutschland gebracht haben. Die Ermittler gehen von rund einer Tonne Crystal Meth und mehreren Hundert Kilo Ecstasy aus. 

Zoll zerschlägt Drogenring: Durchsuchungen von 30 Wohnungen in ganz Deutschland

Die Beamten durchsuchten den Angaben nach Mitte April 30 Wohnungen sowie diverse Geschäftsräume in ganz Deutschland. Allein in Berlin seien es 27 Objekte gewesen. Zeitgleich gab es in den Niederlanden acht Durchsuchungen. Die Beamten fanden dabei unter anderem mehrere Kilogramm Crystal Meth, 60.000 Euro Bargeld sowie Datenträger und Dokumente. Diese sollen nun ausgewertet werden, hieß es. 

Eine weitere Einnahmequelle der Bande war laut Zoll der Betrieb von illegalen Spielhallen in Berlin. Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten daher auch 47 manipulierte Spielautomaten sicher. Insgesamt wird gegen 31 Verdächtige ermittelt. 

Internationaler Drogenring: 430 Beamte vom Zoll und Polizei im Einsatz

Angestoßen hatte die Ermittlungen demnach ein Dealer aus Bayern, der wiederholt größere Mengen Drogen bei einem der Verdächtigen gekauft haben soll. Dabei sei er erwischt worden. An den Durchsuchungen waren mehr als 430 Beamte des Zolls und der Polizei beteiligt. Im Einsatz waren zudem zahlreiche Spezialkräfte wie etwa die GSG9.

Erst kürzlich führte in Essen ein Kokainfund in einem Auto zu mehreren Razzien. Dabei konnten unter anderem Drogen und Bargeld sichergestellt werden. Einen ähnlichen Großeinsatz, bei dem 22 Kilogramm Cannabis im Wert von 120.000 Euro sichergestellt wurde, gab es in Essen, Oberhausen und Kaarst. (jaw/dpa)

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